Gerhard

Deadly Creatures: Kauft es! Sonst gibt es wieder Minispiele!

von Gerhard am 12. Januar 2009 · 8 Kommentare

Bereits am 13. Februar erscheint das einzigartige Wii-Game Deadly Creatures. Dessen Lead Designer Jordan Itkowitz gab ein Interview und sprach dabei recht deutliche Worte.

Warnung des Gesundheitsministers: Diese Kreaturen könnten tödlich sein
Warnung des Gesundheitsministers: Diese Kreaturen könnten tödlich sein
Im Interview meinte Itkowitz, dass THQ (auch für De Blob verantwortlich) unbedingt ein weiteres Spiel für Wii bringen wollte und von Anfang an das Konzept hinter Deadly Creatures unterstützte. Dabei erwähnte er auch, dass sowohl Fans als auch die Presse längst mehr Core-Spiele für Wii fordern. Diese hätten die vielen Minispiel-Compilations mittlerweile nämlich satt. Was Deadly Creatures betrifft, seien die Rückmeldungen bisher durchwegs positiv. Geht es nach Itkowitz, sollte sich dies auch in den Verkaufszahlen niederschlagen. Fallen diese nicht entsprechend gut aus, dann müsse man sich wieder an das Programmieren von Minispielen machen. Wörtlich sagte er: “I hope people vote with their dollars in February so we can make some more. Otherwise, it’s back to mini-games.”

Was die Verkaufszahlen von Deadly Creatures betrifft, ist sich Itkowitz unsicher. Er hofft zwar, dass das Spiel sein Publikum findet, aufgrund der Verkaufszahlen anderer Core-Games könne man da bei Wii nicht ganz so sicher sein. Neben Zelda und Mario fallen ihm nur noch Okami, Resident Evil 4, Boom Blox und No More Heroes als Wii-Core-Games ein.

Komm und hol mich!
Komm und hol mich!

Diesen Mangel an “kernigen Spielen” führt Itkowitz einerseits auf den großen Erfolg Nintendos mit Spielen wie Wii Sports und Wii Play zurück. Andererseits gibt er auch den Publishern die Schuld, welche anfangs abzuwarten schienen, wie sich alles entwickeln würde. Die Aufgabe sei es nun, die neu gewonnen Causal- und Non-Gamer dazu zu bewegen, neue Genres und Spielerfahrungen erforschen zu lassen. Mit De Blob und natürlich Deadly Creatures sei THQ auf einem guten Weg, dass dies gelinge.

Deadly Creatures soll dabei keinen Spieler ausschließen und Gamer behutsam in das Spielgeschehen einführen. Dieses bietet bereits in den ersten 5 Minuten Kämpfe, ungewöhnliche Perspektiven und am Ende einen Bossfight. Das alles garniert mit einem langsam ansteigenden Schwierigkeitsgrad. Im Laufe des Spiels wird man genretypisch neue Fähigkeiten und Goodies erhalten, welche die Motivation weiterzuspielen hoch halten sollen. Schließlich sei Deadly Creatures ein Spiel, welches durchgespielt werden will. “Ultimately we’d love it if some of those new players are able to play through the entire game. It’s been built to be finished.”

Wahrlich tödliche Kreaturen
Wahrlich tödliche Kreaturen

Jordan Itkowitz scheint mir ein sympathischer Kerl zu sein, der den Mund nicht zu voll nimmt. Das ungewöhnliche und frische Setting des Spiels hat durchaus seinen Reiz. Stimmt die technische Umsetzung und hat das Spiel eine einigermaßen gute Story, dann könnte Deadly Creatures durchaus zum Pflichtkauf avancieren. Die Videos zum Spiel machen jedenfalls definitiv Lust auf mehr!

Trailer:

Weitere Einblicke in das Spiel:

(via MTV Multiplayer)

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{ 1 Trackback }

High Voltage Software & THQ: Was The Conduit und Deadly Creatures gemeinsam haben » gamgea.com
8. Juli 2009 um 12:07

{ 8 Kommentare… lese sie unten oder schreibe selbst einen }

1 Stefan 12. Januar 2009 um 20:41

Immer wenn ich von diesem Spiele lese, wundere ich mich, dass Designer glauben, mit diesem Szenario (Ekelviecher gegen Ekelviecher) eine besonders große Käuferschicht anzusprechen. Mich persönlich stößt es eher ab, und ich bin ein Core-Gamer. Wie soll es dann erst Casual-Spieler ansprechen?!
Ich prophezeie diesem Spiel, wie ich es übrigens auch bei “The Conduit” mache und bei “Disaster” gemacht habe, schlechte Verkaufszahlen.
Und überhaupt: Nur weil alle heiligen Zeiten mal ein Nicht-Minispielesamlung-Spiel herauskommt, ist es lächerlich, allen ernstes zu verlangen, dass es gekauft werden muss, damit mehr Core-Spiele herauskommen. Produziert gute, und vor allem auch grafisch ansprechende, Spiele, dann werden sie auch wahrscheinlicher gekauft. Ich will auch keine Umsetzung von PS3- oder XBOX360-Spielen. Sobald ich eine grafisch bessere Version gleichen Inhalts sehe, möchte ich, auch wenn ich keine andere Konsole besitze, die Wii-Version einfach nicht haben. Die ist dann nämlich zweite Wahl, und daran müsste ich beim Spielen immer denken.

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2 Gerhard Rohrer 13. Januar 2009 um 07:40

“Produziert gute, und vor allem auch grafisch ansprechende, Spiele, dann werden sie auch wahrscheinlicher gekauft. Ich will auch keine Umsetzung von PS3- oder XBOX360-Spielen.”

Grafisch finde ich das Spiel bis jetzt sehr ok. Und wer sagt, dass es nicht auch gut sein soll? Und: Es ist Wii-exklusiv! Und weshalb mal nicht als Skorpion durch die Lande ziehen?

Ein Spiel mit einer frischen Idee: “Wer soll sowas kaufen?”
Ein “Standardspiel”: “Immer das selbe = altbacken!”

Wie denn nun?

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3 Stefan 13. Januar 2009 um 09:04

Das Spiel hat wohl frische Ideen, das will ich ihm gar nicht absprechen. Aber eine frische Idee ist nicht per se eine gute Idee/Designentscheidung. Ich denke nicht, dass das Gros der Spieler sich mit einer Spielfigur identifizieren möchte, vor der ihnen graust. Dagegen ankämpfen, ok, aber selber spielen?

Mit der Grafik habe ich mich nicht auf Deadly Creatures bezogen, sondern auf die Parallelentwicklungen für mehrere Konsolen. Wenn man sich zB die aktuellen Ghostbusters-Screenshots ansieht, dann sind das doch frappierende Unterschiede. Und in diesem Moment fange ich an, zu vergleichen, und hätte natürlich gerne die realistisch aussehende Version anstelle der “die Polygone haben um Haaresbreite dafür gereicht, einzelne Finger zu modellieren”. Spiele müssen, um mich anzusprechen, nicht jede Falte im Gesicht darstellen, aber sie müssen in sich stimmig wirken, und nicht wie eine lieblose PS2-Umsetzung aussehen. Zack & Wiki, Okami, Wario Land oder No more Heroes sind Beispiele dafür, stylisch, stimmig, grafisch aber sicherlich nicht sooo aufwändig. Und das die Wii mehr kann als das triste Disaster darzustellen, zeigt Super Mario Galaxy, ja sogar Super Mario Sunshine konnte das, und das ist nun schon 7-8 Jahre alt.
The Conduit zB hat für Wii-Verhältnisse vielleicht eine tolle Grafikengine, aber sieht von Style her trotzdem wie ein 08/15 PC-Shooter aus. Metroid im Gegensatz dazu ist stimmig, und kitzelt sicherlich auch nicht das letzte aus der Konsole.
Na gut, genug gewettert in diesem wirren Post. Die Zeit wird hoffentlich zeigen, dass ich mich irre, und wider meiner Erwartung doch viele Spieler von Deadly Creatures angesprochen werden und es sich kaufen. Denn eine Ekelviecher-Minispielsammlung ist sicher noch viel weniger erfolgreich…

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4 Klaus Schneider 13. Januar 2009 um 09:53

Da kann ich Stefan nur anerkennend zunicken.

Als ob der Dalai Lama tot wäre, und man hinter jeder Gesichtsfassade eines Jünglings den neuen Buddha wittert.

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5 Gerhard Rohrer 13. Januar 2009 um 11:24

:-) Wittern tue ich gar nichts, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

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6 lobo 14. Januar 2009 um 14:23

Laut Umfrage bei ign.com warten gerademal 2,4% auf dieses Spiel.
Ich selber werde es mir auch nicht zulegen, zumindest soweit ich es bis jetzt beurteilen kann.

Sehr gefährlich finde ich diese Aussage des Entwicklers.
Anstatt jetzt zu überlegen, ob sie nicht lieber wieder Minigames machen sollen, hätten sie einfach im Vorfeld die Marktchancen ihres Spieles objektiv einschätzen müssen.

Es ist bedauerlich, aber als Wii Besitzer hat man oft nur die Wahl zwischen nicht ansprechenden “Core” Games und gerademal mäßigen Spielesammlungen.

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7 Gerhard Rohrer 14. Januar 2009 um 14:38

Das haben sie auch sicher gemacht. Das hat auch Capcom mit Okami sicher gemacht als auch Activision mit CoD. Und was hat es genützt? Nichts.

Ohne ein “Fit”, “Sports”, “Fun” oder “Mario” im Gametitel gibts auf Wii scheinbar auch keine Verkäufe…

Aber mal erste Reviews und Verkaufszahlen abwarten.

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8 lobo 15. Januar 2009 um 10:50

Kann mir kaum vorstellen, dass sie es gemacht haben.
Die 2,4% hätten sie auch schon ne ganze Weile vor der Entwicklung herausfinden können…

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