Laut EA sollen alle bekannten Franchises und Markennamen von Pandemic weiterleben. Dazu gehören Spiele wie Full Spectrum Warrior, Destroy all Humans! und Mercenaries. Der aktuellste Titel von Pandemic, Saboteur, wird natürlich noch veröffentlicht. Laut Edge-Online sind strategische Entscheide, besonders das Einsparen von Kosten bei der Firmenstrukr, die Gründe hinter der Schliessung.
Die talentierten Jungs von Pandemic finden wahrscheinlich eine neue Stelle. Schade ist es trotzdem, wenn eine Erfolgsgeschichte wie diese auf der Basis von strategischen Entscheiden enden muss. Dass EA auf Kosteneffizienz pocht, ist vermutlich der anhaltenden Krise zuzuschreiben. Was zuviel kostet und zu wenig einbringt, wird wegrationalisisert. Vielleicht ist der “Aderlass” für einige der Mitarbeiter ja die Gelegenheit, ein neues, unabhängiges Studio zu gründen – so wie auch Josh Resnick und Andrew Goldman zuvor bei Activision beschäfigt waren, bevor sie Pandemic aufzogen.
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Wenn man von den Pandemic Studios spricht, muss auch immer vom famosen Battlezone II die Rede sein!
Was ich mich bei solchen Rationalisierungen immer frage: Wenn alle nur noch stromlinienförmige Produkte produzieren, sollte doch die Nachfrage nach Neuem ansteigen, und ehemalige Nischenprodukte könnten schnell ein neuer Renner werden. Und dann kaufen die großen Studios die kleinen wieder auf.
Die Katze beißt sich also in den Schwanz. Behielten die Großen (EA, Microsoft) die Kleinen (aktuell: Ensemble Studios, Pandemic Studios), dann müssten sie zwar möglicherweise eine (noch immer rentable!) Durststrecke überwinden, hätten aber auch die Möglichkeit, Innovatoren in ihren Reihen zu haben, die das nächste Sims, Guitar Hero, World of Goo oder was auch immer produzieren. Die Strategie der Bereinigung der eigenen Reihen ist damit kurz-, höchstens mittelfristig, keineswegs aber langfristig, und wirkt eher an Quartals- denn an Jahresberichten orientiert.
Kannst du dich auch nur an einen einzigen Fall erinnern, bei welchem die MAFIA (Musik And Film Industrie Assoziation) mittel oder gar langfristig dachte?! Ich jedenfalls nicht…
Nun ja, es GIBT schon Firmen, die das machen und bei denen es sich auch auszahlt. Ich denke an Blizzard oder Nintendo.
Ich meine aber, dass die Videospielindustrie doch auch langfristig denken muss, da ja die Produktionszyklen weit über ein Quartal hinaus gehen (2 Jahre plus). Aber natürlich kreide ich die Kurzsichtigkeit überall an, Otto-Normalverbraucher ist ja genauso kurzsichtig, wenn er die Aktien eines Unternehmens kauft (und langfristig halten möchte), dass kurzfristig gerade Gewinne gemacht hat (Aktienkurs steigt wahrscheinlich) aber langfristig nicht zuviel in petto hat. Daran, dass der Markt immer Recht hat glaube ich sowieso nicht.
Es ist kurzfristig gedacht. Während dem Boom wird eingekauft, später wieder rationalisiert. Das hat mit der Spielebranche allerdings wenig zu tun, so läufts überall (genau so wie es auch überall Ausnahmen gibt). Es ist meiner Meinung nach Ausdruck der Prinzips “Maximiere den Quartalsgewinn” – und solange sich an den Börsen genuge Aktionäre tummeln, die auf schnelle Gewinne aus sind, wird das auch so bleiben. Aber jetzt bin ich zu fest abgeschweift :)
Naja, ihr müsst aber auch sehen das viele dieser kleinen firmen sonst auch pleite gegangen wären, wenn sie nicht verkauft hätten, die wenigsten verkauften ja so zum spaß sondern eher weil sie halt geld brauchten für ihre projekte.
Und es wird auch wieder neue firmen geben solange es spieler gibt die neuen games eine chance geben wirds auch leute geben die diese spiele entwickeln.