Apr 012009
 

1. Kein Mittel zu Schade: CSU-Politiker stellt Games auf eine Stufe mit Kinderpornografie
(golem.de)
Anders als mit Fanatismus kann man den gegenwärtigen Kampf einiger CSU-Politiker gegen “Killerspiele” und Games im Allgemeinen nicht bezeichnen. In einer Pressemitteilung hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann die Spielebranche mit Kinderschändern und Drogendealern gleichgestellt. Es handle sich um “Tötungstrainingssoftware“, die nicht nur für Amokläufe, sondern allgemein Jugendgewalt verantwortlich sei. Sein Kollege Horst Seehofer, Ministerpräsident des Freistaates Bayern, war schon bei der Verleihung des Deutschen Videospielpreises abwesend, obwohl er eigentlich den Preis hätte überreichen sollen. Einmal mehr ein Beispiel für Ignoranz und Pauschalisierung: Schliesslich war kein einziges jugendgefährdendes Spiel nominiert.

2. Ken Block ist das neue Gesicht für Colin McRae: DiRT 2
(mediabiz.de, benötigt Login)
Vor zwei Jahren ist die Rally-Legende Colin McRae bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen. Codemasters nutzt den Namen McRae aber weiterhin für Rally-Produkte, konkret DiRT 2, das Ende Jahr für PC, PlayStation3, Xbox 360 sowie Wii, Nintendo DS und PSP erscheint. Neu ist hingegen das Gesicht für die Werbung: Ken Block heisst der amerikanische Rennfahrer, den wir in Zukunft in solchen Videos bewundern dürfen.

3. Lesestoff rund um eGame-Advertising
(bvdw.com)
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat eine 40-seitige Broschüre rund um eGame Advertising veröffentlicht. Die Broschüre enthält Begriffsdefinitionen, zeigt Möglichkeiten von Werbung rund ums Game auf und präsentiert Preismodelle sowie Arten der Kontaktmessung. Das erarbeitete Papier steht gratis zum Download bereit – weitere Erläuterungen gibt es an der Munich Gaming, die von heute bis Freitag stattfindet.

4. EA bietet ein Tool gegen das eigene DRM
(edge-online.com)
EA hatte in der letzten Zeit viel mit seinen Kopierschutzmassnahmen zu kämpfen. Spore, Mirror’s Edge, Crysis Warhead – alle lassen sich nur auf einer begrenzten Zahl an PCs installieren. Das stösst vielen Usern sauer auf, weshalb das Unternehmen jetzt ein Tool veröffentlicht hat, mit dem man sich gegen die von EA selbst eingesetzte DRM-Lösung helfen kann. Das De-authorization Management Tool bietet zwar immer noch nicht die freie Wahl, man kann damit aber immerhin einen PC vom Game “befreien”, so dass eine Neuinstallation anderorts möglich wird. Eine Liste von betroffenen Games findet sich auf activate.ea.com.

Analysis: The 5 Major Trends Of GDC 2009
(gamasutra.com)
Chris Remo von Gamasutra analyisert nach der Game Developers Conference die fünf wichtigsten Trends. Kurzdurchlauf: 1) Die Möglichkeiten, sich als Spieler auszudrücken (z.B. LittleBigPlanet), 2) immer mehr Fokus auf Downloads, 3) ein Verwischen der Grenzen zwischen Indie und Mainstream, 4) Games als soziale Ausdrucksform und, wenig erstaunlich, 5) das iPhone.

  Eine Antwort zu “README.NFO: Kinderschänder, Ken Block, eGame Ads, Anti-DRM, GDC Trends”

  1. Herrmann macht das ja schon ewig so (siehe unseren Bericht). Der hat vielleicht noch nie Videospiele gespielt, irgendwas sonderbares muss dem in seiner Jungend aber doch passiert sein…

  2. [...] hinnehmen. Dieser hatte in einer Pressemitteilung “Killerspiele” auf dieselbe Stufe wie Kinderschänder und Drogen gestellt. Schön ausgedrückt hat sich Thomas Jarzombek, medienpolitischer Sprecher der CDU: Es habe [...]

  3. [...] – sie bleiben eine undefinierbare Masse, die sich nicht gross wehren kann, selbst nicht gegenüber Vergleichen der übelsten Sorte. Damit soll jetzt Schluss sein: Turtle Entertainment, unter anderem verantwortlich für die [...]

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