Tätääää! Unser erstes Review auf NDSWelt.com – endlich hats geklappt. Wir geben uns natürlich Mühe, in Zukunft regelmässig Games zu testen, damit ihr unsere Erfahrungen teilen könnt. Unser Erstling ist Pac-Pix, eine Pacman-Variante von Nintendo. “Uaaaah, nicht schon wieder”, wird vielleicht der eine oder andere unter euch denken. Doch Pacman ist nicht gleich Pacman – der Nintendo DS zeigt einmal mehr seine versteckten Qualitäten. Mehr im Review!
Da den meisten von uns bei Pacman mittlerweile das grosse Gähnen kommt (ich hab das schon auf einem alten Zwei-Farben-NEC gespielt!), musste sich Namco natürlich etwas besonderes einfallen lassen. Die Touchscreen-Steuerung des DS bietet sich ja geradezu an für innovative Spielideen. Pac-Pix ist eine davon.
Zückt eure Stifte!
Gesteuert wird mit dem Stift, wobei “steuern” eher der falsche Ausdruck ist. Bei Pac-Pix wird vor allem gezeichnet. Die kleinen Geister, welche dem Spieler normalerweise das Leben schwer
machen, sind bei Pac-Pix relativ harmlos. Die Hintergrundgeschichte dazu wollt ihr übrigens gar nicht hören, da sie grottenschlecht ist und offenbar für Kleinkinder geschrieben wurde. Die Geister jedenfalls, können mit dem Pacman gefressen werden. Als Spieler hat man nun die Aufgabe, den Pacman jedesmal neu zu zeichnen… tönt einfach? Ist es aber nicht! Die Form ist zwar klar vorgegeben, durch fiese Einfälle der Entwickler wird man jedoch am ruhigen Zeichnen stets gehindert. Der Pacman kann zum Beispiel auf allen vier Seiten aus dem Screen fahren, weshalb man ihn mit (gezeichneten!) Wänden immer wieder in die richtige Richtung lenken muss. Je kleiner der Pacman, desto schneller ist er – es lohnt sich also manchmal, einen etwas behäbigeren gelben Fresssack zu zeichnen, den man dafür auch im Griff hat. Das Programm erkennt auch miese Zeichnungen übrigens bravourös, so dass auch absolute Kunstnieten eine Chance haben.
Im Malstress
Das Zeitlimit wird mit jedem Level (davon hats ingesamt 60) immer knapper. Auch die Geister
gewinnen an Gemeinheit, lassen sich etwa nur von der Rückseite aus fressen oder hüpfen bei einem Angriff in den leeren Raum auf der anderen Seite. Um dem gerecht zu werden, kann der Spieler mehrere Pacmans zeichnen, gezeichnete Pfeile auf unerreichbare Geister schiessen und sogar Bomben platzen lassen. Nicht selten hat man also gleich mehrere Probleme: Die Zeit, die Anzahl Pacmans (da streng limitiert) und die pfiffigen Gegner. Das alles macht Pac-Pix manchmal zu einem Game, dass man in nächster Sekunde aus dem Fenster werfen möchte, meistens aber die Stufe
nochmals in Angriff nimmt. Gespeichert wird automatisch nach jeder erreichten Stufe (12). Praktisch, allerdings werden die 5er-Levelpacks dadurch oft zu einer echten Hürde. Unzählige Male scheitert man am fünften Level aufgrund einer fehlenden Sekunde – und muss dann im ersten Level der Stufe wieder beginnen. Schade, hier hat Namco etwas geschlafen, da vor allem Kinder Mühe bekunden werden ab Stufe 4.
Erwachsene und Kinder willkommen
A propos Kinder: Obwohl das Spiel extrem kindlich aussieht, ist der Schwierigkeits grad nicht ohne und auf jeden Fall für Erwachsene gedacht. Also nicht vom schrägen Design abschrecken lassen und unbedingt mal ausprobieren. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass auch absolute
Spielemuffel bei dem Game für Stunden wild zeichnend in einer Ecke sitzen ;). Leider nervt der Sound mit der Zeit etwas, aber meistens ist man entweder zu vertieft, um ihn wahrzunehmen oder man stellt ihn einfach ab. Zur Grafikqualität an sich kann man nicht viel sagen – Namco hat sie halt dem Publikum und Zweck des Spiels angepasst, was nichts anderes heisst, als dass keine grossartige Optik zu erwarten ist. Das stört aber in diesem Zusammenhang auch keineswegs.
Ein tolles Spiel, zudem man Namco & Nintendo nur gratulieren kann. Schade, dass die etwas unfaire Speichermethode noch so manchen in den Wahnsinn treiben wird. Schön hingegen, dass auch im Jahre 2005 noch innovative Spielideen auf den Markt kommen.
Mehr Screenshots gibts hier!

USK: frei
PEGI: 3+
Multiplayer: -
Sprache: Deutsch
Preis: CHF 28.-
Off. Website: Nintendo Europa
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