Rennspiele gibt es viele, allerdings nicht für die Wii-Konsole. Möchtet ihr eure Sammlung aufstocken, dann dürft ihr nur aus einer Handvoll an Titeln wählen. Neben Excite Truck und Nitro Bike gesellt sich nun mit Off Road ein weiterer Fun-Racer hinzu, der mit den Lizenz-Autos von Ford daherkommt. Wie der Titel bereits vermuten lässt, dürft ihr eure Autos so richtig schmutzig machen, denn es geht über Rennpisten, die abseits von jeder Straße liegen. Da Sportwagen über Hügel und große Bodenwellen keine Chance haben, kommen die klassischen Geländewagen von Ford und Land-Rover zum Einsatz.
Off Road ist ein weiterer Ableger der beliebten Ford-Reihe, die etwa durch Ford Racing 2 und Ford Street Racing bisher recht erfolgreich war. Auch wenn Ford mittlerweile die Marke Land-Rover an Tata abgetreten hat, ist sie noch immer ein fester Bestandteil des Spieles. Das Spiel ist neben Wii auch für die PlayStation 2, den PC und die PSP erhältlich. So kommt in der Wii-Version die bewegungssensitive Steuerung zum Einsatz, die für das Wii Wheel optimiert wurde.
Bei Off Road habt ihr die Qual der Wahl, denn insgesamt stehen euch fünf verschiedene Modi zur Verfügung, die durchaus eine gewisse Zeit fesseln können. Das Herzstück des Spieles ist die Karriere, bei der ihr neue Strecken und Fahrzeuge freischalten könnt. Wie von den meisten Rennspielen her gewohnt, dürft ihr nur ein begrenztes Budget in eure Neuanschaffung investieren, denn um überhaupt an den Herausforderungen teilnehmen zu können, bedarf es eines fahrbaren Untersatzes. Die Auswahl ist noch recht überschaubar, weshalb ihr nur aus wenigen von insgesamt 18 Fahrzeugen wählen könnt, die alle in der Statistik unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Für den richtigen Look sorgt die richtige Lackierung, die die normalen Standard-Farben zulässt. Habt ihr euch entschieden, seht ihr eine komplette Übersicht der Wettbewerbe bzw. Kurse. Anfangs dürft ihr euch noch in den brennenden Wüstenlandschaften austoben und später durch Wasser und auf Eis fahren. Da bei der Auswahl-Karte eine Art Baumansicht herrscht, müsst ihr nicht ein Rennen nach dem anderen absolvieren, sondern ihr wählt selbst, welches Rennen als nächstes anstehen soll.
Sehr interessant ist auch, dass der Karriere-Modus sehr viel Abwechslung bietet, da es 12 verschiedene Arten von Herausforderungen und Rennen gibt. Ob ein Rennen über drei Runden, ein Duell, K.O, Expedition, Slalom oder gar Goldrausch – Langeweile kommt nicht auf. Je nachdem welchen Platz ihr belegt oder auf welche Art ihr Herausforderungen bestanden habt, winkt euch ein dicker Batzen an Geld, den ihr für neue und stärkere Boliden ausgeben dürft.
Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen
Das klingt alles wie aus einer Bilderbuchgeschichte, doch kommen wir jetzt zu den negativen Seiten des Spieles. Im Menü könnt ihr euch für eine von zwei verschiedenen Steuerungs-Varianten entscheiden. Entweder ihr nehmt die Wiimote wie ein Lenkrad in die Hand und steuert euer Vehikel bewegungssensitiv, oder ihr geht den Kompromiss mit dem Steuerkreuz ein. Letzteres gestaltet sich einen Tick einfacher, auch wenn die Spielbarkeit nicht immer begeistert. Das Spiel ist natürlich keine Simulation, sondern ein purer Arcade-Racer, der sich dementsprechend steuern lässt. Die Fahrzeuge fühlen sich träge an und verhalten sich unglaubwürdig, was sich vor allem bei Crashs mit anderen Fahrzeugen und Kollisionen an Felsen bemerkbar macht. Euer Auto kann nie umkippen, da es der Schwerkraft trotzt. Apropos unrealistisch: Die Autos verfügen über eine Schadensanzeige, die sich nach und nach füllt. Falls ihr auf der Strecke ein Reparatur-Item findet, dann geht damit nicht zögerlich um. Ein Schadensmodell oder gar Veränderungen im Fahrverhalten treten jedoch nicht.
Das Fahrverhalten ändert sich auch bei den bereits angesprochenen Landschaften nicht. Egal ob ihr über Eis schlittert, durch Matsch oder im Wasser fahrt, es macht einfach keinen Unterschied. Die Strecken verfügen über Abkürzungen, die für einen Sieg meist dringend notwendig sind, denn die Gegner sind hartnäckig. An einigen Stellen verhalten sie sich auch äußerst unfair und haben wenig Kollisionen. Ansonsten ist das Streckendesign zu bemängeln. Vielleicht erinnert sich noch jemand an Top Gear Rally für das N64, das einen Haufen toller Strecken und Details bot, selbst spritzenden Matsch. Bei einem Off Road Spiel erwartet man doch gerade solche kleinen Details, die das Spielgeschehen atmosphärisch optimal aufbessern würden. Die Autos glänzen nach einer Fahrt wie frisch poliert, und überhaupt möchte einfach kein richtiges Off Road-Feeling aufkommen.
Das zieht sich natürlich vor allem auch technisch weiter hinaus. Während die PC-Version grafisch gut aussieht, muss die Wii-Konsole wieder ordentlich einstecken. Matschige Texturen und spartanische Effekte ist man bereits von anderen Spielen gewohnt, doch immerhin sind die Autos detailliert in Szene gesetzt worden. Auch hübsch sind die Reifenspuren, die sich nach einer rasanten Fahrt durch das Gelände ziehen. Eine ähnliche Leidensgeschichte ist auch der Sound. Die Motorengräusche sind alles andere als realistisch und die Musik besteht nur aus wenigen Soundtracks, so beschleicht euch zumindest das Gefühl. Die Musik ist nicht besonders spektakulär, passt aber gut zum Spiel.
(Fazit weiter unten)
Wir bedanken uns bei Empire Interactive für die freundliche Bereitstellung eines Testmusters.
| Game Facts | |||
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Entwickler: Empire Interactive |
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| Review | Off Road | |
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Steuerung Ob bewegungssensitiv oder via Steuerkreuz – die Fahrzeuge lassen sich viel zu träge steuern. |
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Grafik Matschige und detailarme Umgebungen sowie langweilige Effekte. Autos hingegen können sich sehen lassen, dafür ohne Schadensmodell. |
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Sound Standardkost, die zum Fahrverhalten passt. Motorengeräusche klingen wie Rasenmäher kurz vor dem Tod. |
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Spielspaß Ob Mehrspielermodus oder Einzelspieler, Langzeitspaß ist garantiert. |
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Sonstiges + Lizenzierte Fahrzeuge - Fahrphysik wie auf dem Mond - Nur für Anfänger geeignet - Spielerisch und technisch unausgereift |
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70% |
Fazit Off Road ist ein typisches Lizenzspiel, das in vielen Bereichen unausgereift wirkt und viel Potential verschenkt. Dinge wie Grafik sind eher nebensächlich, doch das Fahrverhalten der Fahrzeuge ist nicht sonderlich aufregend. Das Streckendesign und die Aufmachung sind zu lasch, doch begeistern kann der Umfang. Off Road ist nicht schlecht, sondern eher für Anfänger und Wenig-Spieler geeignet. Mit den Genré-Assen kann sich das Spiel nicht messen, denn dafür fehlt der Charakter. Sieht man über die negativen Punkte hinweg, dann erwartet euch ein solides Durchschnittsspiel für Zwischendurch. Wer Excite Truck bereits auswendig kennt, sollte einen Blick riskieren. |
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Ach soooo, Dass gibts jetzt auch auf der Wii…. Vor Monaten habe Ich mir die PS2 Version gekauft und Ich finde es wirklich Schwer.. Sobald man eine Kurve nicht richtig Kriegt bin Ich wieder Letzter!
Gibts auch irgendwo Screenshots, wie das Spiel mit den Land Rovern aussieht? Die Bilder hier zeigen ja nur Ford-Modelle.