Jan 132009
 

Weit und breit keine Prinzessin zu sehen...
Weit und breit keine Prinzessin zu sehen...

Ich besitze keine PS3 und plane eigentlich auch nicht, mir in naher Zukunft eine zuzulegen. Doch was Metal Gear Solid 4, LittleBigPlanet, Resistance 2 und Uncharted nicht bewerkstelligen konnten, vermag nun ein Game vom relativ kleinen Independent-Entwickler Titan Studios. Fat Princess weckte mein Interesse, wird allerdings nur als Download für das PlayStation Network erhältlich sein und ist ein reiner Mehrspieler-Titel. Die drei Videos von der CES ’09 (nach dem Klick) sehen sehr vielversprechend aus und treffen genau meinen Nerv. Fat Princess verbindet Gameplay-Elemente aus Castle Crashers, einem x-beliebigen RTS und Team Fortress 2. Klingt ein wenig verrückt? Ist es auch.

Zwei Teams (rot und blau), jeweils 16 Spieler, befinden sich Mitten in einer wüsten Schlacht. Die Genossen können alle von Menschen gesteuert werden (also maximal 32 User online), übrig gebliebene übernimmt gerne auch der Computer. Im eigenen Schloß stehen fünf unterschiedliche Gebäude, die unaufhörlich Mützen produzieren. Schnappt euch eine davon und euer Charakter nimmt die Fähigkeit einer der fünf Klassen an (ähnlich wie bei Team Fortress 2): Schwertkämpfer, Bogenschütze, Zauberer, Priester und Arbeiter. Die Fähigkeiten sind ziemlich offensichtlich und bedürfen keiner Erklärung. Schaut euch hierfür die Videos an. Lediglich der Arbeiter sollte kurz erwähnt werden: Er kann zwei Sorten von Ressourcen sammeln (Stein und Holz) und damit die Basis ausbauen (RTS). Jedes Gebäude kann von ihm verbessert werden. Türen verhindern den unbefugten Zutritt der Basis, Katapulte schleudern Krieger schneller auf das Schlachtfeld und so weiter. Der Kampf findet wie bei einem Beat ‚em Up in Echtzeit statt (Castle Crashers).

Was es mit der fetten Prinzessin auf sich hat

Was das jetzt mit einer Prinzessin zu tun hat, fragt ihr euch sicherlich. Nun, sie ist der Ausgangspunkt der Streitereien. Die verfeindeten Parteien haben jeweils die des Anderen gekidnappt und halten sie in der Burg gefangen. Um dem Gegner die Rettung zu erschweren, kann die holde Maid mit Kuchen gefüttert werden. Sie wird immer fülliger und gewichtiger – das dürfte den Namen erklären. Dazu gesellt sich eine wunderbare Optik, die ähnlich wie beim XBLA-Hit Castle Crashers dicke fette Bonuspunkte im Charme-Kompartiment verbucht.

Auch wenn ich prinzipiell solchen Massenansammlungen von Menschen in einem Spiel nichts abgewinnen kann, gefallen mir vor allem die Mischung und nahtlose Integration der verschiedenen Genres. Wer weiß, ob es sich im Endeffekt so lustig spielt, wie es den Anschein erweckt. Das Potential dazu hat es aber allemal. Natürlich rechtfertigt ein einzelner Titel nicht den Kauf eines so teuren Systems. 2009 gesellen sich aber sicher noch weitere Must-play Kandidaten dazu. Dann bräuchte ich aber immer noch einen Haufen Freunde…

Hidden Text