Ein Problem vieler aktueller MediaCenter oder Multimedia-Player ist die fehlende Kompatibilität zu den Mac-Rechnern des Herrn Steve Jobs, denn oftmals wird in irgendeiner Form der Windows-Media-Player vorausgesetzt. Abhilfe konnte man bisher hauptsächlich mit dem AppleTV schaffen, welches aber ziemlich überteuert ist und außerdem zwingend ein HD-Fernsehgerät voraussetzt.

Die PS3 ist da zum Glück wesentlich genügsamer. Sobald sich im Netzwerk ein UPnP-Gerät (Universal Plug an Play – http://de.wikipedia.org/wiki/Upnp) befindet stehen Video, Ton und Bilddateien auch auf der PS3 zur Verfügung. Dank dieser Funktion und des eingebauten Blu Ray-Players ist die PS3 eine ideale Schaltzentrale für alle Multimedia-Inhalte im Wohnzimmer. Auch für den Mac?

Zuerst einmal ist der Mac (bei mir ein Macbook) kein UPnP-Gerät und wird daher von der PS3 im Netzwerk nicht gefunden. Mittlerweile gibt es aber einige gute Software-Lösungen, die den Mac quasi in einen Medien-Server verwandeln, so dass PS3 und Mac miteinander kommunizieren können.

PS3 -MediaServer für OSX
PS3 -MediaServer für OSX

Bei mir sind derzeit 2 unterschiedliche Software-Produkte im Einsatz. Die kostenlose Software PS3-MediaServer (auch für Win und Linus erhältlich) sowie die kostenpflichtige Lösung MediaLink von Nullriver (20$).

MediaLink
Zuerst hatte ich mir die Nullriver-Lösung installiert, da diese eine iTunes-Integration propergierte. Da der gemeine Mac-User seine Musiken und Filme meist komplett von iTunes verwalten lässt, erschien mir das als geeignete Lösung.

Nach der Installation lässt sich die Software über die Systemsteuerung aktivieren und verwalten. Einmal aktiviert findet die PS3 den Mac sofort im Netz und zeigt alle iTunes und iPhoto-Inhalte an. Auch Inhalte von externen Festplatten oder NAS-Geräten können hinzugefügt werden. Die PS3 listet Wiedergabelisten aus iTunes, Ereignisse aus iPhoto und sogar Podcasts. Videos werden „on the fly“ in ein PS3-taugliches Format konvertiert. Leider werden Filme, die man im iTunes-Store gekauft hat, nicht wiedergebeben. Ansonsten eine gelungene Lösung für knapp 15€als Download.

PS3-MediaServer
PS3-MediaServer ist eine kostenlose Java-Lösung um einen Medien-Server auf dem Mac zu installieren. Das Programm wird einfach in den „Programme“-Ordner verschoben und gestartet und schon kann es losgehen. Leider fand es am Anfang die PS3 nicht, obwohl ich sicher war, dass diese immer noch im Wohnzimmer stand. Nach einigem herum probieren habe ich dann eingestellt, dass die Software immer einen bestimmten Zugang zum Netzwerk wählen soll, anstatt wahllos in der Gegend rumzugucken und hollá: Die Playstation3 war, wie ein Wunder, wieder da.

Auch hier lassen sich einfach Verzeichnisse hinzufügen auf die die PS3 dann zugreifen kann – der Weg über iTunes-Wiedergabelisten oder iPhoto-Ereignisse zum Beispiel ist jedoch nicht möglich. Das macht es, insbesondere für Fotos und Musik doch etwas unkomfortabel. Dafür ist die Software aber kostenlos. Auch diese Software beherrscht die „On the fly“-Konvertierung der Videos, so dass sich fast alle Filme auf der PS3 abspielen lassen.

NAS-Festplatte
Seit kurzem haben wir auch eine NAS-Festplatte bei uns im Netz. Da meine Freundin einen Win-Rechner hat und ich einen Mac, liegen unsere Videos und Musiken jetzt dort und nicht mehr auf meinem Mac, wohlbehütet unter iTunes.

Theoretisch kann die PS3 auch auf dieses Laufwerk zugreifen. Leider sind ihr dann die meisten Videoformate gänzlich unbekannt und es artet zu einem Glücksspiel aus, ob ein Film abgespielt werden kann oder nicht. Das ist schade. So ist es eigentlich immer notwendig, den Umweg über eines unserer Notebooks zu gehen.

Fazit:
Die PS3 ist recht eigensinnig darin, was sie abspielen möchte und was nicht. Mal spielt sie einen Film mal nicht. Der USB-Stick wird nicht erkannt, weil keine Verzeichnisse drauf sind und die Kamera nicht weil sie von Sony ist?! Man weiß es nicht.

Mit Hilfe der o.g. sehr günstigen oder gar kostenlosen Programme für den Mac ist es aber fast kinderleicht, alle seine auf dem Rechner vorhandenen Video-, Foto- oder Audio-Dateien auch auf der PS3 abspielbar zu machen. Das wertet die Konsole in meinen Augen gegenüber z.B. der Wii erheblich auf. Die PS3 ist z.B. auch in der Lage Flash-Videos (z.B. von RTLNow) wiederzugeben.

So wird aus der PS3 wirklich eine Multimedia-Zentrale – insbesondere auch für alle User von Mac-Rechnern.

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sYntiq Januar 5, 2010 um 19:12

Die XBox360 kann man (abgesehen vom BluRay Player) auch als Media-Center zusammen mit dem Mac nutzen. Laut Microsoft geht es natürlich nur mit dem Windows Media Center, tatsächlich ist die 360 aber auch nur ein UPnP-Gerät und läuft mit entsprechender Software hervorragend mit dem Mac zusammen.

Es gibt hier auch eine Lösung von Nullriver, “Connect360″ ( http://www.nullriver.com/products/connect360 ) für ca 20$, allerdings hatte ich damit von Anfang an nur Probleme.

Ich benutzte für die 360 und meinen Mac Mini “Playback” von Yazsoft ( http://yazsoft.com/products/playback/information/ ) Das Tool bindet sich schön unauffällig in OS X ein und funktioniert auch mit der PS3.
Leider scheint es im Moment nur ein Bundle mit 3 Playback Lizenzen zu geben. Aber dafür kostet es auch nur 10.99. Ich hatte es dank einer Promo-Aktion bei mupromo.com mal für 5$ oder so bekommen.

Wobei ich Playback im Moment nicht uneingeschränkt empfehlen kann. Seit dem letzten Update kann meine 360 nichts mehr vom Mac streamen. Da ich aber zeitgleich mit dem Update noch andere Netzprobleme hatte und im Moment keine Lust habe mich näher damit zu beschäftigen, weiss ich nicht ob es an mir, meinem Netzwerk, oder Playback liegt. Vor dem Update jedoch lief es wirklich einwandfrei, wobei ich bisher nur Musik, aber bisher keine Filme oder Bilder gestreamed habe.

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Klaus Schneider Januar 5, 2010 um 19:29

Danke Thorben! Wenn ich mir in naher Zukunft eine PS3 hole, werde ich deinen Artikel wieder hervorkramen.

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sYntiq Januar 5, 2010 um 20:22

Ist mein (etwas längerer) Kommentar dank der diversen Links die ich genannt habe in die “Muss manuell freigeschaltet” Liste gerutscht? Oder warum taucht er hier nicht auf?

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Gerhard Januar 5, 2010 um 20:39

Yep – hab ihn rausgefischt. :)

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sYntiq Januar 5, 2010 um 22:08

Danke ;)

Silke Januar 5, 2010 um 21:52

Das Problem mit den laut PS3 “unbekannten Dateiformaten” auf einer NAS-Festplatte ist mir bekannt. Sobald ich diese Dateien auf der NAS jedoch umbenenne (z. B. “film.avi” in “film_.avi”), funktioniert alles prima. Liegt das vielleicht an den unsichtbaren Dateien, die ein Mac beim Kopieren anlegt?

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sladerino Januar 6, 2010 um 10:47

Die Ps3 erkennt die daten auf den stick nicht wegen fehlender verzzeichnisse? Leute, ihr habt einfach nicht genug zeit und liebe eurer playse gewidmet..

einfach auf USB Stick gehen, Dreieck drücken und “alle anzeigen”, und schon braucht man keine Ordnerstrukturen!

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Thorben Januar 6, 2010 um 11:13

Danke für den Hinweis. Werde ich mal ausprobieren. Finde es aber ein wenig benutzerunfreundlich und irgendwie unpraktsch.

Aber gut zu wissen. Danke.

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Nathaniel Januar 6, 2010 um 13:33

jo dachte am ersten tag als ich sie kaufte “was geht denn ab?”, habs gegoogelt und das mit dem Dreieck rausgefunden. ist aber tatsächlich etwas ungeschickt gemacht.
aber läuft.

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