Mrz 042009
 

Mindestens vier der abgebildeten Hefte besitze ich auch!
Mindestens vier der abgebildeten Hefte besitze ich auch!

Nicht jeder von euch wird sich noch an die glorreichen Achtziger und Neunziger erinnern, in denen Magazine wie Video Games und Man!ac die einzigen Quellen für Informationen rund um unser aller Lieblings-Hobby waren. Aber diejenigen, die es tun, werden sich nur allzu gut an die Vorfreude und die zahllosen anderen Gefühle entsinnen, wenn man sabbernd über aktuelle Spiele lesen durfte, die man sich unmöglich alle vom schmalen Taschengeld kaufen konnte.

Der Journalisten und Buchautoren René Meyer ist kein Unbekannter in der „Szene“. Bereits auf der Games Convention 2007 stellte er seine Sammlung Telespiele aus den Jahren 1972 bis 2007 aus, welche die weltgrößte ihrer Art ist und schaffte es damit ins Guinness Buch der Rekorde. Auch seine Privatsammlung von Büchern und Zeitschriften über Computer- und Videospiele ist wahrlich kein Pappenstiel. Aus den mehreren hundert Jahrgängen Magazinen aus seinem Besitz stellt er die reizvollsten Hefte auf der Leipziger Buchmesse vom 12. bis 15. März 2009 aus.

Wem Namen wie ASM, Power Play, Happy Computer und 64er geläufig sind, der sollte sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen. Es gibt unter anderem rare Erstausgaben von Magazinen wie CHIP (1978), Telematch (1983) und c’t (1983) zu sehen, auch amerikanische Zeitschriften sind vertreten. Ausgestellt werden weiterhin:

„Romane und Comics zu Videospielen, Handbücher und originelle Kartoninhalte, Artwork- und Making-of-Bücher sowie die in den achtziger Jahren verbreiteten Bücher mit Quelltexten von Programmen zum Abtippen.

Das wertvollste Ausstellungsstück ist die legendäre Januar-Ausgabe 1975 der amerikanischen Popular Electronics. Sie stellte den ersten Home Computer vor, was zur Gründung von Microsoft und vieler anderer IT-Unternehmen führte.

Ein Abschnitt beschäftigt sich mit der Literatur über Computer und Spiele aus der DDR. Obwohl kaum eine Privatperson einen Computer besaß, war dem Arbeiter- und Bauernstaat sehr an einer technischen Ausbildung der Bevölkerung interessiert. Sogar im staatseigenen Militärverlag wurden Programmierbücher herausgegeben.“

Wer wie ich seine alten Magazine unmöglich wegwerfen kann (mein persönlicher Besitz dürfte so um die 300 Heften umfassen) und so verrückt ist, auch heute noch neue Magazine die sich mit alten Spielen beschäftigen zu kaufen (Lesetipp: retro GAMER), für den dürfte hier ein kleiner Traum in Erfüllung gehen. Ob man allerdings die Hefte nur von außen betrachten darf oder auch in ihnen blättern, wird in der Meldung leider nicht erwähnt. Die Ausstellung ist auf alle Fälle sowohl vom Umfang als auch von der Idee her eine super Sache. Hier kann jeder hautnah die Ursprünge der heutigen Online-Magazine erspüren, ohne die es uns nicht geben würde. Geht es euch nicht auch so, dass ihr von Zeit zu Zeit auf den Speicher oder in den Keller geht, um voll bittersüßer Nostalgie die Reviews der Lieblingstiteln aus eurer Jugend zu lesen?

» Die komplette Pressemeldung
» Homepage von René Meyer

Hidden Text
  • Ach es ist schon soo lang her! Die Video Games war aber eigentlich schon die beste Zeitschrift :D

    Gelesen habe ich regelmässig:
    Video Games, Total, PC Joker

    hähä cool!

  • schade, dass leipzig so weit ist! :-(

    …habe anfang der neunziger auch alles gelesen, von der man!ac, über mega fun und sega magazin später hin zu kurzzeitigen erscheinungen wie der next…dürften auch um die fünfhundert hefte mittlerweile sein…

    habe auch noch die erste ausgabe der man!ac mit autogrammen der redakteure…oh gott, bin ich ein nerd…;-)