Jörg

Neidisch auf ‘Little Big Planet’? ‘Boku’ könnte es locker in den Schatten stellen


Gut, der Vergleich hinkt total. Aber um euch zum Lesen des Artikels zu bewegen, muss eben ein wenig mit aktuellen Themen kokettiert werden.

“Was ist Boku?” fragt ihr euch jetzt sicher. Ganz einfach, “eine visuelle Programmiersprache speziell zum erstellen von Spielen.” Das Ganze ist so konzipiert, dass auch Kinder leicht Zugang finden und es von jedem genossen werden kann. Die Bedienung erfolgt komplett mit dem Joypad. Der Kern des Projekts ist das User Interface, die Sprache ist simpel und basiert komplett auf Icons. Programme bestehen aus Seiten, diese sind aufgebrochen in Regeln, welche weiter in Konditionen und Aktionen unterteilt sind. Konditionen werden simultan evaluiert.

Die Boku Programmiersprache ist spezialisiert auf vereinfachte Szenarien aus Spielen. Programme werden ausgedrückt in physikalischen Begriffen mit Konzepten wie sehen, hören und Zeit Charakter Verhalten zu kontrollieren. Auch wenn Boku nicht so breit gefächert wie die klassischen Sprachen ist, lassen sich fortgeschrittene Spielkonzepte in einer einfachen, direkten und intuitiven Art umsetzen.

Soweit die Beschreibung direkt von Microsoft, doch was bedeutet das nun genau?

Das ganze Konzept basiert darauf, Kindern einen einfachen Zugang zu einer Programmiersprache zu gewähren. Doch es wird wohl darauf hinauslaufen, dass alle Menschen, die nie die Zeit oder Lust hatten C++ zu lernen, nun unter die Spieldesigner gehen können. Die Grenzen dafür sind natürlich um ein Vielfaches enger in einer so simplen Sprache, allerdings wurde einem der Einstieg auch noch nie so einfach und optisch ansprechend gemacht. Kinder könnten so schon in jungen Jahren mit der Materie vertraut gemacht werden und so bereits im Alter von sechs statt Feuerwehrmann den Berufswunsch Gamedesigner ganz oben auf ihre “Was willst du werden wenn du groß bist” Liste setzten.

Was es aber auch bedeutet, ist eine weitere Liberalisierung des Spielemarktes, was derzeit ohnehin schon durch Independent und Homebrew Entwickler stattfindet. Und je mehr Menschen Zugang zu dieser einstmals nur den absoluten Geeks vorbehaltenen Domäne erhalten, desto mehr Raum für innovative Konzepte wird es auch geben. Boku ist ein riesen Schritt in diese Richtung, sofern es die oben genannten Features auch perfekt an den Mann bringen kann. Wie vielfältig die Ergebnisse ausfallen, zeigt der kurze Zusammenschnitt im Video unten. Bisher ist noch nicht bekannt, in welcher Form die Veröffentlichung stattfinden wird.

(via microsoft-research und gamasutra)

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6 Kommentare zu “Neidisch auf ‘Little Big Planet’? ‘Boku’ könnte es locker in den Schatten stellen”

  1. eichohrkatze says:

    Also so wie ich es verstanden habe, bietet das “Spiel” 20 verschiedene vorgefertigte Figuren die man immer wieder anders anordnen und mit einer kleinen Routine versehen kann, so dass sie zbs. auf einem scheissen wenn man nahe dran ist!

    Wenn man auch ganz eigene Formen und Figuren kreieren dürfte, würde es mich interessieren!

    Wenn ich zbs. einen großen Kugelfisch als Endgegner möchte und keiner erstellbar wäre, würde es mir schnell langweilig werden!

  2. eichohrkatze says:

    äh ich meinte natürlich schiessen.. schiessen!

  3. Sebastian says:

    lol… da mach ich ein Screenshot von!

  4. Chal says:

    You fail Microsoft.
    Das ist keine Programmiersprache, sondern ein ganz normaler Maker, wie man sie überall im Netz findet.
    Trotzdem ist er interessant, da kein anderer Maker solche technischen/grafischen Fähigkeiten bietet.

  5. Hans says:

    Extrem lächerlich so einen Mist mit LittleBigPlanet zu vergleichen.
    Aber naja, typisch Microschrott. Immer alles schlecht kopieren von der Konkurrenz und selbst nie etwas entwickeln. So erbärmlich.

  6. Diesen Vergleich habe ich gezogen, nicht Microsoft. Steht sogar im ersten Satz. Und dieser “Mist” ist die Brücke zwischen denen, die nicht programmieren können und sich vielleicht mit der nächst höheren Stufe (XNA) eines Tages beschäftigen wollen, ein Trainingstool wenn du so willst.

  7. [...] zu geben. Es sei an dieser Stelle nochmals erwähnt, dass ich den Vergleich zu Little Big Planet damals nur gezogen hatte, um Aufmerksamkeit zu erhaschen. In LBP lassen sich mit den verfügbaren Tools lediglich neue Level [...]

  8. [...] zu geben. Es sei an dieser Stelle nochmals erwähnt, dass ich den Vergleich zu Little Big Planet damals nur gezogen hatte, um Aufmerksamkeit zu erhaschen. In LBP lassen sich mit den verfügbaren Tools lediglich neue Level [...]

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