Bleach… klingt zunächst wie ein Bleichmittel für Heimtextilien, ist jedoch ein weiteres von geschätzten 1. Mio. Lizenzspielen auf dem deutschen Markt. Bleach ist eine in Japan sehr populäre Manga- bzw. Anime-Serie des japanischen Zeichners Tite Kubo und macht seit 2006 auch vor Deutschland nicht halt. Sega nahm sich die Lizenz an und entschied sich für ein Beat ‘em Up, welches sich in typischer Prügelmanier präsentiert. Dabei möchte Bleach – Shattered Blade die Genré Ableger aufmischen und bietet Naruto und Mortal Kombat die Stirn. Die bei den Entwicklern beliebte Wii-Steuerung muss natürlich herhalten und bestimmt das Spielgeschehen unweigerlich.
Wie es bei Beat ‘em Ups der Fall ist, bieten diese weder eine richtige Story noch eine besondere Tiefe, wo auch Bleach keine große Ausnahme macht. Enthalten sind die aus den Mangas bekannten Charaktere und sollten Fans der Serie sofort ins Auge stechen. Der Hauptprotagonist Ichigo Kurosaki ist gerade einmal 15 Jahre alt und besitzt die Fähigkeit Geister zu sehen. Eines Tages trifft er auf Rukia Kuchiki, eine Todesgöttin die Jagd auf böse Geister macht. Da sie allerdings in einem Kampf den Kürzeren zieht und sie die Hilfe von Ichigo annehmen muss, erhält er die Kraft der Todesgöttin. Ab sofort liegt es bei ihm die Geister zu erledigen. Jedoch ist die Story im Spiel komplexer, wenn auch etwas unspektakulär.
Die Steuerung wurde wie zu erwarten vollstens an die Wii-Verhältnisse angepasst. Nötig dafür ist die Wiimote und Nunchuk Kombination. Während man sich mit dem Control Stick bewegt, haut man mit der Wiimote in die gewünschte Richtung zu. Das Coole daran ist, dass der Charakter nicht nur einen normalen Schlag ausführt, sondern je einen Schlag pro Richtung. Das bedeutet, dass wenn man etwa die Wiimote von oben nach unten oder nach links oder rechts schwingt, führt der Kämpfer wahlweise einen Hieb bzw. Slash aus. Einen Stich landet man, wenn man die Wiimote wie ein Degen nach vorne stößt. Natürlich gibt es auch Spezialangriffe und weitere relevante Möglichkeiten, um den Gegnern den Gar auszumachen. Die Umsetzung ist recht ordentlich und spricht knackig auf die ausgeführten Bewegungen an. Ab und zu passiert es auch, dass bei gleichzeitiger Ausführung eines kritischen Angriffes beider Seiten, der Modus geändert wird, in dem man sich der Hiebe, Stiche und Slashs annimmt. Dort muss man die 3 Grundschläge ausführen und gegen den Gegner ankämpfen, was in etwa dem Prinzip von Schere, Stein und Papier nahe kommt.
Insgesamt gibt es die 4 verschiedenen Modi: Episoden-Modus, Arcade-Modus, Duell-Modus und Trainings-Modus. Der Episoden-Modus bringt euch die Story näher und der Spieler nimmt sich dabei im Verlauf verschiedener Charaktere an, die er zum Sieg führen sollte. Bei den Charakteren hat Sega ganze Arbeit geleistet und bannte alle bekannten Helden des Mangas in das Spiel. Doch noch sind längst nicht alle Charaktere und Items freigeschalten. Um soweit zu kommen, muss man alle Gegner vermöbelt haben und sich dem Ende stellen. Das verdiente Geld kann man im aus der Serie bekannten Shop von Urahara in Bilder, Sounds und 3-D Modelle, sowie Stimmen der Charaktere investieren.
Der Multiplayer Part ist besonders spaßig. So darf man im Duell-Modus gegen einen Freund antreten und diesen virtuell mit der Wiimote und dem Nunchuk bearbeiten. Neben Charakter- und Levelauswahl bieten sich noch das Zeitlimit und die Rundenanzahl an. Einen Online-Modus gibt es leider nicht.
Technisch gibt es einige Einbußen, die zwar zum Teil gewollt sind, aber teils auch unschön wirken. Neben dem stylischen Cel-Shading Look und der rockigen Arcade-Musik, birgt Bleach relativ lange Ladezeiten. Es ist nicht möglich nachzuvollziehen, was genau an der mageren Ausstattung geladen wird. Dazu kommen die recht unspektakulären Levels bzw. Arenen, in denen weder Leben(was dem Spiel sicherlich gut getan hätte), noch eine richtige Glaubwürdigkeit herrscht.
(Fazit weiter unten)
Wir bedanken uns bei Sega für die freundliche Bereitstellung eines Testmusters.
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