Aug 192009
 
Allein auf weiter Flur: ein personifizierter Schattenumriss
Allein auf weiter Flur: ein personifizierter Schattenumriss

Als Gerhard vor einiger Zeit über Tower of Shadow berichtete, war nicht vielmehr informatives Material verfügbar als ein ausführliches Video, das die Gameplay-Mechanik eindrucksvoll widerspiegelte. Auf der heutigen Konami-Konferenz in Köln wurde das Spiel jetzt offiziell für den WiiWare-Kanal vage für das Jahr 2010 angekündigt – mit der spendablen Beigabe eines mehr oder weniger nett aufgemachten Trailers, den ihr nach dem Seitensprung anschauen könnt. Um kurz das Spielprinzip zu verdeutlichen: Als Schatten eines Jungen müssen wir einen himmelhohen Turm besteigen, der offenbar von einem gigantischen Schatten bewacht wird und uns das Leben schwer machen möchte

In der Pressemitteilung heißt es: „The shadow has one purpose in life: to scale the colossal tower that dominates the game’s skyline. He does not speak. Nobody knows who he is or how he came to be. He just climbs. And climbs.“ Dem „Jungen“ ist offenbar erst einmal keine Identität beigeben und seine ganze Persönlichkeit definiert sich über das stupide, unentwegte Klettern – so jedenfalls der Eindruck.

Ihr könnt euch demzufolge nur im Schattenreich fortbewegen und müsst mit der tatkräftigen Unterstützung einer Begleitung die Spielumgebung zum Weiterkommen manipulieren. Durch die Veränderung des Einfallswinkels des Lichtes sollen die Schatten entweder länger oder kürzer werden und demnach euren Aktionsradius einschränken. Das Spiel scheint ein einzigartiges Art-Design aufzuweisen und wirft schon beim vagen Grundriss der Geschichte viele Fragen auf, die schon jetzt nagende Neugierde wecken (wer ist der Junge, was bezweckt er mit seinem Höhersteigen und warum ist er nur ein Schatten?). Vor allem fungiert das Schattenelement als tragender Stützpfeiler des Gameplays und nimmt, wie in den meisten Spielen, nicht die nichtswürdige Bedeutung einer dekorativen Randnotiz an. Tower of Shadow könnte hier echte Pionierarbeit leisten, denn selbst waschechte Stealth-Spiele haben bisher nur unzulänglich von der „dunklen Dimension“ Gebrauch gemacht (Thief einmal ausgenommen). Das Spiel soll sich anscheinend wie ein Plattformer mit allerlei Puzzle-Elementen spielen. Doch der Trailer hat mehr Bedeutungskraft inne als jede unzureichende Deskription meinerseits.

(via Destructoid.com, 4colorrebellion.com)