Simon Lutstorf

Traurige Realität: Es gibt bald keine guten Wii-Spiele mehr

von Simon Lutstorf am 21. November 2009 · 24 Kommentare

Gutes Spiel, schlechte Verkaufszahlen - Schicksal der Wii
Gutes Spiel, schlechte Verkaufszahlen - Schicksal der Wii
Wir haben auf www.gamgea.com schon öfter die tiefen Verkaufszahlen von vermeintlichen Hits für die Wii diskutiert. Während einige dieser Spiele sicher an den vollmundigen Versprechen und der danach eher mittelmässigen Qualität scheiterten, gibt es auch genügend Fälle, wo man keine andere Erklärung findet als: Wii Spiele jenseits des Minigame-Sektors für die Familie haben auf dem Markt keinen Erfolg. Oder zumindest zuwenig, um die Entwicklung von weiteren Spielen zu rechtfertigen, die sich an Erwachsene und erfahrene Gamer richten. Natürlich gibt es Ausnahmen wie etwa den Railshooter House of the Dead; insgesamt lassen die Verkaufszahlen solcher Spiele aber meistens nur den Schluss zu, dass anspruchsvolle Spieler für ihre Wii in Zukunft kaum mehr anständige Kost finden werden. Das zeigen auch die finanziellen Turbulenzen von Marvelous Entertainment, das bisher eine der wenigen Bastionen für gute Wii-Games war. Mit Titeln wie No More Heroes, Little King’s Story oder Muramasa – The Demon Blade hat der Publisher gezeigt, dass man auf der Wii wirklich abwechslungsreiche und innovative Spiele entwickeln kann. Traurigerweise ist es jetzt aber auch Marvelous Entertainment, dass beweist, dass man mit der Entwicklung und Veröffentlichung solcher Spiele ein hohes Risiko eingeht. Der aktuellste Bericht des Unternehmens offenbart Verluste bei drei von vier Wii-Games im ersten Halbjahr 2009 – eine miese Bilanz. Im Gegensatz dazu schrieben vier von fünf PSP-Spielen schwarze Zahlen, was aber nicht ausreichte, um den Gesamtverlust auszugleichen.

Man darf nicht ausser acht lassen, dass wir uns immer noch in einer Krise befinden. Die Spiele-Verkäufe sind weltweit gesunken. Insofern bleibt ein kleiner Hoffnungsschimmer, dass sich Marvelous Entertainment erholt und es auch in Zukunft Studios gibt, die Wii-Games entwicklen, welche das Prädikat “Game” verdient haben. Aber ich glaube die Realität ist düster: Sogar wenn es gute Wii-Games geben sollte, werden Publisher davon zurückschrecken, diese auch zu veröffentlichen. Das Risiko ist zu gross, trotz guter Kritiken einen Verlust einzufahren. Und auch wenn man sich das wünschen würde, entscheidet nicht (nur) die Qualität eines Games, ob sich ein Publisher findet, sondern die Aussicht auf gute Verkaufszahlen. Und die liegen bei solchen Wii-Spielen leider regelmässig zu tief. Das ist schade, denn innovative Projekte haben damit nur wenig Chancen, jemals spielerisch unsere Herzen zu erobern – nur weil sie auf Nintendos Wii erscheinen. Dabei sollte es doch, schon nur aufgrund der Steuerung, eigentlich umgekehrt sein. Wieviele geniale Anwendungen der Motion Controlls haben wir alleine in Super Mario Galaxy gesehen? Oder in Zack & Wiki: Quest for Barbaros’ Treasure? Es bleibt die Hoffnung, dass uns Nintendo selbst regelmässig mit Nachschub auf dem Niveau der genannten Perlen versorgt, denn dank Gallionsfiguren wie Mario & Co. schaffen Nintendo-Games als lobenswerte Ausnahmen regelmässig das, woran andere genau so regelmässig scheitern: Passionierte Gamer, Familien, Frauen und Männer gleichermassen zu begeistern.

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{ 21 Kommentare… lese sie unten oder schreibe selbst einen }

1 zaitsevdude 21. November 2009 um 18:39

Ich denke, es handelt sich aber auch um ein generelleres Problem. Call of Duty 6 zeigt ja auch, dass man absolut gegen den Trend schwimmen kann und dank eines Hypes ein durchschnittliches Spiel wie geschnitten Brot verkaufen lässt. Spiele sind ebenso wie Filme ein Massenmarkt geworden und müssen, um auf diesem zu bestehen, auch mehr als nur in einer kleinen Szene in den Köpfen der Gamer auftauchen. Selbiges gilt ja auch für Kinofilme, die mal nicht in Hollywood oder ähnlichen Schmieden entstehen. Bürgen Steven Spielberg, Tarantino und Co. nicht mit ihren guten Namen, so werden auch Nischenfilme selten lobend erwähnt, außer sie gewinnen irgendwelche Preise in Cannes. Die Entwicklung auf allen 4 Leadplattformen (Handhelds gerade mal außen vor) zeigt, dass generell die Spiele Retorten sind und Innovationen in vielen Fällen nur in bereits etablierten Marken auftreten. Es gibt immer Ausnahmen, aber ich denke, bei dem was heute als “Standard” bei Spielen gesehen wird, haben es junge Unternehmen recht schwer, sich wirklich gegen die anderen Titel zu positionieren. Und nicht zuletzt scheien doch die Wii-Fanboys (wie ich ;) ) ebenfalls nach Protierungen der bekannten und erfolgreichen Serien, wie GTA, RE und Call of Duty.

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2 Alexor 21. November 2009 um 22:43

Marketing ist das Problem. Viele Wii Besitzer wissen gar nicht dass es Spiele jenseits von Wii Sports oder Wii Fit gibt. Ich habe noch nie TV-Werbung für ein Wii Spiel wie Call of Duty, Dead Space Extraction, Muramosa, Little King Story oder House of the Dead zu sehen bekommen. Da braucht man sich nicht zu wundern wenn solche Spiele ignoriert werden.
New Super Mario Bros wird sich prächtig verkaufen weil man täglich die TV-Werbung sieht.

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3 Simon Lutstorf 22. November 2009 um 12:19

Marketing ist vielleicht teilweise ein Problem, aber nur ein kleines. Die Leute, die von Call of Duty, Dead Space Extraction & Co. nichts mitbekommen, sind eben genau jene, die es sowieso nicht kaufen würden. Die sich für diese Spiele schlicht nicht interessieren. Das wäre Geld zum Fenster rausgeschmissen.

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4 Gerhard 23. November 2009 um 10:26

Das sehe ich ein wenig anders – mehr Werbung würde den Titeln auf keinen Fall schaden. Dann würden “die Leute” (zumindest manche davon) auch kaufen.

5 Malkavianer 23. November 2009 um 11:35

Wobei die Kernfrage bleibt: wie viele GUTE Spiele haben wir auf der WII?

- The Conduit= armselig im Vergleich zu jedem auf den PC erhältlichen Shooter
- Dead Space = Sehr gut aber nur 10 Level?! Nicht zeitgemäß und für 50€ überteuert!
- Anno = GENIAL aber Comicgrafik? Wie sollen dadurch Core-Spieler gelockt werden?
- Little Kings Story = anders und spaßig aber Comicgrafik? Sind wir denn wirklich alle Kinder? Ich bitte euch!
- Overlord = 1x durchgespielt, KEIN Anreiz den Titel je wieder anzufassen
- Okami = schöne Grafik, interessanter Stil aber der Oberhammer ist dies wirklich nicht (wobei 1000x besser als Zelda allemal!)

Was ich immer wieder vernehme ist folgendes: viele Hersteller versuchen sich über einen anderen Stil hervorzuheben aber gerade die WII bietet über die Steuerung solch eine enorme Vielfältigkeit, das das kaum beschreibbar ist. Und wie wird dies genutzt?!? Hier ein bishen schütteln, dort ein wenig schief halten, passt scho. Die Entwickler zerstören selbst Ihre Werke, solange sie das Wichtigste an der WII — die Steuerung ignorieren.

Wenn wir ehrlich sind und nicht nach “das Beste auf der WII” sondern nach “im Allgemeinen und über alle Konsolen gesehen sehr gut” betrachten bietet die WII wahrhaftig sehr wenig gute Kost. Und ich verstehe es einfach nicht. Warum IMMER diese besch**** Comicgrafik? Ich werde bald 30 und ich habe ein Anrecht darauf auf der WII in einer Erwachsenenwelt bauen zu können, siedeln zu können, ein Rollenspiel außerhalb von 4-16 jährigen verbringen zu können. Was ist daran sooo schwer? Solange diese Kindergrafiken bleiben, fehlt der WII etwas ganz wichtiges: der Grund um ernst genommen zu werden!

PS: Railgun-Shooter machen Spaß aber ich habe das Gefühl dass Außerhalb dieses Sektorg so gut wie nichts passiert und der Grund ist mir absolut schleierhaft…

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6 Stefan 23. November 2009 um 11:44

Ich persönlich kann mich mit Comicgrafik idR sehr gut anfreunden. Zelda tWW hat mir mit seinem CelShading sehr gut gefallen und sieht heute noch hübsch aus. Ich nehme an, der Grund, warum so viele Entwickler auf Comicgrafik zurückgreifen ist schlicht der, dass jeder andere Grafikstil auf der Wii im Gegensatz zu XBOX 360/PS3 hoffnungslos veraltet aussieht.

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7 Malkavianer 23. November 2009 um 12:05

Und solange ausschließlich diese Comocgrakik bleibt, wird die WII und die Entwickler nicht wahrgenommen werden. So sehe ich das…

Und die Shooter beweisen sehr deutlich, dass die WI sehr wohl schöne “normale” Grafiken kann (CoD: World of War oder CoD4) haben in meinen Augen sehr schöne Grafiken. Man muss eben die Ariale kleiner stricken und dann passt dies schon. Aber die meisten Entwickler wolen nur schnelles Geld und stricken eben einfache Dnge zusammen. Und daran zerbricht die WII: an der Lustlosigkeit und dem wenig vorhandenen Ideenreichtung die Eigenheiten der WII zu Ihren Gunsten zu nutzen.

PS. ich mag auch Comicgrafik und spiele gerne Spiele wie “Fire Emblem” aber wenn die guten Spiele NUR NOCH in solchem Stil rüberkommen wird es mir einfach zu viel des Guten! Und ich sage es noch ein mal: es gibt Spiele auf der WII welche wundervoll aussehen und keine Comicgrafik haben. Es geht. Man muss es nur wollen.

8 Malkavianer 23. November 2009 um 12:58

Comocgrakik ???

Ich bitte euch meine Rechtschreibfehler zu entschuldigen. Manchmal denke ich schnelle als ich schreibe und dann kommt solch ein Mist bei raus :-(

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9 Klaus 23. November 2009 um 14:03

Rechtschreibefehler gehören hier zum guten Ton. Wir gehen mit gutem Beispiel voran! (wobei ich weniger den anderen als mir etwas vorwerfe) ;-)

Zum Thema:

Es gibt gute Wii-Spiele, nur kauft sie leider wirklich anscheinend keiner. Bestes Beispiel: Muramasa: The Demon Blade. Ich hatte das Spiel eigentlich nur als Lückenfüller bis zu Dragon Age bzw. Spirit Tracks angesehen, doch die ersten 8 Stunden glichen einem Rausch.

Ich bin wirklich begeistert und muss mich zurückhalten, kein Review mit einer 9 Punkte-Wertung zu schreiben. Das monotone Gameplay muss sich noch im Langzeittest bewähren, wo ich die Chancen nicht wirklich hoch einschätze, aber bis jetzt entpuptt sich Spiel als veritabler Kleinod für die Wii.

Einfache Kampfmechanik, die unter der Haube einieg Vielseitigkeit nicht vermissen lässt. Eine atemberaubende (!) Grafik, die selbst ein auf Fotorealismus getrimmtes Modern Warfare 2 als aussehen lässt und ein wunderhübscher Kurzurlaub ins ferne Japan. DIe japanische Kultur wird ähnlich wie in Okami mustergültig zelebriert. Mythologie, Musik, Sprachausgabe.

Bin wirklich mal gespannt, wie lange Muramasa die Begeisterung aufrecht erhalten kann. Aber ich meine, schon 8 Stunden Dauerspaß ist nicht zu verachten.

PS: Ich liebe Cel-Shading und einen Comic-Look im Allgemeinen. In diesem Fall kann ich Stefan mit Bezug auf Wind Waker nur applaudierend beipflichten.

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10 Gerhard 23. November 2009 um 14:14

Verdammt! Jetzt muss ich mir Muramasa auch noch holen! Wie wärs mit einem Pseudo-Review Klaus? :-)

11 Thorben 23. November 2009 um 15:37

Meine Lösung für die Misere: Wii und PS3 gekauft. Mit Sohn und Frau spiele ich an der Wii Familienspiele. Und wenn ich mal Zeit und Muße habe alleine was zu daddeln, dann gehts an die Hardcore-Games der PS3, die man meist eh nur alleine ider vielleicht noch online spielen kann.

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12 madjack 23. November 2009 um 16:55

Aber das kann doch auch keine Lösung sein. Wenn man einmal an der Wii erlebt hat, wie Spiele sich steuern lassen können, dann kommt einem der PS3 Controller doch recht altbacken vor. Warum werden die guten Spiele nicht gleich für Wii rausgebracht – gerade Shooter sind doch ideal… da kommen die anderen Systeme einfach nicht mit.

Die Entwickler sollten aufhören zu jammern und anfangen zu arbeiten. Wenn ich Core-Gamer erreichen möchte, dann muss ich auch das anbieten, was sie wollen – und nicht einen Railgun-Shooter, wo die Kunden sich eine freie Welt wünschen (Deadspace) oder Comic-Grafik, wenn realistische Grafik gefordert ist. Das funktioniert bei Autos nicht (stellt euch mal vor, Ferrari würden einen neuen Supersportwagen ankündigen und dann präsentieren sie einen aufgemotzten Golf oder andersrum) und auch nicht bei Games.

Und wenn ich ein neues Franchise aufbauen will, dann muss ich dafür natürlich auch Werbung machen. Das Werbung alleine nichts bringt, ist klar – aber das Leute um die dreizich, die ihren Spiele-PC gegen eine Wii eingetauscht haben nicht jeden Tag vorwiegend von 12-26 jährigen Gamern besuchte Blogs abgrasen sollte auch klar sein…

Leider scheinen die Publisher und Studios mit den neuen Möglichkeiten etwas überfordert zu sein und vergessen die einfachsten Grundlagen – einfach mal nachdenken…

Sollte einer der Third-Party Entwickler aufwachen und den Markt mal richtig analysieren und daraufhin entwickeln und vermarkten – er könnte sich eine goldene Nase verdienen…

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13 Malkavianer 23. November 2009 um 17:09

!!! AMEN !!!

14 Jörg Neißer 23. November 2009 um 17:38

“Wenn man einmal an der Wii erlebt hat, wie Spiele sich steuern lassen können, dann kommt einem der PS3 Controller doch recht altbacken vor.”

Mal überlegen, was ich darauf jetzt am besten antworte.

Ja sicher, es gibt Spiele auf der Wii, die sich Dank Motion Control richtig gut steuern. Doch diese sind ganz klar in der Minderheit. Wario Ware z.B., welches eigentlich prädestiniert ist für diese Art der Steuerung (zumindest könnte man das denken), ist bis auf einige Disziplinen ein echtes Desaster. Da zocke ich die GameCube-Ausgabe 100x lieber.

Die hochgelobten Rail-Shooter “steuern” sich vielleicht gut, verlieren aber aufgrund des Zielcursors auf dem Bildschirm jeglichen Reiz.

Und jetzt zu dem Wort, das mich am meisten an diesem Satz stört: “altbacken”. Fakt ist, je komplexer ein Spiel ist oder je genauer die geforderte Eingabe funktionieren muss (bei Rennspielen etwa), desto nutzloser wird dieser dämliche Wackelcontroller. Einige Genres werden sich niemals auf die Wiimote anpassen lassen, das sollte eigentlich jedem einleuchten (Beispiele: bei 2D-Spielen ist es absolut überflüssig und Rollenspiele wollen Befehle auf Quickbuttons zugewiesen haben).

Um diese neue Art der Steuerung optimal zu nutzen, müssen auch völlig neue Spielkonzepte geboren werden. Zak and Wiki hat vorgemacht (oder Lost Winds), wie so etwas aussehen kann. Doch solche Beispiele sind eher die Ausnahme als die Regel (leider).

Es macht ohne Frage großen Spaß anfangs, mit der schmalen Fernbedienung auf dem Bildschirm herumzuzeigen, aber nach der kurzen Zeit des staunens kann mir keiner erzählen, dass er nicht froh ist, wenn er wieder eine Rennsimulation mit dem Analogstick steuert. Oder ein “richtiges” Game mit großer, offener Welt und ausufernder Story zockt.

Die “altbackene” Steuerung ist der auch nicht mehr ganz so neuen Infrarottechnik in manchen Belangen noch haushoch überlegen.

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15 Malkavianer 23. November 2009 um 17:16

PS: aktuelles zum Thema, es sollten “vernünftige Studien durchgeführt werden”: http://www.golem.de/0911/71401.html

Auszug: Halten sich die virtuellen Soldaten in Computerspielen an das Völkerrecht? Mit dieser Frage haben sich zwei Schweizer Verbände im Rahmen einer Studie beschäftigt.

Sorry Jungs und Mädels, aber wer Geld für solch eine Studie hat, der hätte dieses auch verbrennen können!

@Klaus, Gerhard & Thorben: Vielleicht sollen wir unsere eigenen Studien rausbringen:
- Halten sich alle Autorennen an die Regeln der Physik?
- Warum kann SUPER Mario so hoch springen/fliegen und minutenlang tauchen?
- Warum wird in einem Strategiespiel alles so schnell gebaut und nicht wie in der Wirklichkeit erst ein Bauantrag gestellt?
- Wieso kann ich in einem Shooter so viele Waffen und sehr, sehr viel Munition + Granaten + Schutzweste usw. tragen ohne dass ich nach 30metern zusammenbreche?
- Und vor allem: warum kann ich nur in einem Spiel einen Rocket Jump machen und warum habe ich im echten leben nur einen Versuch dafür???

Habt ihr weitere Ideen für mögliche Studien? Ich führe diese gerne durch, ihr müsst mich nur bezahlen!!! :-)

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16 Jörg Neißer 23. November 2009 um 17:55

Werden Klempner wirklich riesig groß, wenn sie Fliegenpilze futtern?

Wieso kann sich Guybrush alles mögliche einfach so in die Hose stecken, egal wie groß es ist?

Sportler in Computerspielen werden niemals müde, sind die alle gedopt?

Ist das Tierquälerei, wenn ich einen Igel blau anmale?

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17 Wii Spiele 8. Dezember 2009 um 01:30

Sorry aber der Artikel ist einfach an den Haaren herbeigezogen und hat nichts mit der Realität zu tun.

Klar hat Marvelous Verlust gemacht mit einigen Spielen, zum Beispiel Little Kings Story. No More Heroes dagegen war ein Hit und auch Muramasa verkauft sich gut (besser als der Vorgänger Odins Sphere auf der PS2, die eine deutlich größere Userbasis hatte).

Der Grund für die Flops ist weniger die Wii. Solche Spiele wie Little Kings Story, obwohl hübsch und originell würden auf keiner Konsole ein Hit werden, dazu ist deren Zielgruppe zu klein, sondern das Marvelous exakt 0 Euro für das Marketing ausgegeben hat und hoffte das sich gut innovative Spiele auch ohne dieses verkaufen, ein Trugschluß. Das ist aber nicht erst seit heute bekannt. Marvelous nächster Fehler: NMH für PS3/Xbox360, dort wird das Spiel ganz sicher ein Flop, alle Analysten sagen das voraus da das Spiel für den eher konservativen PS360-Markt nicht geeignet ist. NMH2 für die Wii nächstes Jahr ist aber wieder ein sicherer Hit.

Wie auf jeder anderen Konsole gibt es für die Wii Tops und Flops. Die Frage warum manche Autoren sich immer dazu bemüssigt fühlen bei jedem Spiel das auf der Wii floppt gleich den Untergang herbeizureden und die Tops zu ignorieren sollten sich diese mal selbst stellen.

Zur Wii Steuerung: Die Wii Steuerung ist perfekt für viele Genres wie zum Beispiel Shooter geeignet, deutlich besser und präziser wie ein Gamepad, nicht ganz so schnell wie eine Maus/Tastatur-Steuerung, dafür bequemer. Auch für Action-Adventure ist die Steuerung hervorragend geeignet. Vor allem die Pointer-Steuerung ist fantastisch und es gibt viele Spiele die diese gut nutzen.

Das Problem war anfangs, das viele Spieleentwickler immer krampfhaft versuchten die Bewegungssteuerung in ihre Spiele zu integrieren, selbst wo es völlig überflüssig war, das hat sich aber nun gegeben.

Und was die Zukunft der Wii-Spiele angeht, mal gucken was in den letzten Wochen veröffentlicht wurde, nur mal eine kleine Auswahl:

- Dead Space: Extraction
- A Boy and his Blob
- Muramasa: The Demon Blade
- Resident Evil: Darkside Chronicles
- New Super Mario Bros.
- Tales of Symphonia: Dawn of the New World
- Ghostbusters
- Call of Duty: Modern Warfare
- Rabbids Go Home

Bis auf Extraction haben alle diese Spiele gute Verkaufszahlen. Extraction hatte das Pech, dass es fast zeitgleich mit dem ähnlichen Darkside Chronicles auf den Markt kam.

Nun mal ein paar der Spiele für das nächste (die meisten in dieser Liste werden bereits Anfang 2010 herauskommen):

- Final Fantasy: The Crystal Bearers
- Silent Hill: Shattered Memories
- Monster Hunter 3
- Fragile Dreams
- Red Steel 2
- No More Heroes 2
- Endless Ocean 2
- Sin and Punishment 2
- Arc Rise Fantasia
- Tatsunoko vs. Capcom: Ultimate All Stars
- The Sky Crawlers
- Mario Galaxy 2
- Metroid Other M
- Monado – The Beginning of the World
- Tales of Graces
- Dragon Quest X
- Epic Mickey

(Eine vollständige Liste gibt es hier: http://www.zimmer101.de/wii-spiele/vorschau.html )

Wie man sieht ist das Spiele Line-Up der Wii für 2010 hervorragend und in Japan feiert die Wii gerade mit Samurai Warriors 3 und NSMB Verkaufserfolge, die sich nächste Woche mit Tales of Graces fortsetzen werden.

Also demnächst einfach mal die Augen aufmachen und den Wii Markt vorurteilsfrei betrachten. Der ist gesund und hat einige der besten Spiele zu bieten, gerade auch für die sog. Core-Gamer.

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18 Opus 8. Dezember 2009 um 11:14

Was viele verkennen die die Verkaufszahlen nicht so genau beobachten: Spiele für die Wii haben eine ganz andere Verkaufskurve als die für PS3/Xbox360.

Während Spiele für die PS3 oder Xbox360 90% ihrer Verkäufe in den ersten Wochen, meist sogar den ersten Tagen haben, sieht es bei der Wii völlig anders aus. Hier verkaufen sich die Spiele über Monate, teilweise Jahre hinweg in konstant guten Zahlen.

Selbst vermeintliche Flops entpuppen sich so nach einigen Monaten als Gewinnbringer. Mal ein junges Beispiel das diesem Trend bislang folgt: “Dead Space Extraction”. Das Spiel verkaufte sich in der ersten Woche in den USA gerade 19tausend mal, und galt daher vielen als Flop. Mittlerweile liegen die Verkäufe schon bei über 100.000 und die von EA angepeilten 250.000 werden wohl in 2-4 Monaten erreicht sein.

Die o.g. Zahlen von Marvelous gelten übrigens hauptsächlich für Japan und kamen vor der Veröffentlichung einiger Spiele außerhalb des fernen Ostens heraus. Muramasa hat mittlerweile weltweite Verkaufszahlen von knapp 200.000 und dürfte damit einen Batzen Gewinn für Marvelous eingespielt haben. Die Verkaufszahlen sind besser als die vom Vorgänger Odins Sphere damals auf der PS2. Demnächst kommen ja die Marvelous-Spiele Fragile Dreams und Arc Rise Fantasia im Westen heraus und dürften hier auch genug Käufer finden.

Also eigentlich macht der Artikel viel Lärm um nichts.

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19 Simon Lutstorf 23. November 2009 um 10:46

Schaden sicher nicht :) Aber kosten… Ich sage ja nicht, dass die Werbung nichts bringt. Aber sieh dir GTA für den DS an. Das wurde massiv beworben und es ist genau dasselbe passiert: enttäuschende Verkaufszahlen.

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20 Gerhard 23. November 2009 um 13:07

Naja – der DS is ja eine ganz eigene Baustelle.

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21 Klaus 23. November 2009 um 14:28

Bei deiner volumenreichen spielebezogenen To Do-Liste wirst du wohl kaum noch Platz für Muramsa haben ;).

Ein Pseudo-Review…ja stimmt, die sollten sich als Vorreiter einer neuen Review-Kultur hier endlich etablieren!

Wenn ihr genauso ausflippt wie ich, wenn das Schreiten durch einen dichten Bambus-Wald ansteht, der durch matte Sonnenstrahlen durchstoßen wird, und ab und an durch einige Schinto-Schreine aufgelockert wird, dann seid ihr hier an der richtigen Adresse.

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