Apr 302009
 

1. “Bild-Zeitung: CSU will World of Warcraft verbieten”
(golem.de)
Ein von der CSU-Politikerin Haderthauer angeblich geforderte WoW-Verbot geisterte heute durch Blogs und Twitter. Die bayrische Sozialministerin hat zwar gegen “Killerspiele” gewettert, das angebliche Verbot ist aber eine Erfindung der allseits beliebten Bildzeitung. Tatsächlich hat sich Haderthauer dafür eingesetzt, dass bei der Prüfung durch die USK auch die Suchtgefahr geprüft werde. Bei World of Warcraft, dass bereits ab 12 Jahren freigegeben ist, vielleicht tatsächlich gar keine so schlechte Idee.

2. Die PS3 soll in 3-5 Jahren dominieren, sagt David Reeves
(gamesindustry.biz)
David Reeves, bald Ex-Präsident von Sony Europa, sieht den Höhepunkt der PS3 in drei bis fünf Jahren. “I don’t think it will be next year, but in three to five years it will become dominant on the market”, so Reeves zu Gamesindustry. Einerseits konsequent, hat Sony doch immer erklärt, sein Produkt werde eine Lebensspanne von ca. 10 Jahren haben. Andererseits doch sehr gewagt: Heute entwickeln sich Trends schneller, als man “aberwasistdenndas” sagen kann. Bleibt zu hoffen, dass auch Reeves Nachfolger Andrew House uns regelmässig mit diskussionswerten Aussagen bei Laune hält.

3. Valve verklagt Activision, Activison droht mit Klage gegen Valve
(gamepolitics.com)
Würde es nicht so furchtbar viel kosten, wären die gegenseitigen Klagen irgendwie ganz lustig. Im aktuellsten Fall hat Valve seinen Konkurrenten Activision-Blizzard verklagt, da diese sich bei der Anfechtung einer bereits vor einem Schiedsgericht geregelten Einigung nicht an eben diese Einigung hielten. Alles klar? Eigentlich geht es um die Zahlung von Tantiemen, die aber nicht Activision-Blizzard schuldet, sondern Sierra. Da aber Sierra von Vivendi aufgekauft wurde und Vivendi in Activison, müssen die sich jetzt mit dem Fall herumschlagen. Das kann ja heiter werden.

4. Noch ein Kinderporno-“Killerspiele”-Vergleich
(game7.de)
Jetzt hat auch die Schweiz einen Politiker, der öffentlich sämtliche Spieler von Games mit gewalttätigen Inhalten auf dieselbe Stufe stellt, wie Konsumenten von Kinderpornografie. Roland Näf, SP-Politiker und äusserst aktiver Gegner von “Killerspielen”, äusserte sich in der Solothurner Zeitung folgendermassn: “Wir sind uns alle absolut einig, dass es keine Kinderpornografie geben darf und dass man nicht betrunken Autofahren darf. Warum? Weil diese Dinge Drittpersonen schaden. Das ist auch bei Killerspielen so.” Abgesehen davon, dass die “Logik” haarsträubend ist, bin ich es langsam leid, alle paar Wochen mit solchen Vergleichen beleidigt zu werden.

5. “Upping The Game”
(edge-online.com)
Der charismatischer Peter Moore (früher Microsoft, jetzt EA) stand der EDGE Rede und Antwort. Ein interessantes Gespräch jenseits von Fanboy-Fragen. So lernt man, dass bei EA Sports intensiv über ein Sport-MMO nachgedacht wird, die Wii in Zukunft ein noch entscheidender Faktor ist und dass das Verkaufen von PC-Spielen in Form einer phyischen Disc einfach nicht mehr funktioniert.

  • Mewe

    Schwachsinn.
    Wenn ein Game nicht süchtig macht, taugt es nichts…

  • http://www.blindsicht.de sYntiq

    @Mewe: Sicher dass du weisst was hier mit “süchtig machen” gemeint ist?

    Ich denke nicht das ein Spiel nichts taugt, nur weil man davon nicht abhängig ist, soziale Kontakte aufgibt, Arbeit, sonstiges Privatleben unwichtig wird und zur Nebensache verkommt, ebenso wie irgendwann Essen & Trinken (Vorhandenes Geld wird eher in WOW als in Lebensmittel gesteckt) etc bis hin zur Selbstaufgabe (ohne WOW bin ich, ist mein Leben nichts wert).