Wer Leser der Financial Times Deutschland ist, wird sich vermutlich immer wieder verwundert am Kopfe kratzen, dass Nintendo es so oft in die Schlagzeilen der von rosaroten Farbtönen angehauchten Zeitung schafft. Ständig wird man mit Erfolgszahlen und durchweg positiven Bilanzresultaten gefüttert. Durch den einschlagenden Erfolg der Wii und des Nintendo DS scheint das Unternehmen von gesunder Statur zu sein, und kann sich dementsprechend mit in die Höhe gewuchteten Zahlen brüsten.
In einem Artikel der Financial Times wurde nun publik, dass das japanische Spitzenunternehmen im Unterhaltungssegment hochgradig profitabel zu Werke geht. Der durchschnittliche Angestellte habe im Jahr mehr für die Firma erwirtschaftet, als ein Mitarbeiter von Goldman Sachs (eine sicherlich finanzkräftige Investment-Bank) im Jahre 2007. Auch der die Welt umkreisende Google-Konzern wird hinsichtlich dieses Gesichtpunktes bei weitem überholt. Um es in nackten Zahlen kundzutun. Die Zeitung taxiert die Zahl auf 1.6 Millionen Dollar pro Mitarbeiter in diesem Jahr.
Auf diese Zahlen begünstigend wirkt die Tatsache, dass Nintendo bestimmte Geschäfstätigkeiten auslagert, weswegen eben so viel Geld mit vergleichsweise wenig Mitarbeitern fabriziert werden kann. Die FT nennt als Beispiel das von externen Entwicklerstudios “herausgeputzte” Mario Party. Bei den derzeitigen Hiobsbotschaften im kränkelnden Finanzbereich kann man ja direkt frohlocken, dass es noch vor Gesundheit strotzende Kraftpakete gibt – umso besser wenn es sich hier um Nintendo handelt.
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