Nov 252009
 
Baustelle Wii.
Baustelle Wii.
Irgendwie hab ich schön langsam das Gefühl, EA kann nicht so richtig mit Nintendos Wii. Hieß es vor etwas über einem Jahr noch, man habe aufs falsche Pferd gesetzt und habe deshalb nun viel Arbeit vor sich, sieht die Situation nun wieder anders aus. EA Sports Active war zwar ein recht großer Erfolg und auch die mySims-Reihe hat sich meines Wissens nicht so schlecht verkauft, danach lief es anscheinend aber nicht mehr so gut für EA was deren Wii-Games betrifft. Spätestens seit den schlechten Verkaufszahlen des Rail Shooters Dead Space: Extraction klingeln bei EA nun die Alarmglocken. John Riccitiello meinte deshalb schon Anfang November, die Wii habe eine schlechtere Performance hingelegt, als man das erwartet habe:

„To be honest with you, I think the Wii platform has been a little weaker than we had certainly anticipated.“

Doch damit nicht genug, Alain Tascan von EA Montreal setzt noch einen drauf.

Dieser verkündet nämlich bereits, dass man sich wieder auf Action- und HD-Titel konzentrieren werde. Der Wii-Markt sei im Moment ein wenig unvorhersehbar und man werde das Weihnachtsgeschäft abwarten. Obwohl man auf der Wii Erfolg hatte, werde man den Fokus künftig auf große Blockbuster-Titel legen.

„The Wii market is a little bit unpredictable these days. We’re going to see how Christmas is going to do and while with the Wii we have had very successful titles, we are going to focus on big, blockbuster-type titles. It doesn’t mean that we are going to abandon the Wii, but as a studio we want to be ready for new challenges.“

Na immerhin sagt EA Montreal der Wii nocht vollständig Adieu (noch nicht).

Man könnte jetzt meinen, EA Montreal ist ja nur ein Teil von EA. Allerdings hat sich das Studio intensiv mit Wii beschäftigt und Spiele wie Skate It, Boogie, Need for Speed Nitro und Spore Hero dafür entwickelt. Wenn nun also EA Montreal der Wii mehr oder weniger den Rücken kehrt, dann hat das mit Sicherheit spürbare Auswirkungen, was den Wii-Games-Output von EA selbst betrifft.

Natürlich darf nicht vergessen werden, dass die Game-Verkaufszahlen Konsolenübergreifend und weltweit gesunken sind. Die Frage ist jedoch, wie sich EAs Vorhaben im Endeffekt tatsächlich auswirken wird und vor allem, ob der „Abschied auf Raten“ nicht vielleicht Signalwirkung für andere Publisher und Studios hat. Denn neben EA haben auch andere Publisher mehr oder weniger große Probleme, mit Wii-Games Gewinne zu erwirtschaften. Zu diesem Thema verweise ich gerne auch auf Simons Beitrag mit dem Titel „Traurige Realität: Es gibt bald keine guten Wii-Spiele mehr„. Nachdem 2009 doch nicht das erhoffet Wii-Jahr der Erlösung war, könnte 2010 das Schicksalsjahr der Wii werden. Hoffen wir das Beste!

(via Edge, Kotaku)