Nur einer von vielen Vorboten: Product Placement auf XBLA.
Nur einer von vielen Vorboten: Product Placement auf XBLA.

Hand aufs Herz: Kaum etwas, was zu unserem medialen Alltag gehört, könnte ohne Werbung finanziert werden. Privatfernsehen, Printmedien, Webangebote: Werbung ist so allgegenwärtig wie essenziell. Wie sieht es mit Videospielen aus? Der Markt gilt als rezessionssicherer Fels in der Brandung der anhaltenden Krise, und ging zumindest bislang weitaus glimpflicher daraus hervor als so manch anderer Wirtschaftssektor. Games geht es prächtig. Sind sie darauf angewiesen, mit Werbung versehen zu werden? Mit Sicherheit nicht. Wird das tüchtige Pubisher davon abhalten, es zu tun? Mit Sicherheit nicht.

Laut eines Reports der Analystengruppe Screen Digest (der pdf-Download kostet schlappe 1487 Euro) ist In-Game-Werbung ein Markt, der in den folgenden Jahren erst richtig erschlossen wird. Genauer gesagt soll er bis zum Jahr 2014 eine Milliarde US-Dollar wert sein, was etwa anderthalb Prozent des gesamten digitalen Medienmarketings weltweit entspräche.

Sinn ergibt das durchaus: Gaming ist eine massenwirksamere Freizeitgestaltung als jemals zuvor, und bietet Zielgruppen, deren Mediengewohnheiten besonders effizient genutzt werden können. Zudem bieten Videospiele “einzigartige Vorteile dynamischer In-Game-Werbung”. Laut Adam Smith von GroupM birgt das Konzept “viele Wege, um Geschäftsmodelle von Videospielen weiterzuentwickeln”. Ein Potential, das man gerade erst begonnen habe, auszuschöpfen.

Wahlkampfplakate in Burnout Paradise oder das Target-Debakel um Shaun White Snowboarding kratzen also bislang lediglich an der Oberfläche. Hoffen wir das Beste und befürchten wir das Schlimmste.

(via mediaweek)

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