Agatha Christie: Und Dann Gabs Keines Mehr – Review / Test


Jeder kennt sie: Die britische Schriftstellerin Agatha Christie. Ihre Krimiromane sind weltweit bekannt und wurden in mindestens 45 Sprachen übersetzt. Aus ihrer Feder sind z.b. Miss Marple oder der Detektiv Hercule Poirot entstanden. Einer der Romane ist Zehn kleine Negerlein und damit das Spiel Und Dann Gabs Keines Mehr. Mit Und Dann Gabs Keines Mehr erschien das Adventure bereits 2005 für den PC. Nun ist das Spiel auch für Wii erhältlich und ist somit zugleich das erste Adventure für die Konsole. Die typische Maussteuerung wurde an die Wii-Steuerung angepasst und eröffnet damit neue Möglichkeiten zur Interaktion mit verschiedenen Objekten.

Vergesst was ihr bisher vom Original Buch gelesen habt, denn es spielt keine Rolle… .

Die Story

Die Story beginnt damit, dass 10 verschiedene Charaktere eine Einladung auf die Insel Shipwreck Island erhalten haben. Weiterhin im guten Glauben, werden sie vom Fährmann Patrick Narracott zu dem protzigen Anwesen auf der Insel gebracht. In einer gemütlichen Runde schaltet der Buttler Mr. Rogers (einer der 10 eingeladenen Leute) das alte Grammophon an und der mysteriöse Gastgeber U.N. Owen meldet sich zu Wort. Er beschuldigt jeden einzelnen des Mordes und kündigt Gerechtigkeit an. Der rote Leitfaden der Geschichte ist ein Reim, der an einen alten Kinderreim angelehnt ist, doch hier geht es um “10 kleine Leichtmatrosen…” . Nach und nach scheiden die Gäste dahin und sind Plan eines teuflischen Mordes. Jeder Mord wird durch Anlehnung an einer jeweiligen Strophe des Reimes ausgeübt. Doch halt! Was ist mit Patrick Narracott , dem Fährmann? Der pensionierte Polizist Henry Blore erkannte in ihm seinen Bruder und zerstörte sein Boot, was am Steg letztendlich kenterte.
Man übernimmt in dem Spiel die Rolle von Patrick Narracott(auch wenn dieser im Original Roman nicht erwähnt wird), der die 11. Person darstellt, aber nicht eingeladen worden ist. Da immer mehr Morde stattfinden, ist man gezwungen die Sache selbst in die Hand zu nehmen und nach Hinweisen zu suchen. Denn: Mr. Owen hat mit einem 11. “Gast” nicht gerechnet… .

Wer klicket der findet

Die wichtigste Änderung an der Wii-Fassung ist die Steuerung. In gewohnter Point and Click-Manier wird der Zeiger durch den Bildschirm gejagt. Die Bedienung ist erstaunlich präzise geworden und wirkt entspannend auf der Couch. Aber auch Bewegungen werden mit der Wiimote ausgeführt. So öffnet man Türen mit einem kurzen Ruck nach rechts, als hätte man einen Türknauf in der Hand. Das gestaltet sich zwar interaktiver, ist auf Dauer aber nervig, wenn man stets die Räume wechselt. Immerhin sind einige der wenigen, interaktiven Aktionen, wie schaufeln, gut umgesetzt worden. Eine durchaus einfallsreiche Idee ist auch die Taschenlampe, die man nachts mit der Wiimote in den Händen hält und mit dieser die Ecken ausleuchtet. Während man mit der Wiimote auf das gewünschte Ziel zeigt, kann man mit dem A-Button(bzw. B) die diversen Aktionen durchführen. Mit dem Minus- und Plusbutton werden Inventar- bzw. Notizenmenü eingeblendet und mit dem Steuerkreuz oder Zeiger navigiert. Wenn man die 1 drückt, so wird das Hauptmenü aufgerufen, wo man seinen Spielstand speichern und laden oder Spieloptionen tätigen kann. Übrigens kann man jederzeit Abspeichern, was den Spielfluss angenehmer macht.

Aber dennoch…

Natürlich besteht der Hauptteil eines Adventures aus Rätseln: Kombinieren, Codes herausfinden und Dialoge auseinander nehmen. Die meisten davon sind auch in Ordnung und nachzuvollziehen, allerdings sind jene auch RAR gesät. Für den Durchschnitts-Abenteuerer hingegen sollte die Anzahl der Rätsel fordernd genug sein.

Die grafische Seite

Die Szenen des Spieles bestehen aus vorgerenderten Hintergründen und können durch die hübschen Details überzeugen. Die sehr stimmige Atmosphäre kommt vor allem durch die Wettereffekte zustande und macht auch nicht vor Nebel halt. Während das die einzigen grafischen Vorzüge sind, enttäuscht das Spiel mit dem Rest. Die Animationen sind nicht gerade weich und erinnern mehr an Holzpuppen. Weiterhin sind die Charaktere ziemlich verwaschen und detailarm. Auch die Ladezeiten sind beim Szenenwechsel ziemlich lang und dauern meist zwischen 1-5 Sekunden, was einen nahtlosen Spielfluss nicht ermöglicht. Die fehlende 16:9 Untersützung fällt zwar nicht ins Gewicht, wäre aber eine nette Dreingabe gewesen.

Jetzt gibts gleich was auf die Ohren

Vorne weg: Einzig die Stimme von Patrick Narracott hat den Fehler, dass diese zu leise ist. Oftmals ist man gezwungen die Untertitel mit zulesen.
Ansonsten passt alles einfach perfekt zusammen. Einige der Stimmen der Charaktere sind aus Film und Fernsehen bekannt und überzeugen durch Professionalität. Auch die Musik ist dramatisch packend und passt super in das Ambiente.

Wir bedanken uns bei Jowood für die freundliche Bereitstellung eines Testmusters.

Game Facts

Entwickler: AWE Games
USK:
12+
Pegi: 12+
Multiplayer: -
Sprache: Deutsch
Preis: EUR 49,99 / CHF 83.-
Website: adventurecompanygames.com

Review Agatha Christie: Und Dann Gabs Keines Mehr  
Bewertung
Beschreibung
Steuerung
Weiche und präzise Steuerung, teils nerviges Türen Öffnen.
Grafik
Lasche Animationen, detaillierte, vorgerenderte Hintergrundgrafiken.
Sound
Stimmige Musik und bekannte Charakterstimmen.
Spielspaß
Packende Story sorgt für schlaflose Nächte: Viele Stunden Spielspaß.
Sonstiges
-Nur ein Minispiel
-Der vorhandene Online-Modus drückt die Bewertung zwar nach oben, ist aber ziemlich unausgereift.
72%
Fazit
Es ist zwar nicht das Beste Adventure, aber das Erste für die Wii-Konsole. Die gute Story macht Und Dann Gabs Keines Mehr zu einem soliden Adventure. Mehr Rätsel und eine angemessene Grafik der Charaktere hätten dem Spiel gut getan. Im Grunde ist es nicht mehr als eine Portierung der PC-Fassung und bietet auch durch die Steuerung wenig Neues. Wer es bis zum Ende schafft, hat die Möglichkeit auf alternative Enden und einer Überraschung(lohnt sich). Trotz der Kritikpunkte ist das Spiel ein Muss für Adventure-Fans, die die PC-Version noch nicht gespielt haben. Wer die Wartezeit auf Geheimakte Tunguska überbrücken möchte, sollte zugreifen.

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Wii Trailer

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2 Kommentare zu “Agatha Christie: Und Dann Gabs Keines Mehr – Review / Test”

  1. [...] hat sich bei mir etwas Ernüchterung breit gemacht, denn bis auf Agatha Christie, Geheimakte Tunguska und vielleicht noch Zack & Wiki tut sich im Moment noch recht wenig zum [...]

  2. lara sagt:

    hi ich hab ne frgae ich henge ich bin nach dem tot zon mr.mekenzie und komm ned weiter
    hoffe auf ne antwort

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