Aug 292008
 

EA hat ein Problem, ein ganz ganz großes Problem – den Handel mit gebrauchten Spielen nämlich. “I’d actually make the point that for us second-hand sales is a very critical situation, because people are selling multiple times intellectual property,” gab der Europachef Jens Uwe Intat von EA zum Besten.

Und er hat auch bereits eine Idee, wie man diese hoch kritische Situation in den Griff bekommen könnte: “What we’re trying to do is build business models that are more and more online-supported with additional services and additional content that you get online. So people will see the value in not just getting that physical disc to play at home alone, but actually playing those games online and paying for them.”

Aha: Zusätzliche Online-Dienste und Online-Inhalte sollen die Spieler also dazu verleiten, online zu gehen und dafür zu löhnen. So erkenne der geneigte Spieler den Wert darin, die Disk nicht zur zu kaufen, sondern diese Spiele auch online zu spielen und dafür zu bezahlen. Das werden wir alle auch sofort tun. Schließlich machen ja die Online-Inhalte das Spiel aus, oder nicht?!

Der Gebrauchtwarenhandel mit Computerspielen sei darüberhinaus natürlich nicht mit dem Gebrauchtwarenhandel anderer Dinge vergleichbar, da sich Computerspiele im Gegensatz zu anderen Gegenständen nicht abnützen. Stimmt schon: Ich kann mir ein gebrauchtes Buch kaufen und es Jahrzehnte später noch immer lesen. Ob Computerdiscs nach Jahren noch lesbar sind, ist die Frage. Und wer interessiert sich in 10 Jahren schon noch für FIFA 2006?

Wie dem auch sei. Um in solch kritischen Situationen einen kühlen Kopf zu behalten empfehlen wir…

(via Gamesindustry, SeniorGamer)

  • http://www.andersdenkend.com elend

    EA, immer für einen Spaß zu haben. :-)

  • Jimbei

    Tja, EA, sorry, aber eure Games will nun mal niemand haben, deswegen verkauft man sie sofort oder kauft sie sich nur gebraucht. So sieht die Realität aus, kommt damit klar.

  • Fraesh

    tja meine lieben EA games, leider gibt es immernoch haushalte in denen zu langsames bzw gar ein internet vorhanden ist ^^ ich zb habe DSL 368 und alle 3D spiele laggen ungeheuerlich beim online vergnügen ^^ tja, schlechte idee meine lieben…

  • Simon

    Lustig, dass gerade EA das sagt. Genau deren Sportspiele verlieren doch durch die jährliche “Update”-Taktik so schnell an Wert wie kaum eine andere Franchise.

  • mx5_alex

    Würde EA mal den Wiederspielwert ihrer Spiele erhöhen, würde bestimmt einige die Spiele nicht verkaufen! Aber so.
    Ich kauf sie mir erst gar nicht! Die meisten EA Spiele sind echter Schrott und nur ein Aufguss vom Vorjahr!

  • Sonic7

    Jep denn nach ca 6Monaten Kosten die die Haelfte!! Ich weiss schon jetzt das ich zb Skate It *Wii* nach ca 6 Monaten Kaufen werde so habe Ich es bei der 360 Version auch gemacht.

  • toryu

    vielleicht sollten sich die spiele vielleicht etwas mehr unterscheiden? jährliche updates verleihten ja gerade zum weiterverkauf (nach spätestens einem jahr…)

    nun gut zum glück hat ea für mich eh nciht viel mit spielen zu tun ^^

  • Zis

    Dieser Halbseitensponk kann froh sein, wenn unsereiner sich tatsächlich so sehr für ein Spiel interessiert, dass er die Spiele, wenn er sie sich schon nicht neu und direkt beim Launch leisten kann, wenigstens gebraucht im Original haben möchte anstatt sie sich von vornherein online geklaut runterzuladen.

    Zwar verdient EA in beiden Fällen, beim Klau wie beim Second Hand Kauf, nicht direkt mit.
    Ich finde aber, dass es ja wohl ein Unterschied in der Gesinnung des Spielers ist, ob er bereit ist, sich das Original zu kaufen, oder ob er es von vornherein in einem Emulator spielt etc.
    Es gibt ja eben auch eine Menge Leute, die sich ein Spiel nach dem anderen kaufen, weil sie wissen, dass sie später einen Teil des Preises wieder reinholen und in neue Games anlegen können. Und auf der anderen Seite gibt es arme Schweine, die sich die Konsole z.B. zulegen, weil sie abwärtskompatibel ist und man immerhin trotz kleinem Budget die alten Spiele spielen kann. Und so verdienen die Firmen dann eben doch an Weiterverkäufen.

    Das ist echt so als würde man sagen, dass jemand seine Möbel nicht weiterverkaufen darf, weil der Hersteller da nicht mitverdient.
    Und btw, wenn man mal auf Amazon oder Ebay so schaut, was beispielsweise Fifa 2006 für den DS im Moment gebraucht einbringt (im Schnitt um die 8-10 lausigen Kröten), dann sieht man ja, wieviele Millionen der armen Firma durch die Lappen gehn…
    Sieht ganz so aus, als würden sich einige geistige Besitztümer eben doch “abnutzen”. (*hust*Lizenzmüll*hust*)

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