Mai 072009
 
Gibt es auf der E3 mehr zu sehen?
Gibt es auf der E3 mehr zu sehen?
Seit der GameCube-Ära gleichen die The Legend of Zelda-Spiele einem Lauf mit zehnagelgroßen Hürden. Es macht ohne Frage außerordentlich viel Spaß, doch wenn der gefeierte messianische Weltenretter seine Tode an einer Hand abzählen kann, dann möchte man doch etwas mehr gefordert sein. Nach einem neuesten Finanzreport von Nintendo zu urteilen, wird das neue seit der Games Developer Conference angekündigte Spirit Tracks für den Nintendo DS(i) für eine geweitete Zielgruppe konzipiert sein.

Dort heißt es nämlich: „Nintendo is developing software, such as „The Legend of Zelda: Spirit Tracks“ (tentative name) which will appeal to a wider age group of people…“. Natürlich lässt die Stelle gehörigen Raum für eine ganze Schar von interpretativen Ansätzen, doch nach der ganzen Casual-Hysterie und der damit verbundenen Angst der Abflachung werden natürlich die seit der Wii eingeschärften Assoziationsgänge angestrengt.

So lange Zelda so bleibt wie es ist, und qualitativ an das außerordentlich positiv ausgefallene Phantom Hourglass anknüpfen kann, soll es mir Recht sein. Vielleicht sollte Nintendo einmal darüber nachdenken, in die altehrwürdige Reihe multiple Schwierigkeitsgrade zu implementieren, die diesen unmöglich auf Ewigkeiten zu haltenden Spagat wenigstens künstlich aufrecht erhalten kann – oder es wird auf natürliche, organische Weise gelöst, indem optionale Spielinhalte die Herausforderungen für uns konditionierte Videospieler bereithalten. Die Diskussion und die damit geschürten Ängste zeigen aber nur, in welchen Maßen wir inzwischen für diese ganze Problematik sensibilisiert sind. Schenken wir Nintendo einfach Vertrauen. Denn das hat sich bei Zelda bisher immer ausgezahlt (besonders bei Wind Waker – und das war fantastisch und einfach. Es geht doch!).

(via gamespy.com)