Simon Lutstorf

YS – The Ark of Naptishtim Review / Test


Konami schickt mit YS – The Ark of Naptishtim ein Rollenspiel auf die PSP, dass auf der PS2 schon einige gute Wertungen einfahren konnte (allerdings vor fast 2 Jahren). Das typisch japanische Rollenspiel wurde mehr oder weniger 1 zu 1 auf den Handheld umgesetzt, was aber nicht weiter stört: Die fantastischen Welten von YS sehen wir uns auch auf der PSP gerne noch einmal an! Mehr im Review.

Lost?
Als Spieler schlüpft man im Spiel in die Haut von Adol Christin. Der Rotschopf strandet mit seinen Kollegen auf einer einsamen Insel und macht dann, ganz entsprechender aktuellen TV Serie Lost, so seine eigenen Erfahrungen mit Eingeborenen, Freunden, Feinden und gerät immer tiefer in eine spannende Geschichte. The Ark of Napishtim zeigt sich dabei klar als Einsteigerspiel, da von den bekannten, tückischen Rollenspiel Elementen nur wenig übrig geblieben ist. Man muss also nicht sämtliche japanischen Rollenspiele kennen, um hier eine Chance zu haben: YS ist fair und Einsteiger freundlich.

Das volle Programm
YS – The Ark of Naptishtim lässt sich nicht lumpen und bietet das volle Programm. Monster erledigen, Kristalle sammeln, Upgrades erwarten, interessante Welten erkunden und Bossgegner vom Thron hauen. Nichts Weltbewegendes und nichts Neues dabei, aber die Entwickler von Konami haben sich Mühe gegeben, das Spiel einfach, aber doch fesselnd umzusetzen. Die Kämpfe sind in Echtzeit und lassen sich erstaunlich gut kontrollieren. Abgesehen von normalen Schlägen kommt ab und zu auch etwas Magie ins Spiel, zudem kann man feindliche Attacken auch abwehren. Im Gegensatz zu komplizierten, rundenbasierten Systemen auf jeden Fall eine gute Lösung. Mit den eingesammelten Upgrades gibt es dann bessere Waffen, mit denen man typischerweise auch wieder grössere Feinde erledigen kann. Wie man vielleicht aus dem Text hier schon rauslesen kann, fällt man vor allem als erfahrener Spieler manchmal etwas in eine Monotonie, bis dann endlich eine neue Stufe erreicht ist. Wirklich langweilig wird es aber nicht – schöne Landschaften, abwechslungsreiche Monster und Gespräche treiben das Spiel trotzdem voran. Schade, dass die Schrift bei den Gesprächen so klein geraten ist, dass man manchmal die PSP richtig vor die Nase halten muss. Besonders in (zum Glück spärlich vorhandenen Menüs) ist dies etwas mühsam.

Ameisen-Charaktere
Gespielt wird aus einer Vogelperspektive, wobei die Charaktere typischerweise als Animé Charakter dargestellt werden – Japan lässt grüssen. Die Figuren, allen voran Adol, sind jedoch sehr gelungen und wer auch nur ansatzweise etwas für Manga Zeichnungen übrig hat, wird sich auf dieses Spiel freuen können. Dank der relativ grossen Entfernung der “Kamera” zum Spielfeld lassen sich sehr viele Details darstellen und die Welt von Naptishtim wirkt lebendig und abwechslungsreich. Leider ist das Spiel vollkommen linear, so dass man nicht wirklich etwas erkunden kann. Man beschränkt sich darauf, den vorgegebenen Pfad entlang zu laufen und die auftauchenden Gefahren oder Schätze unter die Lupe bzw. unter das Schwert zu nehmen. Es gibt übrigens kaum Rätsel und Quests, sieht man mal von der Hauptstory um die Insel ab.

Ladepausen? :(
Tatsächlich bietet YS – The Ark of Naptishtim einige unangenehme Ladepausen – und zwar auch während der Kämpfe. Das ist wirklich schade, denn gerade von so einem Spiel, dass von actionreichen Auseinandersetzungen und der comicartigen Umsetzung lebt, hätte man das nicht erwartet. Ansonsten kann sich die Grafik (bis auf die bereits erwähnte, zu klein geratene Schrift) durchaus sehen lassen. Musikalisch dudeln dieselben Melodien wie bei der PS2 Version, die Sprachausgabe wurde jedoch komplett unter den Tisch geschoben. Schade, ein bisschen mehr Atmosphäre hätte das Spiel wirklich vertragen können.

Fazit
Wer den Text oben genau durchgelesen hat, wird wohl eher mehr Negatives denn Positives gefunden haben. Tatsächlich hat YS einige Schwächen – allen voran die Ladepausen und das manchmal etwas uninspirierende Gameplay. Gleichzeitig vermag aber die typische Animé Umgebung sowie eine fantastische Geschichte zu überzeugen. Zudem funktioniert der Sammeltrieb des Menschen einmal mehr und man kämpft und kämpft solange, bis auch das letze Monster tot ist und man die beste aller Rüstungen mitsamt Schwert hat. Wer YS schon von der PS2 kennt, hat natürlich keinen Grund, hier nochmal reinzuschauen. Allen anderen kann man dieses Game als Einsteiger-Variante für Rollenspiele nur ans Herz legen. Am besten einen Kaffee oder Tee bereitstellen, dann fallen die Ladepausen auch kaum ins Gewicht. Mir hat XS auf jeden Fall gut gefallen!


USK: ab 6
PEGI: 12+
Multiplayer: -
Sprache: Deutsch
Preis: CHF 69.-
Off. Website: www.konami-europe.com

Guter Artikel? Dann kannst du bookmarken, twittern und mehr.

  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Add to favorites
  • email
  • StumbleUpon
  • Twitter

Ähnliche Artikel:

  1. Death Jr. 2: Root of Evil Review / Test
  2. Gradius Collection PSP Review / Test
  3. Astonishia Story PSP Review / Test
  4. Magical Starsign Review / Test
  5. Pro Evolution Soccer 6 Review / Test

5 Kommentare zu “YS – The Ark of Naptishtim Review / Test”

  1. DarkArtus sagt:

    habe das spiel schon längst gezockt bin aber bei einem endgegner stecken geblieben weil ich net weis wie man den schafft.
    Ist so eine tiergesicht in einem Felsen das die ganze zeit aus den Felsenlöcher vögel auf mich schiest und seit lich seine langen hände ausgefahren hatt.

  2. beb sagt:

    Das spiel heißt nicht XS … sondern YS…!

    sonst coole news

  3. Administrator sagt:

    beb hat natürlich recht. Vor lauter Vorsicht, Naptishtim richtig zu schreiben, haben wir die ersten beiden Buchstaben falsch aufgenommen. Sorry!

  4. JlMMY sagt:

    Sehr schöner Testbericht!
    Ladezeiten sind für mich ein K.O.-Kriterium. Da warten sicher viele lieber noch etwas länger….und zwar auf Jeanne d’Arc.

  5. papachen sagt:

    komme auch nich weiter schon beim zweiten gegner wo man den spiegel bekommen sollte hab schon eigentlich alles probiert geht aber alles nich

Hinterlasse einen Kommentar

Twitter User?
Falls du einen Twitter-Account hast, kannst du dich mit deinem Twitter-Login bei gamgea.com anmelden und kommentieren.

Free Sprint phones for sale | Thanks to CD Rates, Reverse Phone and Registry Software | Gadgets