Jörg

Final Fantasy Crystal Chronicles: Ring of Fates Review / Test


Schon auf dem GameCube konnte man sich in diesem Final Fantasy Möchtegern mit bis zu drei Freunden ins Getümmel stürzen. Das Formular wurde für den DS nicht großartig verändert, auch hier liegt der Schwerpunkt ganz klar auf dem Mehrspieler Modus, wohingegen die Story uninspiriert und nervig daherkommt.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Yuri und Chelinka sind Zwillinge und müssen zusehen, wie ihr Papa von einer geheimnisvollen Kreatur gemuchelt wird. Natürlich schwören die beiden Rache und natürlich ruht (mal wieder) das Wohlergehen der ganzen Welt auf den Schultern der Heranwachsenden. Es wird viel geplappert, aber wenig an wirklichen Informationen vermittelt, geschweige denn irgend eine Art von Atmosphäre aufgebaut.

Wer nur auf den großen Namen schaut und ein dementsprechendes Erlebnis erwartet, wird enttäuscht. Ohne Gleichgesinnte hat man wenig Freude an diesem Titel. Besonders schwer zum tragen kommt in diesem Zusammenhang das Fehlen einer online Option, denn WiFi wird nur zum tauschen der Mogus verwendet und selbst offline treten ab drei Spielern häufig Slowdowns auf. Das hätte man wirklich besser machen müssen, ein großer Rüffel geht dafür in Richtung Japan.

Ein weiteres Problem ist die Integration der Magie. Die Sprüche werden nicht gelernt, sondern liegen in Form von verbrauchbaren Items vor, die nur in einer limitierten Anzahl aufgenommen werden dürfen. Normalerweise würde man jetzt einfach weniger zaubern, doch die Sprüche finden auch Verwendung zum öffnen von Türen und um Schalter zu betätigen. Es ist zwar möglich, die verbrauchten Zauber wieder langsam aufzufüllen, aber durch dieses System verzichtet man lieber auf Magie für Angriffe, da auch die Ausführung in einem Gefecht viel zu lange dauert.

Also ist man mehr oder weniger gezwungen auf den Nahkampf zurückzugreifen, doch auch hier finden sich einige Schwächen. Zunächst kommt es durch die schräge 3D Perspektive vor, dass nicht selten daneben geschlagen wird, da der Abstand zwischen der eigenen Figur und dem Monster nicht richtig einzuschätzen ist und das D-Pad nicht für den diagonalen Dauereinsatz geschaffen wurde. Die Integration des Touchscreens ist zudem sehr schlecht gelungen, da Spezialattacken mit dem Stylus ausgeführt werden wollen, wobei das restliche Spiel komplett mit den Tasten zu steuern ist. Steht einem im Mehrspieler Modus ein kompetenter Partner zur Seite, der den eigenen Charakter während der Ausführung schützt, ist das alles nicht so wild. Doch die vom CPU gesteuerten Teammitglieder scheren sich den Teufel um das eigene Wohlergehen. Was bleibt ist ein einziger Knopf um die immer gleichen Attacken auszuführen, wie man sich vorstellen kann, wird das sehr schnell langweilig.

Es ist schade um das verschenkte Potential, denn davon hat FFCCRoF eine ganze Menge. Der kindliche Stil gibt die Zielgruppe klar vor, der erwachsene Gamer findet hier wenig, das ihn fesseln kann. Fans von Action-Adventures sind mit Phantom Hourglass besser aufgehoben, wer Rollenspiele mag, greift eher zu den richtigen Final Fantasy Titeln. Jüngere oder jung gebliebene Spieler, die gerne mal in geselliger Runde ein Modul in ihren DS werfen, könnten vielleicht kurzzeitig ihren Spaß haben.

(Fazit weiter unten)

Wir bedanken uns bei Koch Media für die freundliche Bereitstellung eines Testmusters.

Game Facts

Entwickler: Square Enix 
Publisher: Koch Media
Genrè: Rollenspiel
USK: 6
Pegi: 12+
Multiplayer: 1-4 Spieler
Sprache: Multilingual
Preis: EUR 39,99 / CHF 69,90.-
Website:

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  1. Final Fantasy Crystal Chronicles: Ring of Fates Trailer

5 Kommentare zu “Final Fantasy Crystal Chronicles: Ring of Fates Review / Test”

  1. Levian says:

    Also um auf die Hauptkritikpunkte zurückzukommen:
    Die Steuerung funktioniert fast ausschließlich über die Tasten, nur um Zauber zu wechseln oder einzukaufen benutzt man den Tocuhscreen. Meiner Meinung nach funktioniert das sehr gut.
    Die Grafik finde ich sehr gelungen, die angeblich öden Landschaften sind solide und lenken den Blick nicht beim Kämpfen ab.
    Sound ist okay.
    Spielspaß ist super, denn man kann mit mehreren Charakteren angreifen, Angriffe kombinieren, zudem hat man noch Zauber und auf der R-Taste einen sehr starken Spezialangriff.
    Mehrspieler noch nicht ausprobiert, auch enttäuscht, dass man nicht über Wi-Fi spielen kann.

    insgesamt 8,8/10

  2. rxa says:

    das mit der grafik kann ich nicht nachvollziehen, ich fand sie sehr gut davon könnten sich andere entwickler ma ein stück abschneiden. die lags im multiplayer nerven zwar aber dafür machts mit 2 oder mehr mann spass ohne ende. und das dieses spiel nicht sehr komplex ist sollte klar sein, soweit ich weiss wurde das spiel für “anfänger” entwickelt, leute die noch net so viel erfahrung mit FF haben oder so ähnlich.

    die grafik ist gut, der sound ok, es macht im singleplayer spass (ma von der KI der mitstreiter abgesehen :D) und im multiplayer mit freunden macht das spiel dann richtig spass vor allem die quests

    85% von mir

  3. bastischo says:

    ganz ernsthaft.
    bevor man ein review schreibt, sollte man a) in der lage sein zu spielen ohne zu schielen und b) sein vokabular kennen.
    zum einen habe ich beim mehrfachen durchspielen nicht einmal das problem gehabt, meinen gegner nicht zu trefffen, zum anderen sollte der autor sich mal die definition von vertikal ansehen (diagonal wäre angebracht gewesen).
    Der schwierigkeitsgrad ist im vergleich zu phantom hourglass zum glück nicht ganz so tief (PH war viel zu leicht bis auf wenige puzzles).
    ich würde 70-75 auf solo und bis zu 96 auf multiplayer geben
    sound ist in der englischen version englisch(wurde nicht erwähnt) und die grafik wirkt tatsächlich in 2-3 der etlichen dungeons etwas eintönig.

    zustimmen kann ich nur, dass es mehr ein multiplayertitel, als ein reinblütiges FF ist. Aber genau dafür wurde es doch gemacht oder?

    Das ist mal ne Meinung von jmd. der das Spiel auch intensiv gespielt hat

    PS: Fand die Story sehr kreativ. fängt zwar ala klischee an, ist am ende aber nur dann enttäuschend, wenn man nicht intelligent genug ist sie zu verstehen.

  4. Joerg says:

    Ich hätte auch wirklich gerne drei Freunde, mit denen ich DS zocken kann. Doch das ist wohl eher die Ausnahme als die Regel. An der Story kann ich auch nach mehrmaligem hinsehen bei aller Liebe nichts kreatives erkennen. Natürlich wurde das Spiel für den Multiplayer konzipiert (steht auch so im Test), dann hätte man den lahmen Singeplayer auch gleich weglassen können.

    Stelle euch das mal vor: Online in einer Lobby mit ein paar Freunden treffen und dann wie in Diabolo nach immer besseren Ausrüstungsgegenständen fanden, die sich natürlich im Seltenheitsgrad stark unterscheiden. Ein ordentliches System mit Skills zum aufleveln und der Rest könnte ja größtenteils so bleiben. Es gibt doch genug andere Spiele auf dem DS, die online zu viert spielbar sind, das sollte technisch keine allzu große Herausforderung sein.

    Wenn man schon die ganze Zeit stupide auf einem Knopf rumhämmert, soll sich das Ganze auch lohnen irgendwie. Wenn euch das Game gefällt, freut mich das, es wär ja furchtbar, wenn wir in allem immer übereinstimmen würden. Kein Grund mich persönlich anzugreifen, nur weil du anderer Meinung bist bastischo.

  5. bastischo says:

    Sorry, aber ein paar Kommentare fand ich unberechtigt und hab mich aufgeregt.
    Für den rest bitte ich um entschuldigung.

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