Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt Review / Test


Der Anfang / Die Steuerung und das Gameplay

Anmerkung: Da ich die Kinofilme zuvor noch nicht gesehen habe und es das erste Mal ist, dass ich mich mit Fluch der Karibik beschäftige, werden mir sicherlich einige Details und Informationen entgehen. Deshalb entschied ich mich zu dem Spiel auch kein vollständiges Review mit Storyangaben zu schreiben. Die uns vorliegende Version ist kein Testmuster, sondern die finale PAL Verkaufsversion.

Zu Beginn des Spieles läuft eine Videosequenz ab, in der man Jack Sparrow im Kerker auf einer Liege schlafen sieht. Geweckt von einem Piraten und einer kurzen Diskussion, bekommt Jack ein Schwert von jenem Piraten und muss sich von nun ab den Weg frei aus der Kerkerfestung kämpfen. Ab hier steigt der Spieler sofort ein. Der erste Kampf mit zwei Wächtern ist Tutorial ähnlich aufgebaut. Anhand von kleinen Bildern wird die Steuerung des Kampfes gezeigt. Das Schwert benutzt man mit der Wiimote, indem man sie von links nach rechts oder von oben nach unten schwingt. Einen ersten Combo kann unser Pirat auch schon ausführen(links-rechts, links-rechts, vor). Eine weitere Fähigkeit ist das Greifen, “Veräppeln” und Ablenken von Gegnern mit dem Nunchuk und das Abwehren mit der C-Taste. Während des Kampfes hat man die Möglichkeit verschiedene Waffen einzusetzen, die man nach gewonnenen Kämpfen bei den Gegnern oder in Kisten findet. Platziert werden diese automatisch auf dem digitalen Steuerkreuz der Wiimote. So hat man Dolche, Pistolen und Bomben zur Auswahl, um Gegnern einzuheizen. Die Gesundheit kann man mit einer Art Hähnchen wieder auffrischen, das liegt übrigens auch auf dem Steuerkreuz. Neben Waffen, gibt es auch verschiedene Items und Gold zum aufsammeln. Letzteres setzt man z.b. für Glücksspiele ein. Vom Gameplay her ist das Spiel extrem linear aufgebaut. Man geht auf vorgegebenen Pfaden seinen Weg. Kommt man z.b. an einer Brücke an, wo man nicht drüber gehen kann, so wird dieser Weg von einer unsichtbaren Mauer blockiert. Alternative Routen gibt es nicht.

Jacka… was?

Eine sehr interessante Neuerung ist der sogenannte Jackanismus. Mit ihm ist es möglich “Sequenzencombos” durchzuführen. Das soll heißen, dass der Jackanismus vorher angekündigt wird und meist auf witzige und unterhaltsame Weise Zwischensequenzen per Tastendruck gesteuert werden. Ein Beispiel: In dem Level Port Royal beginnt man je nach Situation den Analogen Controllstick des Nunchuks zu bewegen. Für ducken hinter Kisten etwa nach unten, Schritt seitwärts nach links oder rechts. Wiimote schwingt man für witzige Gesten(Jack hampelt hinter einem Rotrock herum um unentdeckt zu bleiben), drückt bei Bedarf A oder B. Wird die jeweilige Taste oder Bewegung auf dem Bildschirm angezeigt, so muss der Spieler promt reagieren, um die Sequenz fortsetzen zu können. Bei einem falschen Tastendruck oder Bewegung hört die Sequenz entweder auf und die Belohnung ist gestrichen, oder sie muss je nachdem ob möglich(Hauptmission oder Untermission), wiederholt werden.

Charaktere / Modi

Die Charaktere sind den Vorbildern fast 1:1 nachempfunden. Was fehlt sind allerdings die Original Stimmen der Schauspieler. Neben Jack Sparrow übernimmt der Spieler im normalen Storymodus auch die Rollen von z.b. Will Turner, Barbossa und Elisabeth. Neben den Hauptmissionen sind auch Untermissionen(Nebenmissionen) bezwingbar. Hat man den Herausforderungs-Modus freigeschaltet, so hat man die Wahl zwischen Einzelspieler und Mehrspieler(Coop-Modus). In beiden Modi stehen einem eine Vielzahl an Charakteren(insgesamt 67) zur Auswahl, die es aber erst gilt freizuschalten. So ist es auch möglich Davy Jones oder Kapitän Chevalle zu spielen. Hat man sich für einen Charakter entschieden, so muss man noch einen Level und eine Herausforderung auswählen. Bei den Herausforderungen hat man folgende Auswahlmöglichkeiten: In der Kampf-Herausforderung gilt es eine bestimmte Anzahl an Feinden zu besiegen, während man bei der Kombo-Herausforderung z.b. einen 8-Treffer-Kombo ausführen muss. Um die Beute-Herausforderung bestehen zu können, muss man einen bestimmten Wert an Beute sammeln(Gold). Die Belohnungen für die bestandenen Herausforderungen sind neue Charaktere. Wem aber der Herausforderungsmodus nicht gefällt, der hat auch die Möglichkeit reine Duelle auszutragen.

Optionen / Schatzgrotte

Das Optionsmenü fällt recht klein aus. So hat man nur die Möglichkeit die Lautstärke für Musik und Sound zu regeln und Untertitel einblenden zu lassen. In der Schatzgrotte hat man zur Auswahl: Charakterschätze, Ortsschätze, Zauberkarten, Bonusschätze und Leistungen. Fangen wir also der Reihe nach an.

Bei den Charakterschätzen hat man die Möglichkeit zu sehen, welche Charaktere mittlerweile freigeschaltet wurden und welche Aufgaben man erledigen muss um weitere freizuspielen. Unterteilt sind diese in 5 Kategorien: Hauptdarsteller, Piraten, Soldaten, Zivilisten und Piratenlords.

Die Ortsschätze sind je nach Ort Entwürfe, Herausforderungsmodi und Duelle. Auch hier wird wieder angezeigt, welche Aufgaben man erledigen muss um das Jeweilige freizuspielen.

Zauberkarten geben die Möglichkeit beim Piratenpoker oder Piratenwürfeln zu schummeln.

Bonusschätze sind in zwei Unterkategorien eingeteilt. Einmal Titelsequenz und Schwerter. Bei der Titelsequenz kann man eins von 3 verschiedenen Schiffen auswählen, welches im Titelbildschirm angezeigt werden soll: Black Pearl(standard), Flying Dutchman und Empress. 9 Schwerter gilt es freizuschalten, um diese für Levelwiederholungen, den Herausforderungsmodus oder Duelle einsetzen zu können. Leider ist das im Storymodus nicht möglich.

Zu guter Letzt bleiben noch die Leistungen, was die genannten Kategorien zusammenfasst und auflistet, was denn nun alles verfügbar ist.

 

Rang / Spielstand

Bei Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt werden Ruhm und Ruhmrang verteilt. So hat man den Ruhmrang Piratenlord bei etwa 10071 Ruhmpunkten schon erlangt. Bei dem Spielstand hat man dann noch die Möglichkeit zu sehen, zu wieviel Prozent man das Spiel abgeschlossen hat und welche Siege gesamt, höchster Kombo, höchster Ruhm und höchster Ruhmrang es bei dem jeweiligen Level gab.

 

Grafik / Sound

Die Grafik sieht auf einem HDTV nicht gerade berauschend aus, aber auch nicht schlecht. Anti-Aliasing oder Bump Mapping fehlen komplett, dafür aber begeistert das Spiel mit hübsch animierten Haupt-Charakteren(torkelnder Jack) und liebevoll gestalteten Schauplätzen. Die Texturen wirken zum Teil verwaschen, zum Teil aber auch glaubwürdig und mittelprächtig. Bitmaps finden sich etwa in Seilen, Flammen oder dem Wasser wieder.

Allerdings gibt es aber bei dem Sound einiges auf die Ohren. Der Soundtrack ist an dem Original angelegt und lässt so ziemlich keine Wünsche offen. Unterstützt wird der Sound von Dolby Pro Logic 2. Wie schon erwähnt sind die Stimmen aus dem Spiel nicht die Originalstimmen aus dem Film, dafür aber grandios in Szene gesetzt, witzige Sprüche inklusive. Nebengeräusche(z.b. brodelnde Feuer) findet man nicht viel, fallen aber auch nicht weiter ins Gewicht.

 

Fazit

Immer mehr Filmumsetzungen gewinnen an Charme und verlieren das Vorurteil nur mittelmäßig oder gar schlecht umgesetzt worden zu sein. Mit Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt wurde ein gutes Actio-Adventure geschaffen, welches von Anfang an begeistern kann. Gespannt auf neue Bonusgegenstände, versucht man energisch die Untermissionen zu erfüllen. Ein Kritikpunkt ist der zu lineare Spielablauf. Eine größere Handlungsfreiheit wäre daher wünschenswert gewesen. Weiter ist das Gameplay mit den zahlreichen Combomöglichkeiten intuitiv und fordernd. Neben Spiderman 3 und The Godfather(der Pate) eines der gelungensten Filmumsetzungen dieses Jahr.

 

Atmosphäre: 88
Grafik:78
Sound: 89
Gameplay: 87

USK: 12
PEGI: 12
Multiplayer: ja, zwei Spieler
Sprache:Deutsch
Preis: EUR 49,95
Off. Website: www.buenavistagames.go.com

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8 Kommentare zu “Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt Review / Test”

  1. Peter sagt:

    Ich habe jetzt die Xbox360 Demo gezockt und die ist grausam, jedenfalls das Gameplay.

    Die Kämpfe bei FdK sind total bescheuert: nach 2 Schwerthieben dreht mir der Genger plötzlich den Rücken zu, stellt das Kämpfen ein und wartet auf meinen finalen Schlag.

    Die Bosskämpfe sind noch blöder: eine Mischung aus Quicktime Event und direktem Kampf, scheinbar haben die Entwickler weder das eine noch das andere richtig hinbekommen.

    Das Charakter Design ist richtig gut, die Animation von Jack ist ebenfalls sehr gelungen.

  2. Sebastian sagt:

    Gerade das Gameplay wird durch die Wii-Steuerung sehr interessant und spannend. Es gibt mehrere Combos, wodurch die Steuerung nicht ganz so schnell langweilig wird.
    Das mit den Gegnern und Rücken zu wenden konnte ich bisher noch nicht beobachten.

  3. Ingo sagt:

    Sehr gut geschriebenes Review !!! 85 % ?

  4. Sebastian sagt:

    Die 85% beruhen auf dem Durchschnitt der seperat verteilten Punkte. Ich stehe weiterhin dazu, wobei man je nachdem ob man Fan ist oder nicht minus 3-4% abziehen kann. Das Gameplay hat mir bisher ganz gut gefallen, auch wenn es vielleicht überdurchschnittlich gut erscheint. Ich hab mich einfach daran orientiert, dass es bisher keine allzu großen vergleichbaren Spielereferenzen gibt und die Spiele ja ohnehin rar gesät sind.

  5. Dani sagt:

    hallo gibt es einen “Frei modus” wo man einfach rumlaufen kann? und kann mit dem Schiff fahren?

  6. CHRISTO sagt:

    ih mag das spiel auch sehr, ABER ich check bei den Herausforderungen die KOMBOS nicht! ich kenn die tasten kombinationen udn führ sie auch aus aber ich bekomm nie genug was für KOMBOS sind da denn verlangt???

  7. Sebastian sagt:

    @Dani, nein gibt es leider nicht.

    @Christo genau sagen kann ich das nicht. Je nachdem wie weit man ist, bekommt man neue Combos. Wenn man mehrere Attacken nacheinander ausführt, desto besser der Combo.

  8. Jack Sparrow sagt:

    Fluch der Karibik 3 ist das absolut geilste game das ich je gesehen habe.

    PS: Sebastian = nigga

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