Nov 302009
 

Ich weiß, ich bin ein Dinosaurier. Zwar noch recht gut erhalten, aber doch irgendwie schon steinalt. Das fiel mir wieder auf, als mein erster Gedanke beim Anspielen von Shatter (PSN-Download) „Arkanoid“ war. Arkanoid (von 1986) war ein Beakout-Clone (von 1976). Gut, den habe ich zumindest zu der Zeit noch nicht gespielt.

Das Spielprinzip

Arkanoid
Arkanoid
Breakout und alle Clones wie z.B. eben genanntes Arkanoid beruhen auf demselben Spielprinzip: Mit einem Schläger wird ein Ball auf den Bildschirm geworfen, der dann am oberen Rand auf Mauersteine trifft, diese zerstört und dann wieder abprallt und vom Schläger wieder nach oben gelenkt werden muss. Verpasst man einen Ball, verliert man ein Leben. In manchen Steinen befinden sich Power-Ups, die mehr Bälle, einen größeren Schläger und vieles anderen an Gimmicks bieten. So zerschießt man dann Level für Level eine Mauer nach der anderen.

Shatter
Anno 2009 gibt es seit einiger Zeit im PSN für 5,99€ das Spiel „Shatter“ welches auf genau diesem Spielprinzip basiert, es aber noch erweitert: Der Schläger ist nun eine Art Raumschiff und die einzelnen Levels sehen aus wie unterschiedliche Galaxien oder Sonnensysteme oder sowas in der Art. Das Raumschiff (der Schläger) bewegt sich nicht nur von links nach rechts und wieder zurück, sondern es gibt auch Levels in denen das Schiff links und die Steine rechts davon positioniert sind und wieder andere, wo man sich auf einer Kreisbahn bewegt.

Im Gegensatz zum o.g. Original gibt es auch Endgegner, die mit den Bällen erledigt werden wollen. Diese sind z.T. wirklich kniffelig, aber durchaus machbar. Außerdem hat unser Schiff eine Funktion mit der es in der Lage ist, Bälle anzuziehen oder abzulenken. Also quasi einen Ventilator und einen Staubsauger. Damit ist es möglich, dem Ball einen völlig anderen Drall zu geben und geschickt durch die abwechslungsreichen „Mauerkonstruktionen“ zu manövrieren.

Auch hier hinterlassen die zerschossenen Steine natürlich Power-Ups. Außerdem noch kleine blaue Kugeln die man aufsammeln sollte. Denn wenn man genug eingesammelt hat, bekommt man eine Art Power-Boost und kann für ein paar Sekunden die Zeit verlangsamen und mit einem wirklich fetten Laser die noch vorhandenen Steine oder Endgegner vaporisieren. Hat man einmal alle Bälle verloren hat man die Möglichkeit den aktuellen Level noch einmal zu beginnen. Das ist gut und hält des Frustrationslevel in Grenzen.

Grafik und Sound
Was kann man für 5,99€ erwarten? Eigentlich nicht viel. Aber Shatter hat einiges zu bieten: Die Grafik ist zwar nicht wirklich abwechslungsreich aber gefällig und sie passt zum Spiel. Auch bei vielen Bällen, Gegnern und Steinen kommt nichts ins Ruckeln und die Physik der Bälle ist immer nachvollziehbar, die Kollisionsabfrage lässt keine Wünsche offen.

Shatter
Shatter

Bei Musik scheiden sich immer wieder die Geister. Hier wird eine Form von 80er Synthie-Musik gespielt, die nie aufdringlich ist, selten nervt aber manchmal, aus meiner Sicht, doch arg belanglos ist. Meiner Freundin fiel dazu nur „Fahrstuhlmusik“ ein. Haut mich nicht vom Hocker, aber tut auch nicht weh.

Fazit
Shatter bietet kurzweilige Unterhaltung für sehr wenig Geld. Ein gutes Spiel für zwischendurch (Neudeutsch: „Casual-Game“). Besonders zu diesem sehr günstigen Preis- 5,99€. Wer früher seinen Spaß an Arkanoid oder anderen Breakout-Clones gefunden hat, der kann und sollte hier bedenkenlos zugreifen.