Review / Test:
Ninja Blade








Zunächst hatte ich bei Ninja Blade mit einem echt durchschnittlichen Actiontitel gerechnet. Ein furchtbar hässliches Cover, eine langweilige Produktbeschreibung und wenig aussagekräftige Screenshots ließen nicht viel Gutes erahnen. Gibt man der Durchschnittlichkeit jedoch eine Chance, kann man durchaus positiv überrascht werden. Ninja Blade präsentiert sich als überladene Mischung aus interaktivem B-Movie und Hack´n Slay.
Unser Fazit:
Habt Ihr Spaß an God of War, Devil May Cry und Viking, dürfte euch auch Ninja Blade gut unterhalten. Die krude Mischung aus ScienceFiction, Quick-time-Event-Dauerfeuer und Ninjatrash stellt ein sehr eigenständiges Produkt dar, dass nicht viel mehr als gut unterhalten will. Grafisch präsentiert sich Ninja Blade mit unfassbar altbackenen Texturen und teils sehr kantigen Zombiemodellen weitestgehend unansehnlich. Positive Akzente werden jedoch durch schöne Effekte und haushohe Kreaturen gesetzt, was die Optik mit Ach und Krach auf ein akzeptables Maß hebt. Wer sich nicht von der abstrusen Geschichte und der simplen Spielmechanik abschrecken lässt, wird einige Stunden bester Unterhaltung erleben.
8/10
(die komplette Ninja-Sause gibt es nach dem Klick)
Ninja Blade (XBOX 360)
Entwickler: From Software
Publisher: Microsoft
In der Rolle des unfassbar mutigen Ninjas Ken Ogawa ist es an euch, Tokio von bösartigen Kreaturen zu säubern, die von Parasiten befallen sind. Diese Kreaturen treten euch in Form gewöhnlicher Mutanten ebenso entgegen, wie als Riesenschnecken, Riesenspinnen und Riesenwürmer. Riesig war wohl auch der Leitspruch der Entwickler im Hause From Software, denn hier verstreichen meistens keine zehn Minuten am Stück, in denen ihr nicht mindestens einen Bossgegner erledigen müsst.
Dabei schnetzelt ihr euch durch die regulären Mutantenhorden in klassischer Hack´n Slay-Manier und dürft immer wieder in knackigen Quick-time-events eure Schnelligkeit beweisen. Werden diese Relikte der Steuerung in anderen Titeln häufig langweilig, so machen Sie hier tatsächlich Spaß, da sie exzellent in den Spielablauf eingebunden sind und hervorragend die Geschichte fortführen. Drei Schwerttypen stehen euch zur Verfügung, eine Allzweckwaffe, eine für harte Angriffe und einen Satz Klingen mit erhöhter Reichweite. Mit im Kampf gesammelten Blutpunkten lassen sich diese Schwerter sowie zusätzliche Magiewaffen kontinuierlich verbessern.
Technisch präsentiert sich Ninja Blade sehr durchwachsen. Wissen die monströsen Kreaturen mit ihren enormen Ausmaßen fast auf ganzer Linie zu überzeugen, sind die Texturen oftmals erstaunlich grob und kleinere Gegner enorm eckig. Der Sound passt zwar zum Geschehen, kann aber bei der steten Dauerbeschallung ganz schön an den Nerven zerren. Die Sprachausgabe ist in Englisch und Japanisch, untertitelt wird das ganze mit weitestgehend guten deutschen Texten.
Was wir mochten:
Da steppt die Schnecke. Was euch hier an Bossgegnern geboten wird, sucht systemübergreifend echt seines Gleichen. Riesige Mutanten im Minutentakt sind wirklich sehenswert und meistens enorm beeindruckend.
Schlafen kann ich, wenn ich tot bin. Nonstop Action, die euch keinen Moment verschnaufen lässt. Selbst in Zwischensequenzen seid Ihr nie vor schnellen Knopfaktionen gefeit.
Die sind ja wirklich unterschiedlich. Lassen sich die Unterschiede zwischen den Waffen in manchen Spielen mit der Lupe zu suchen, sind sie hier tatsächlich spürbar und gleichmäßiges Aufleveln sinnvoll.
Nicht gefallen hat uns:
Nicht so grob. Mögen die Kreaturen aus der Entfernung durchaus gut aussehen, entpuppen sich ihre Texturen aus der Nähe als sehr grob.
Bloß nicht abschalten. Zumindest nicht innerhalb einer angefangenen Mission. Sterbt ihr, dürft ihr zwar euer Glück stets neu versuchen, aber gespeichert wird nur zwischen den Missionen.
Sebastians Meinung:
Ninja Blade erfindet wirklich nichts neu, kombiniert aber extrem geschickt bekannte Action-Elemente zu einem wahren Popcorn-Spiel. Wer keinen Wert auf eng formulierten Realismus legt, wird hier bestens bedient. Soviele abgefahrene Bosskämpfe wie hier, bekommt ihr wirklich nirgendwo anders geboten. Zugegeben, die Optik ist teilweise erschreckend schlecht, wenn ihr aber direkt unter einer Riesenspinne steht, die euch konsequent zusetzt, bleibt nur wenig Zeit, sich ihre mittelprächtig texturierten Beine anzuschauen.
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