Dez 292009
 
Ein falsches Wort, und ich habe am Ende der Trilogie einen zusätzlichen Feind gewonnen
Ein falsches Wort, und ich habe am Ende der Trilogie einen zusätzlichen Feind gewonnen
In letzter Zeit herrschte oft Unklarheit und vertieftes Rätselraten bezüglich der als Feature gepriesenen Savegame-Import Funktion bei Mass Effect 2. Chris Priestly von BioWare lichtete im offiziellen Forum nun das dichte Nebelfeld und verschaffte uns mit konzisen Informationen Klarheit: Wenn wir ein neues Spiel starten, dürfen wir ein Charakter-Savegame aus Mass Effect importieren. Um ein Limit zu setzen, haben sich die Entwickler darauf festgelegt, die Import-Funktion auf 11 Endgame-Savegames zu beschränken. Wichtig: Ihr könnt nur Savegames aus einem Profil einbeziehen, mit dem ihr damals den ersten Teil durchgespielt habt. Ebenso können nur jene gespeicherten Daten Berücksichtung finden, welche auf einer Festplatte archiviert sind (Benutzer von Memory Units gehen leider leer aus).

Spieler, die ihre aufgepäppelten Charaktere aus dem ersten Teil importieren, dürfen sich über etwaige Startvorteile freuen. Seien es monetäre Zuschüsse oder Ressourcen für das Tech Lab der Normandy. Schon aus Gründen der Ausbalancierung und Fairness möchte man natürlich startende Grünschnäbel, welche auf kein Savegame zurückgreifen können, nicht benachteiligen. Richtig interessant wird es dann, wenn die inhaltliche Konsequenzen thematisiert werden. Hierzu heißt es: „Did you save the Council? Who survived Virmire? And how did you handle your most ardent fan?“. Wir dürfen gespannt sein, in welchen Schweregraden diese Entscheidungen tatsächlich Einfluss auf das Spielerlebnis ausüben (im schlimmsten Falle variieren die Dialog-Zeilen leicht). Wenn ich Namen wie „Virmire“ höre, dann wird mir nur bewusst, in welchen Ausmaßen meine Erinnerungsfetzen von Mass Effect sich in Luft aufgelöst haben. Leider. Ein erneutes Durchspielen zur Auffrischung der grauen Zellen wäre wohl mal wirklich angebracht.

Vielleicht wird es manche freuen: Nach dem Durchspielen hat der Spieler die Wahl ein „New Game +“ zu starten, das ebenso wie bei einem regulären Neuen Spiel wieder auf alte Savegames zurückgreifen kann. Und natürlich wird am Ende des Beitrags wieder daran erinnert, dass die in Teil 2 getroffenen Entscheidungen auf den dritten Ableger Einfluss ausüben werden. Offenbar treibt man hier die Interaktivität einer von Anfang an eingeplanten Trilogie auf die Spitze. Hoffentlich werden sich die inhaltlichen Fäden nicht nur oberflächlich verändern. Für nähergehende Informationen sei euch der Beitrag im Forum von BioWare ans Herz gelegt. Da köchelt die Vorfreude. Für mich ist Mass Effect 2 eigentlich das einzige Spiel im neuen Jahr, das mich als 360-Spieler wirklich reizt.