Nach dem grandiosen, aber leider nicht von Erfolg gekrönten Psychonauts, zu dem ich definitiv eines Tages noch ein Review machen werde, war die Durststrecke zu einem neuen Spiel von Tim Schafer (u.a. Project Leader bei Grim Fandango) lange und trocken. Nachdem er mit Full Throttle bereits ein Adventure mit einem abgehalfterten Biker schuf, spielt auch sein neustes Werk wieder in einer Welt die von Gitarrenmusik dominiert wird. Hauptdarsteller Eddie Riggs wird im Original vom großartigen Jack Black synchronisiert, was alleine schon Grund zur überschwenglichen Vorfreude liefert. Doch was ist mit dem eigentlichen Spiel, kann es an die genial-schrägen Vorgänger-Projekte anknüpfen?
Für die Optik gab es im Grunde nur eine Maxime: Alles soll so aussehen, als wäre es dem CD-Cover einer Heavy Metal-Band entsprungen. Das Gameplay ist auf den ersten Blick ein Hack and Slay mit den drei Grundwaffen Axt, Gitarre und Hot Rod. Weitere Attacken lassen sich in Kooperation mit diversen NPCs, die man unterwegs triftt, ausführen. Eigentlich bin ich bei Spielen die zahllose Knopfkombinationen bis zum Ende erfordern immer etwas skeptisch und leicht abgetörnt, aber ich vertraue Tim Schafer voll und ganz, dass er genug Originalität in den titel stopft, was die Screenshots auch absolut unterstreichen.
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Das Setting alleine ist schön unverbraucht und alles, vom Protagonist der in der wirklichen Welt ein Roadie ist, bis hin zu den Gitarrensolos die Special-Moves auslösen, einfach stimmig. Die Massenkämpfe werden, so macht es den Anschein, immer wieder aufgebrochen durch witzige Cutscenes, Fahrsequenzen und leichte Puzzeleinlagen. Insgesamt sind wohl der Humor und die große Schreiberfahrung von Herrn Schafer mit die stärksten Argumente für ein gutes Game. Nach der Öffnungsszene, die als Tutorial dient und den Spieler mit den verfügbaren Elementen vertraut machen soll, öffnet sich das Spiel und bietet eine offene Welt, in der man mit seinem Hot Rod umher fährt, den weiteren Ablauf selbst bestimmt und auch Nebenmissionen annehmen und erfüllen kann.
Ich habe lange Zeit ein wenig gezweifelt, das gebe ich gerne zu. Nach diesen siebzehn Minuten bin ich zu 95% überzeugt, dass Schafer mit diesem Titel endlich der große (auch kommerzielle) Wurf gelingt und wir ein, wenn nicht großartiges, zumindest sehr gutes Spiel vorgesetzt bekommen. Die Videos enthalten, das muss ich euch wohl nicht extra sagen, leichte Spoiler (die sich in erträglichen Maßen halten). Aber wenn es darum geht eine Kaufentscheidung zu treffen, lässt sich so etwas nur schwerlich vermeiden.
Der Release ist vorgesehen für den 16. Oktober, ein guter Zeitpunk, denn um dieses Datum erscheint kein anderer großer Titel.
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Das Spiel scheint echt richtig gut zu sein, und die Jack Black Samples hauen ja wohl mal alles weg. Dennoch befürchte ich, daß das Rockthema und die erwachsene Ausrichtung überragenden Verkaufszahlen im Weg stehen. Is leider nicht “casual” genug.
Ich hoffe inständig, dass bei der deutschen Version immernoch englisch gesprochen wird, oder zumindest english als Alternative angeboten wird.