Seit einiger Zeit läuft übrigens auch ein Beta-Test, allerdings nur in den USA. Wer wie darin aufgenommen wird, weiss man allerdings nicht. Auch konnte man bisher keinerlei Eindrücke über etwaige Impressionen aus der Beta lesen – kurz, es gibt immer noch keine nachvollziehbaren Beweise, dass das Game-Streaming tatsächlich für eine breite Masse funktionieren soll.
Immerhin: Ende September konnte Onlive in einer Finanzierungsrunde Unternehmen wie AT&T, Autodesk oder Warner Bros. überzeugen, als Investoren Geld in das Streaming-Projekt zu pumpen. Angeblich kamen zwischen 500 und 750 Millionen US-Dollar zusammen; der Betrag soll zur Finanzierung der benötigten Server-Struktur für den Start in den USA dienen. Man kann davon ausgehen, dass Investment Firmen und renommierte Unternehmen wie AT&T nicht in ein Prinzip investieren, das nicht funktioniert – Perlman und die Onlive-Crew scheinen also ihre Streaming-Dienste überzeugend präsentiert und verkauft zu haben.
Trotzdem: Noch immer gilt die im Sommer getroffene Aussage, Onlive werde diesen Winter in den USA an den Start gehen, was ich kaum glauben kann. Würde das Prinzip funktionieren, dann wäre Onlive ein mächtiger Schritt in die Zukunft – ein Schritt, der den “klassischen” digitalen Vertrieb per Download gleich überspringt und ganz neue Möglichkeiten des Gamings eröffnet. Gemessen an der Grösse dieser Veränderungen hört man aber erstaunlich wenig vom Game-Streaming – und das wird auch so bleiben, solange keiner der beiden Services einen brauchbaren (und auch für Medien verfügbaren) Test offeriert. Joystiq konnte zwar an der E3 einen Blick auf Onlive werfen und zeigte sich positiv überrascht. Den angekündigten Betatest-Zugang hat das Blog aber bis heute nicht erhalten.
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