Gerhard

Star Trek Conquest Review / Test


Wer von den Star Trek Fans hat nicht schon einmal davon geträumt, eines Tages selbst Captain des wohl berühmtesten Raumschiffes Enterprise zu werden? Die Star Trek TV-Serie ging erstmals 1966 an den Start und endete mit Star Trek: Enterprise 2005. In dieser Zeit wurde die Serie nicht nur zum Kult, sondern auch zur Lebenseinstellung vieler Fans. Besonders die Enterprise Zentrale und die einzelnen Charaktere sind bis heute unvergessen. So waren die größten Schauspielrollen unter anderem Captain James Tiberius Kirk, Commander Spock, Dr. Leonard „Pille“ McCoy und Montgomery „Scotty“ Scott. In den ganzen Jahren sammelten sich unzählig viele Spieleumsetzungen an, die alle eines gemeinsam hatten: Die unvergessliche Star Trek Melodie und das bekannte Weltraum-Setting.

Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung fünf Jahre lang unterwegs ist, um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt, dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

Die Star Trek Lizenz musste schon für viele Genrés wie Egoshooter, Strategie, Adventure und Action herhalten. Der neueste Ableger Star Trek Conquest schaffte es auf die Wii Konsole und übernimmt die allseits beliebte Wiimote Steuerung. Das Spiel ist von der Story her so aufgebaut, dass sich alle größeren Völker im Krieg befinden und allgemein eine sehr hohe Unruhe herrscht. Es gibt weder Diplomatie noch Allianzen. Der Weltraum wird ein Kriegsschauplatz und befindet sich im Ausnahmezustand. Schade ist, dass man keine bekannten Charaktere übernimmt, sondern in die Rolle eines Kapitäns schlüpft. Im Vordergrund steht das Streben nach Macht und das Vernichten von Feinden. Im Grunde klingt das ja alles in Ordnung, allerdings werden dem Spieler nur wenige Happen vor die Füße geworfen. Warum es zu den Unruhen kommen musste wird nicht erklärt. Fängt man ein Spiel des Kalibers an, sollte man normalerweise eine Kampagne vorfinden. Doch wo ist sie nur in dem Spiel versteckt? Zwar gibt an erster Stelle einen Button namens Kampagne, jedoch verbirgt sich dahinter bloß ein stinknormales Spiel ohne richtiger Story, wo die Hauptaufgabe beim Zerstören von Feinden liegt. Weiterhin wird der Spieler einfach so in das Spielgeschehen fallen gelassen, ohne dass man ihn erst an die Hand nimmt. Was man letztendlich tun muss, wird nur im Handbuch verraten.

 

Am Anfang entscheidet man sich für eine von 6 verschiedenen Rassen, die da währen: Breen, Romulaner, Klingonen, Föderation, Dominion und Cardassianer. Jeder der Rassen hat Vor- und Nachteile, die man berücksichtigen sollte. Ist dieser Schritt getan, darf man wählen, gegen wie viele und welche Rassen (1-5) man antritt. Zunächst erinnert der Aufbau der Karte des Weltraumes an ein Brettspiel, was es im weitesten Sinne auch darstellt. Dabei fliegt man von der Hauptbasis aus in verschiedene Sektoren. Man trifft Entscheidungen, baut Anlagen und Verteidigungseinrichtungen und schickt Schiffe in den Kampf, was vollkommen rundenbasiert abläuft. Die Sternensysteme müssen erobert werden und die Gegner ausgelöscht. Insgesamt gibt es 3 unterschiedliche Kampfmodi. Während man bei „Sofort-Kampf“ ohne Wartezeiten das Endergebniss eines Gefechts sieht, steht der Simulations-Modus für Spieler, die nicht selbst Hand anlegen wollen, sondern nur einige Befehle geben möchten. Am interessantesten und spaßigsten ist der Arcade-Modus, welcher dem Spieler den Steuerknüppel in die Hände legt. Mit Nunchuk wird das Raumschiff gesteuert und mit dem Fadenkreuz der Wiimote scharf geschossen. In unserem Test war der Arcade-Modus die beste Vorgehensweise, da man nicht nur Spaß am Kämpfen hat, sondern auch die Gefechte regelrecht einfacher gestalten kann.

Da alle Raumschiffe über unterschiedlich angeordnete Schutzschilde verfügen, sollte man sich auf eine Seite des gegnerischen Schiffes beschränken. Generell sind die Kämpfe untereinander nicht sehr taktisch, aber ausgewogen und schnell, so dass man nie ewig lange warten muss. Da das Spiel von Bethesda kommt, erwartet den Spieler ein gewohnt sehr gutes Kampfsystem, was aber hätte weiter ausgebaut werden sollen, da es auf Dauer zu eintönig wird. Hat man all seine Flotten in der Kampagne dirigiert und alle Heimatplaneten erobert, ist das Spiel auch schon vorbei. Dafür benötigt man je nach Schwierigkeitsgrad in etwa 1-3 Stunden dafür, was letztendlich völlig unter dem Durchschnitt liegt. Zwar liegt nahe, das Spiel mit anderen Rassen zu spielen, doch die Missionen unterscheiden sich nicht voneinander, so dass man das Spiel nochmals in identischer Weise spielt. Neben der Kampagne darf man auch sofort ins Gefecht einziehen, was einen schönen Zeitvertreib für Trekki Fans darstellt.

Technik

Star Trek Conquest ist von der Grafik her recht ordentlich und gibt nette Effekte wieder. Der Sound ist mit klassischer Sci-Fi Musik unterlegt und nervt in keinster Weise. Bei beiden Dingen hätte man aber durchaus mehr herausholen können, da die Wii Konsole zu mehr fähig ist.

 (Fazit weiter unten)

Wir bedanken uns bei Koch Media für die freundliche Bereitstellung eines Testmusters.

Game Facts

Entwickler: Bethesda Softworks 
Publisher: Koch Media 
USK: 12
Pegi: 7+
Multiplayer: 1 Spieler
Sprache: Deutsch
Preis: EUR 29,99 / CHF 48.-
Website: startrek.bethsoft.com

Review Star Trek Conquest  
 
Beschreibung
Steuerung
Der Spieler hat die Möglichkeit selbst zu entscheiden, wie er ein Raumschiff steuern möchte. Die Steuerung geht gut von der Hand und ist sehr angenehm.
Grafik
Ordentliche und zweckmäßige Grafik, die für Wii Verhältnisse durchaus etwas mehr hätte leisten können.
Sound
Typische Musik für das Setting und das Genré, die aber unspektakulär ist.
Spielspaß
Wenig Abwechslung und sich immer wiederholende Schemen trüben den schon ohnehin kurzen Spielspaß.
Sonstiges
+ Star Trek Lizenz… 
- …, die zu wenig genutzt wird
- Keine Langzeitmotivation

67%

Fazit
Mit Star Trek Conquest hat Bethesda viel zu viel Potential verschenkt. Die Kämpfe sind auf Dauer zu eintönig und die Story fehlt fast komplett. Wünschenswert wäre eine vollständige Kampagne mit einer ausgereiften Story gewesen, da sich das Spiel in etwa 1-3 Stunden durchspielen lässt. Eine Langzeitmotivation ist genauso wenig vorhanden wie ein Multiplayer, und so ist das Spiel nur etwas für eingefleischte Trekki Fans, die endlich Star Trek auf der Wii konsole erleben möchten.

Galerie

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Trailer

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