Gerade habe ich mich entschieden darüber beschwert, dass der Every’s Nintendo Channel verspätet in westliche Gefilde übersieden wird. Doch andere Menschen haben mit weit prekäreren Hindernissen zu kämpfen. Die Koreaner zum Beispiel. Die haben nicht nur ein in zwei Hälften geteiltes Land, sondern benötigen auch Nachhilfeunterricht in Sachen Konsolen-Gaming. Nicht was das Online-Gaming angeht. Das blüht dort regelrecht auf und ist dort längst mehr als nur eine kurzlebige Moderscheinung.

Doch die Konsolen haben in dem Land bisher nur schwer Fuß gefasst. Sony und Microsoft konnten sich nicht so recht durchsetzen, bis Nintendo mit dem enorm erfolgreichen DS die skeptischen “Nicht-Online-Zocker” vollends überzeugen konnte. Die portale Konsole brillierte mit eindrucksvollen Verkaufsszahlen in Korea trotz der geringen Konsolen-Affinität.

Doch endlich ist die Wii angekommen, um die koreanischen Spieler zu verzücken. In Seoul wurde heute die zeremonielle Wii-Eröffnungsfeier veranstaltet, woran unter anderem der Nintendo-Präsident Iwata teilgenommen hat.

Was er dazu zu sagen hatte? “We are very sorry to keep you waiting so long”. Der DS hat wohl für einen Strategie-Umschwung gesorgt, so dass der Marktstart für die stationäre Konsole endlich gewagt wurde. Doch in die Skepsis um die Verkaufserlöse mischte sich auch die Sorge um die Piraterie, die besonders auch in China immer wieder umschlägt.

Nichtsdestotrotz freuen wir uns für unsere koreanischen Freunde, dass sie nun auch in das Vergnügen der Konsole kommen. Vielleicht nehmen sich dass die anderen Hersteller zum Vorbild, und wagen sich mit einem auf Korea abgerichteten Marketing-Schachzug auch in das Land. Damit kann endlich das andere Problem beseitigt werden: Wann werden die Grenzen geöffnet? Nicht nur Popper war ein Feind von jeglichen totalitären Auswüchsen.

(via KoreaTimes)

Ähnliche Artikel:

  1. Wii & DS kommen nach Korea
  2. Das Warten hat ein Ende: There’s No Place Like Home
  3. Korea bekommt ein spezielles Tekken Giga Pack
  4. Games Convention Online: Korea und E-Sport sind dabei
  5. Online-Games: In Korea spielt man anders

Schreibe einen Kommentar