Review / Test:
Real Racing








Das australische Entwicklerstudio Firemint hat sich mit der Umsetzung von Handyspielen einen Namen gemacht. Mit Real Racing für das iPhone liefern sie nun eines ihrer besten Werke ab.
Unser Fazit: Was für ein Game! Real Racing kostet nur läppische 7.99 Euro / 11 Franken, stellt aber die meisten Vollpreis-Rennspiele von PSP und Nintendo DS problemlos in den Schatten. Einfache und sauber funktionierende Steuerung, gute Fahrphysik, klevere Gegner, mehrere Modi und zahlreiche Fahrzeuge und Strecken. Am besten gefallen hat mir die tolle Cockpit-Ansicht, die sich flüssig steuert und sogar auf dem kleinen iPhone-Screen in engen Kurven für erhöhten Herzrhythmus sorgt. Einziger Kritikpunkt ist die fehlende Garage: Es darf nicht getunt werden. Aber falls je ein Nachfolger an den Start geht, und das wollen wir in diesem Fall hoffen, dann muss sich der ja auch noch irgendwie verbessern können. Kaufbefehl.
9/10
Firemint Real Racing
Entwickler: Firemint
Publisher: Apple (Appstore)
Real Racing hat im Gegensatz zu den meisten Funracern im Appstore etwas mehr Realismus-Anspruch. Zwar haben auch hier Rempler und kleine Unfälle keine grossen Auswirkungen, aber auf Nitro-Systeme und aberwitzige Fahrmanöver wurde verzichtet. Stattdessen fährt man mit insgesamt 36 Tourenwagen aus drei Klassen um die Wette, wobei die stärkeren Klassen zuerst noch freigeschaltet werden wollen – das kennt man ja. Insgesamt sind zwölf gut designte Strecken mit dabei, die abwechslungsreiche Umgebung bieten, auf die man während der Fahrt aber sowieso kaum achten kann. Nicht zu übersehen ist aber die Bodenbeschaffenheit mit ihren unterschiedlichen Ausprägungen: Auf der Strasse kommt man schnell in Fahrt, auf Kies oder Gras hingegen will die Mühle trotz der vielen PS unter der Haube nicht so richtig beschleunigen.
Karrieremodus on board
Die meisten iPhone-Spiele sind kurz gehalten: Einfach zugänglicher Spielspass ohne viel Zubehör für schnelles Spielen zwischendurch. Ein ‘Quick Race’ bietet auch Real Racing, ambitionierte Fahrer wagen sich jedoch an die 57 Events des Karrieremodus. Dort schaltet man dann nach und nach weitere Strecken, Fahrzeuge und Klassen frei, so dass jederzeit genug Motivation für eine weitere Runde vorhanden ist. Wer davon genug hat, sollte unbedingt auch den Mehrspielermodus austesten. Der funktioniert nämlich nicht nur lokal, sondern auch online. Als wäre das nicht genug, bietet Firemint Liga-Rennen und Leaderboards – seine Video Replays darf man sogar auf YouTube laden.
Technisch einwandfrei
Vielleicht setzt Real Racing grafisch keine neuen Massstäbe, aber es ist nahe dran. Die Grafik ist jederzeit flüssig (mit bis zu fünf gegnerischen Fahrzeugen auf dem Screen), der Netzcode funktionierte im Test problemlos und die Soundeffekte können sich hören lassen. Überraschend gut auch die (ausschaltbare) Musik, wobei sich die mitgelieferten 10 Tracks relativ schnell wiederholen, aber keineswegs stören. Gesteuert wird entweder durch Neigen des iPhones oder durch Berühren von entsprechenden Buttons. Wie schon erwähnt, ist die Cockpit-Perspektive ein wahres Highlight, vor allem auch dank der flüssigen Optik.
Was wir mochten:
Vollumfänglich ausgerüstet. Fünf Spielmodi, Leaderboards (man darf auch selber neue erstellen), lokale Mehrspielerunterstützung, genug Strecken, Wagen, und, und, und. Dieses Spiel bietet kaum Angriffsfläche für Kritik, es sei denn, man sucht Tuning-Optionen. Zumindest optisch lassen sich die Karrossen nämlich nicht verändern. Verchromte Felgen passen aber auch gar nicht zu Tourenwagen, also passt das schon.
Der Preis ist heiss. Das alles gibt es für 7.99 Eur oder 11 Franken. Wie schon gesagt: Im Vergleich machen einige Vollpreis-Spiele von Konkurrenz-Systemen eine ziemlich schlechte Figur.
Top Technik: An der Präsentation des Games inklusive Indie-Musik gibt es nichts auszusetzen. Im Gegenteil, Cockpit-Perspektive, Effekte und Menüs wissen sehr zu gefallen.
Ich bin der Grösste. Neue Bestzeit gefahren? Schon auf YouTube. Neue Topzeiten können auf Wunsch automatisch auf YouTube geladen werden, kein Umweg über den Computer oder mühsames Konvertieren nötig. Genau das wünschen wir uns auch für andere iPhone-Games: Mehr Interaktivität, wenn wir doch schon so viele coole Möglichkeiten haben.
Gute KI! Ja, es ist ein iPhone/Touch-Game, hat aber trotzdem eine gute Künstliche Intelligenz. Die Computergegner fahren sehr angenehm: Fordernd, aber nie unfair.
Nicht gefallen hat uns:
Nix. Man könnte hier nach Kritikpunkten suchen, aber wirklich relevante habe ich keine. Der einzige Grund, weshalb Real Racing keine 10/10 kassiert, ist simpel: Dafür muss ein Game nicht nur perfekt gemacht sein, sondern auch eine Innovation, ein spielerischer Meilenstein. Das ist Real Racing dann doch nicht.
Simons Meinung: Meine Meinung ist wohl schon genügend durchgesickert. Ich habe Need for Speed, Asphalt 4, Raging Thunder, Fast and the Furious sowie einige andere Rennspiele aus dem Appstore ausprobiert. Keines kann Real Racing das Wasser reichen. Es fällt wirklich schwer, bei einem solchen Game Kritikpunkte zu finden, denn nach einer Story zu reklamieren oder ausführliche Tuning-Optionen zu verlangen, erscheinen angesichts dem gebotenen Preis/Leistungs-Verhältnis schon fast etwas frech. Wer Spass an Rennspielen hat, der muss meiner Meinung nach hier zugreifen.






















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Christian Hülsemeyer
Also hervorragender Test, hab das Spiel auch und bin mit Euch einer Meinung.
MfG
Christian