Replik auf Daily Mail-Artikel


Wir erinnern uns noch an den Artikel der Daily Mail, in dem über die schädigende Wirkung von Mad World für die Wii hergezogen wurde. Das gewaltverherrlichende Spiel schände die familienfreundliche Konsole und würde die makellose Weste unwiederbringlich beschmutzen. Natürlich totaler Quark.

Bruce Everiss, angeblich ein dicker Fisch in der Videospiel-Industrie, hat sich zu diesem weniger einwandfreien Sensationssjournalismus entsprechend geäußert: They really are just trying to sell newspapers with sensationalism because nobody with a brain can be stupid enough to believe what they have written.” Egal ob man ein Hirn hat oder nicht, Menschen, die diesem Medium abwesend gegenüberstehen, werden solch Mythen womöglich Glauben schenken und ihrer Abneigung gegen Counter Strike & Co. wird das nicht gerade abträglich sein.

Außerdem führt Everiss weitere Argumente an, so z.B. dass auch ein DVD-Player ein familienbewahrendes Gut sei, auf dem sich aber ebenso amoralische Inhalte abspielen lassen können, ohne dass dies dem Abspielmedium im Gesamtporträt schade. Und jetzt lassen wir diesen abscheulichen Daily Mail-Bericht in Zukunft bitte unerwähnt.

(via destructoid)

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5 Kommentare zu “Replik auf Daily Mail-Artikel”

  1. Gerhard says:

    selbst die österreichische qualitätszeitung presse berichtet recht reisserisch online darüber. titel: “die brutale familienkonsole”; weiters steht, es wäre das erste blutige game für wii… schlimm…

    http://diepresse.com/home/techscience/hightech/406784/index.do?gal=406784&index=1&direct=&_vl_backlink=/home/index.do&popup=

  2. er says:

    zum einen bin ich einigermaßen über die oberflächliche berichterstattung der presse überascht. aber reißerisch würd ich das nicht nennen, eher … nunja oberflächlich.
    in österreich ist gewalt in medien kein sehr großes thema und solche daher ist es auch (noch?) nicht so brisant ein game als “gewaltspiel” zu bezeichnen.

  3. Simon says:

    Die breite Öffentlichkeit und vor allem auch die “normalen” Medien sind sich die Berichterstattung über das neue Medium Spiele halt noch nicht gewöhnt. Während man den einen Blättern durchaus reisserisches Vorgehen unterstellen darf, erkennt man bei anderen oft einfach blanke Naivität. Als Spieler merkt man immer sofort, ob der Autor Spiel / Konsole kennt oder sich nur im Rahmen der ‘Recherchen’ ein paar Szenen hat zeigen lassen.

  4. Joerg says:

    Guter Punkt Simon, Spiele sind eigentlich nur dann einen Bericht wert, wenn sie mal wieder zu brutal sind. Oder hat etwa schon jemals eine nicht-Spiele-Zeitung darüber berichtet, was für tolle Charaktere es in XYZ gibt?

  5. D.U.M says:

    Lol, was für schwachmaten die tun ja so als ob dies das aller erste gewaltspiel der welt wäre … ist doch egal ob es gewalt beinhaltet so wird die wii wenigstens ihren familienfreundlichen baby gehabe ruf los.

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