Apr 032006
 

Ridge Racer ist eines dieser Spiele, die einfach nicht tot zu kriegen sind. Auf fast allen Systemen zuhause, schieben die Entwickler in jedem Jahr die neuste Version nach. Ridge Racer 6 erscheint im modischen HD-Kleid, bietet ein allgemein bekanntes Spielprinzip und wenig Neuerungen. Wieso das Game trotz fehlender Innovationen ziemlich gut abschneidet, erfahrt ihr in unserem Review.

Für alle Frischlinge sei das Prinzip, das der Ridge Racer Serie zugrunde liegt, nochmals kurz erklärt. Der Spieler schnappt sich eine Luxuskarosse, wählt eine Strecke (meistens Landstrassen) und fegt mit dem Wagen so schnell wie möglich über die meist recht kurvigen Strassen. Zur Unterstützung des Geschwindigkeitsflashs wurde noch ein Nitroboost eingebaut, den man je nach Lust und Laune einsetzen kann, da er sich während der Fahrt wieder auflädt. Alles klar? ;)

Der Märchen von 111 Rennen
Auch für Ridge Racer Kenner neu ist der “Welterforschungs”-Modus. Er stellt eine Art Karriere dar und erlaubt es dem User, sich über 111 Rennen an die Spitze der Racerliga zu arbeiten. Die Rennen sind ähnlich einem Baum angeordnet, so dass sie zum Teil verbunden sind und an Kreuzungen neue, schnellere Wagen winken. Auch der Sieg von Rennserien wird meistens mit einem neuen Fahrzeug belohnt. Insgesamt 30 Strecken gilt es zu befahren, wobei die Entwickler wie üblich recht fantasievolle und abwechslungsreiche Strecken zustande gebracht haben. Man brettert zum Beispiel über Flughäfen, die obligatorischen Innenstädte oder Strandpromenanden – letzteres war schon beim ersten Need for Speed Titel Fun pur. Trotz der recht grossen Anzahl an Rennen wird Ridge Racer 6 erstaunlicherweise kaum je langweilig, was aber auch an den relativ kurzen (3 Runden) Rennen liegen dürfte.
Die Autos können klassischerweise nicht zerstört werden und haben auch nach den wildesten Überschlägen keine Kratzer. Dennoch gibt es eine Garage, in der man seine Lieblinge hegen und pflegen darf. Hier eine neue Felge, dort eine schönere Farbe – es lebe der Motorsport!

Ich geb Gas, ich will Spass – auch online
Die Ridge Racer Serie zeigte sich bisher kleinlich und liess die Spieler immer nur lokal dem Mehrspielerspass frönen. Nummer 6 bietet nun aber erstmals einen echten Onlinemodus via Xbox Live. Möglich ist die Fahrt gegen die Uhr, wobei die eigenen Rundenzeiten dann online mit denen von Mitspielern verglichen werden können. Zur Unterstützung und Motivation fährt beim zweiten Versuch die errungene Zeit dann auch als Ghost mit.
Witziger sind echte Online Rennen mit Gegnern aus Fleisch und Blut, die irgendwo sonst auf der Welt ihre Karossen mit an den Start bringen. Möglich ist ein “Schnelles Spiel”, das “Benutzerdefinierte Spiel” sowie eigene, selbst eröffnete Rennen. Die Grafik geht übrigens online kaum in die Knie und bietet dasselbe, was auch offline Programm ist: ein echt gutes Geschwindigkeitsgefühl, besonders beim Nitroboost.
Wer mit seinem Mitspieler lieber im selben Raum sitzt, darf natürlich weiterhin via Split Screen heisse Mehrspielerduelle ausfechten.

HD ready
Mein Mitleid habt ihr, ihr HD-losen. Ridge Racer 6 wurde, wie die meisten Xbox 360 Games, auf High Definition Grafik aufgepumpt. Natürlich läuft das Game auch mit jedem normalen TV, aber wie immer muss man halt doch einige Abstriche machen. Egal ob HD oder nicht, die Ridge Racer Optik kann sich sehen lassen. Fantastische Spiegeleffekte, Sonnenlicht und Reifenspuren, Funken und Massenkarambolagen sorgen für erhöhte Herzfrequenz, vor allem beim ersten Kontakt mit dem Spiel. Die Umgebung strotzt nur so von animierten Objekten wie Helikoptern, die Strecken sind eine schöner als die andere und die Wägen selbst sind äusserst detailliert ausgefallen. Der oft gehörte Vergleich von Ridge Racer 6 mit Projekt Gotham Racing 3 ist eigentlich hinfällig, den beide Spiele bieten eine geniale Grafik. Unterschiede sind basieren oft auf der subjektiven Wahrnehmung, weshalb man nur sagen kann: boah. Der Sound lässt eigentlich keine Wünsche offen, zumal man sogar seine eigene Musik während dem Game abspielen lassen kann. Etwas mühsam ist hingegen der Sprecher ausgefallen (wofür brauchts den überhaupt?), der sich oft wiederholt und mehr schreit als spricht. Wenigstens hat Namco hier die Finger von einer Lokalisierung gelassen.

Fazit
Ridge Racer 6 ist erneut ein witziger und schneller Arcaderacer, mit dem man Realismusfanatiker so richtig schocken kann. Leider fehlt es erneut an wirklichen Innovationen, auch wenn das umgesetzte Bekannte sehr gut ausgefallen ist. Toll ist der gelungene Onlinemodus (bis zu 14 Spieler pro Rennen) sowie die endlich integrierte Karriere, auch wenn Need for Speed : Most Wanted in Sachen Motivation deutlich die Nase vorne hat.
Technisch lässt sich an Ridge Racer 6 wenig aussetzen. Schnelle, detaillierte Grafik mit Beschleunigungs-Boah-Effekt, schöne Strecken und ruckellose Fahrten passen perfekt zum guten Soundtrack. Fans der Serie dürfen sowieso bedenkenlos zuschlagen, alle anderen finden mit diesem Game einen guten Racer ohne Schnörkel.

Screenshots gibts hier!

USK: ohne Alterbeschränkung
PEGI: 16+
Multiplayer: 2 Spieler
Sprache: Anleitung D, Spiel E
Preis: CHF 95.-
Off.Website: www.electronic-arts.de

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  1. [...] Rennspiel / Acarde Publisher: Electronic Arts Release: 20.01.2006 Reviews: Gamgea VN:F [1.3.4_676] bitte warten…Rating: 0.0/10 (0 votes cast) 0 [...]

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