Simon Lutstorf

Microsoft goes mobil: Nicht ‘ob’ ist die Frage, sondern ‘wann’


Microsoft-Mann Shane Kim: ...it's a matter of focusing on 'when'
Microsoft-Mann Shane Kim: ...it's a matter of focusing on 'when'

DS, PSP und zuletzt das iPhone haben gezeigt: Es gibt einen riesigen und wachsenden Markt für mobiles Spielen. Ein Markt, auf dem Microsoft als einer der “Big Three” noch nicht vertreten ist. Es ist deshalb kein Wunder, dass ständig Gerüchte über eine angebliche mobile Xbox-Version die Runde machen. Bisher haben sich alle als falsch erwiesen und trotzdem ist etwas dran an der Sache. Im Interview mit Kikizo äußerte sich Microsoft-Manager Shane Kim klar zur Angelegenheit: “For us, it’s a matter of focusing on ‘when’, because if we chased after a mobile or handheld opportunity, we would not have the resources and ability to do things like instant-on 1080p HD, Facebook, Twitter, Project Natal.”

Im Zentrum steht also weniger die Frage “ob” Microsoft den Sprung auf den Zug für mobile Unterhaltungselektronik (Zune ausgenommen) wagt, sondern wann. Im Moment habe man mit Natal, Twitter, Facebook und Instant-On 1080p HD genug zu tun und keine Ressourcen offen. So gross Microsoft auch ist: Auch in Redmond entspringen Löhne und Angestellte keinem wundersamen Brunnen, sondern kosten viel Geld. Trotzdem ist es interessant zu hören, dass Microsoft offenbar intensiv über eine Ausweitung der Angebote nachdenkt.

Kim dazu: “… but we’re building a service in Live that will… will extend to other platforms. No question about it.” Was Microsoft offenbar dazu drängt, sich auch mit mobiler Unterhaltung auseinanderzusetzen, sind weniger die Games – sondern viel mehr die Multmedia- und vor allem Verbindungsmöglichkeiten. Facebook und Twitter auf der Xbox 360 zu geniessen ist super, aber man möchte es auch unterwegs nutzen, gleichzeitig auf Live zugreifen können oder Filme von der 360 im Zug auf den Handheld streamen. Eine vernetzte Zukunftsmusik, an der Sony oder auch Apple im Moment näher dran zu sein scheinen als Microsoft.

Kim meidet übrigens im Interview konsequent Ausdrücke wie “mobile Xbox”, sondern weist lediglich darauf hin, dass es sich um eine Ausdehnung der Microsoft-Services auf mobiles Gerät handelt. Genau so gut könnte Windows Mobile gemeint sein (wird auch erwähnt), der Zune oder gar ein eigenes Smartphone à la Google G1.

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3 Kommentare zu “Microsoft goes mobil: Nicht ‘ob’ ist die Frage, sondern ‘wann’”

  1. sYntiq says:

    “Im Zentrum steht also weniger die Frage “wann” Microsoft … sondern wann.

    Höh?

  2. Jetzt stimmt’s, aber du wusstest doch genau, wie’s gemeint war, alter Kleinkrämer ;)

  3. Danke fürs Korrigieren @Jörg. Womit wieder einmal bewiesen wäre, dass ich selbst für einfachste Multitasking-Aufgaben (Musik + Schreiben) nicht geeignet bin…

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