Im japanischen Osaka geht das Bildungssystem mit der Zeit: An insgesamt 10 Grund- und weiterführenden Schulen wird der Nintendo DS als verbindliche Lernhilfe fest in den Unterricht integriert. Die Schüler sollen durch Lernsoftware wie Sprach-, Schrift- und Mathematik-Spiele den Schulstoff vertiefen und an neue Lernmethoden herangeführt werden können. In Japan ist wohlgemerkt eine enorme Bandbreite solcher Software erhältlich – die in unseren westlichen Gefilden erhältlichen “Brain-Trainer” und Sprachcoaches sind nur eine verschwindend geringe Auswahl aus dem Repertoire.
Skeptiker bemängeln, dass ein Spiel kein Ersatz für ein Schulbuch darstellt – was korrekt sein mag, jedoch sollte man nicht vergessen, dass es sich beim Großteil besagter Lernsoftware nicht um Spiele, sondern um gezielte Übungen und teils um sozusagen interaktive Schulbücher handelt. Zumal Fleiß und Motivation bei jungen Schulkindern um ein Vielfaches einfacher zu fördern sein dürften, wenn sie sich mit einer spielerischen Umgebung wie einem Handheld auseinandersetzen können. Somit könnte die Integration eine durchaus sinnvolle Ergänzung beispielsweise zu Hausaufgaben sein. Die Schulbehörde in Osaka gab grünes Licht, und so werden ab Januar 2010 den Schulkindern die Geräte ausgestellt. Nur: Was der japanische Steuerzahler wohl dazu zu sagen hat?
(via japanator)
Ähnliche Artikel:
RSS Feed
Twitter









Weitere Artikel mit diesen Stichworten (Tags):