Klaus

Heavy Rain und der Versuch eines medialen Seitensprungs?

von Klaus am 1. Februar 2010 · 29 Kommentare

Gerade eben bin auch auf einen brillanten Artikel auf Destructoid.com von Jim Sterling gestoßen, der den mit Heavy Rain verbundenen Hype mitsamt seinen beihängenden Suggestionen unter die Lupe nimmt. Er kommt zu einer Schlussfolgerung, die mich schon seit längerem umtreibt und auch leicht beunruhigt. Der Versuch von Entwcklern, ständig darauf bedacht zu sein (inklusive der werbestarken Artikulation dieses Strebens), die narrativen Qualitäten von Filmen zu tangieren. Die bisher erzählten Geschichten in Videospielen erreichen in der großen Mehrzahl natürlich keinen Pulitzer-Preis, doch wir vergessen auch immer, dass die Essenz des Mediums nicht von inhaltlicher Natur ist. Im Grunde genommen sind Geschichten nur ein nettes Beiwerk, das uns durch das spielerische Gerüst (im besten Fall) peitschen soll.

Sterling macht darauf aufmerksam, dass Quantic Dream zur Anpreisung ihres im Februar erscheinenden Spieles oft auf Schlagwörter wie “Hollywood” oder “Filmqualität” zurückgreift, um die vermeintliche außerordentliche Qualität ihres Schößlings zu umschreiben. Offenbar würde ein Vergleich mit anderen Videospielen die Aura von Heavy Rain kompromittieren – so ist man jedenfalls versucht zu meinen. Die Entwickler aus Frankreich sind sicherlich nur die Speerspitze von intensiven Unternehmungen, die Videospiel-Erfahrung auf eine filmähnliche Qualitätsstufe zu katapultieren. Wir wollen endlich eine geschichtsträchtige Narration, die von der Brillianz von Referenzstreifen zehren. Wieviel sagt das von einer Branche aus, die ihr Heil in einem anderen Medium sucht. Inwiefern grenzt das an “Selbstverleugnung”?

Man ist geneigt sich ein Analogon vorzustellen: Der kleine Bruder befindet sich in einem schwierigen Alter und sucht sich zur individuellen Identitätsstiftung seinen großen Bruder als Haltepunkt heraus, an dem er sich notfalls festhalten und orientieren kann. Die Videospiel-Branche befindet sich derzeit in einer ähnlichen diffizilen Konstellation. Der große Bruder ist hier das Filmmedium, das offenbar den Heiligen Gral darstellt. Bis zu welchen Ausmaßen kann sich nun der kleine Bruder an seinen männlichen Geschwisterteil orientieren, ohne dabei seine eigene Identität zu verlieren. Wann wird er zur eigenen Kopie seines altersbedingten Leitwolfes?

Es wird oft von einem sogennanten kumulativen Zukunftsmedium gesprochen, das Film und Videospiel verschmilzt. Selbst das an einen Blockbuster-Kinofilm erinnernde Uncharted 2 wurde so viel ich gelesen habe probeweise in ausgewählten Kinos vorgeführt. Es geht jedenfalls nicht unbedingt darum, Heavy Rain die Qualität abzusprechen. Zu behaupten, es sei mehr ein interaktiver Film als genuin ein Videospiel. Quantic Dream reitet nur vielleicht in der Vorberichterstattung zu sehr darauf herum, die Qualitäten eines bewegenden Streifens mimen zu wollen, statt sich auf deren Hauptintention zu besinnen – nämlich ein Videospiel mit einer erwachsenenen Story zu kreieren, das das Medium en toto weiterbringt. Ob es schlussendlich Filmen ebenbürtig sein kann, ist gar nicht die Frage. Ein medienübergreifender Vergleich wäre wohl der völlig falsche Ansatz. Videospiele konnten in der Vergangenheit schon oft Emotionen und bewegende Momente hervorrufen. Auch ohne sich sklavisch an die Gesetze von Filmen zu halten. Sie haben schon oft ihre eigene Sprache gefunden, nicht das nachgebrabbelt, was andere ihnen in den Mund schieben, nur weil es als das “Nachzueifernde” gepriesen wird.

Heavy Rain wird, davon bin ich fast überzeugt, sicherlich ein fantastisches Spiel für die PS3. Und es ist sicherlich auch eigenständig genug, um sich nicht ständig den Vergleich mit Filmen zumuten zu müssen.

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Das Casting zu Heavy Rain | gamgea.com
17. Februar 2010 um 10:35

{ 28 Kommentare… lese sie unten oder schreibe selbst einen }

1 Gerhard 1. Februar 2010 um 13:27

Wenn ich mir geschätzte 90% der Spiele ansehen, dann habe ich überhaupt nichts gegen den Vorstoß, den Quantic Dream mit Heavy Rain wagt. Und das gleich als “medialen Seitensprung” zu verurteilen halte ich schlichtweg für überzogen. Ich für meinen Teil fand den Destructoid-Beitrag zum Thema schwach.

Auf der einen Seite wird über “Einheitsbrei” gejammert, kommt dann endlich mal ein etwas anders geartetes Spiel, dann ist die Not ebenfalls wieder groß. Heavy Rain ist nichts weiteres als ein (nach den ersten Reviews zu urteilen) sehr gutes Spiel und die Weiterentwicklung eines längst etablierten (und leider auch schon fast totgesagten) Genres – dem des Adventures. Wenn Heavy Rain es schafft, dieses wieder zu etablieren, dann bin ich sehr dankbar dafür.

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2 Klaus Schneider 1. Februar 2010 um 13:39

Die Debatte findet ja auch unabhängig von der Qualität des Spiels statt. Die “Kritik”, wenn man sie so bezeichnen darf, richtet sich auch gar nicht auf Heavy Rain als Spiel. Sondern es wird nur fragwürdig gemacht, ob Entwickler andauernd Vergleiche mit Filmen bemühen müssen.

Vielleicht wird man auch Heavy Rain nicht gerecht, wenn man es dauernd mit Filmen vergleicht und dabei übersieht, dass es sich um ein Spiel handelt. Quantic Dream wollte ja ein Spiel machen und keinen Film. Aber das ging in der ständigen Betonung von “hollywoodreifer Inszenierung” und “filmreifen Erzählqualitäten” manchmal etwas unter.

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3 Gerhard 1. Februar 2010 um 13:51

Das ist schon klar, aber weshalb sollen die Vergleiche mit Filmen stören? Ich verstehe nicht, wie man deshalb übersehen könnte, dass es sich dabei um ein Spiel handelt. Generell denke ich, dass sich die beiden Medien immer mehr annähern, was sich bei Filmen ja mitunter negativer auswirkt, als bei Spielen. Bei manchen Filmen hat man ja quasi nur noch ein Videospiel vor Augen, bei welchem man zum passiven Zuschauen verdammt wird (überspitzt gesagt).

Vielleicht krankt es aber auch nur an den Wortschöpfungen, wodurch man immer wieder auf Begriffe aus der Film- und Videowelt zurückgreifen muss.

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4 Malkavianer 1. Februar 2010 um 14:07

Ich finde die Frage berechtigt: warum sollte man Spiel mit Filmen vergleichen? Max Payne u.ä. haben uns zwar gezeigt, wie solch ein Zwitter aussehen soll aber auch bin der Meinung, dass alles zu trennen sei: Spiel bleibt Spiel, Film bleibt Film, Buch bleibt Buch. Was wäre wenn z.B. ein Buch mit einem Film verglichen wird (Sagen wir mal dass es einen Film und dazu KEIN Buch gibt und jemand vergleicht irgendein Buch mit eben diesem Film)? Das wäre doch irgendwie absurd. Aber bei Spielen scheint dies langsam eher die Regel als die Ausnahme zu werden…

Jedes dieser Medien erzählt eine Geschichte (wäre schlimm, wenn nicht) aber eben jedes Medium auf die eigene Art und Weise und so sollte dies auch bleiben. Ich möchte nicht interaktiv in einen Film eingreifen genau so wenig wie ich bei einem Spiel den Zuschauer mimen soll. Und ein Vergleich zweier Medien mit solch unterschiedlicher Interaktion seitens des Zuschauers/Spielers führt das jeweilige Medium ad absurdum.

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5 Nathaniel 1. Februar 2010 um 14:11

wenn ein spiel ein element aufweist, das vor allem aus filme kennt warum zur hölle sollte man es dann nicht auch damit vergleichen?
buch und film vergleiche gibt es übrigens auch oft. und absurd ist das auch nicht.

also man sollte schon die augen offenhalten im leben und nicht ganz so festgefahren sein.

6 Nathaniel 1. Februar 2010 um 14:05

Intermediale Vergleiche gibt es überall, ich sehe, wie Gerhard, darin kein Problem. Ich empfinde Jim’s Haltung als kindisch und seltsam eifersüchtig auf irgendetwas, dass meiner Meinung nach nicht existiert. und wenn heavy rain sich ein kamera team für ihr spiel holt das aus der film branche kommt, dann ist das doch logisch das das wort “film” irgendwo in den beiträgen zu dem spiel kommt.

und warum auch nicht kamera leute aus dem filmbusiness holen, wenn die 100 jahre erfahrung haben und cinematics in spielen eben gerade mal 10 jahre auf dem buckel haben.

die medien sind doch keine gegner oder konkurrenz.

@ klaus: deinen satz “doch wir vergessen auch immer, dass die Essenz des Mediums nicht von inhaltlicher Natur ist.” halte ich für schwachsinn. soetwas wie die essenz von games gibt es nicht denke ich. das ist eine persönliche entscheidung. auserdem geht es bei jedem medium immer um den inhalt.

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7 Malkavianer 1. Februar 2010 um 15:06

Ich weiß nicht warum, aber solche Ausdrücke wie “schwachsinn” oder “warum zur hölle” empfinde ich irgendwie als unangebracht. Vielleicht hat es etwas mit Manieren oder vernünftigem Umgangston untereinander zu tun aber evtl. irre ich mich ja?

Und JA, es gibt die Essenz der Spiele! Eine der Kernessenzen ist das Interagieren in einem Spielen, während DIE Kernessenz bei den Filmen das passive Wahrnehmen ist. Und schon deshalb sind Vergleiche dieser beiden Medien unangebracht und nur extremst selten passend.
Bei “The Witcher” wurden auch echte Martial-Arts Kämpfer gefilmt und deren Moves danach ins Spiel verbaut aber es käme NIE jemals auf die Idee, deswegen das Spiel mit einem Karate-Film o.ä. zu vergleichen (was bei einem Rollenspiel auch noch mega-unpassend wäre).

Aber was solls. Jeder hat seine Meinung und wenn man unbedingt Äpfel mit Birnen vergleichen mag: bitte sehr. Blos die ungeschriebe Etikette sollte man dennoch beachten. Schon aus Respekt den Anderen gegenüber…

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8 Nathaniel 1. Februar 2010 um 15:41

du irrst.

die kernessenz eines films ist niemals das passive wahrnehmen. so etwas wie passives wahrnehmen gibt es nicht.

die kernessenz eines spiels kann von mir aus die interaktion sein, aber ein spiel ohne inhalt ist kein spiel.

du kommst übrigens gerade auf die idee es mit einem karate film zu vergleichen. und schon ist der vergleich da. ob ihn jemand ausspricht ist eine andere frage. du siehst du drehst dich im kreis.

mein problem mit deinen beiträgen ist, das du gebriffe die sich sehr sehr schwer definieren lassen auf eine sehr legere art benutzt. so einfach ist das nicht, wenn man schonmal darüber spricht.

und das mit der etikette… ich bitte dich.

9 Malkavianer 1. Februar 2010 um 16:01

Ich sehe, es hat keinen Zweck und da ich hier nichts unpassendes sagen möchte, erkläre ich das “Streitgespräch” meinerseits für beendet.

10 NachtPoet 1. Februar 2010 um 17:00

@Malkavianer: Du fokusierst hier auf einen der entscheidenden Unterschiede zwischen Spiel und Film: Das Interagieren. Den Fokus darauf zu setzen ist aber gerade deshalb nötig, weil Computerspiele und Filme ansonsten auf sehr ähnliche Elemente setzen, um ihre Geschichten zu erzählen. Bewegte Bilder, Musikuntermalung, Kameraführung ect.

Die Möglichkeiten des Spiels gehen aufgrund des interaktiven Charakters weit über die des Films hinaus. Zugleich bleiben sie jedoch hinter der intensiven Erzählweise des Films zurück. Zum einen kann der Film seine Erzählstruktur, sein Tempo, seine Dramaturgie sehr genau auf festgelegter Länge bestimmen, während das Spiel die Geschichte, die es erzählt, weit flexibler gestalten muss, sie über einen viel größeren Zeitraum erstreckt und dem Spieler häppchenweise serviert. Zum anderen waren bisher die grafischen Möglichkeiten des Spiels nicht so weit, um das gleiche realistische Gefühl des Films zu vermitteln.

Filme sind bisher am nächsten an unserem realen Gefühl, eine Geschichte selbst mitzuerleben, selbst Zeuge zu sein von etwas, das wirklich passiert. Ein Filmreifes Spiel versucht, dieses Gefühl vom passiven Beobachten ins aktive erleben zu transportieren. Das ist keine Beschneidung des Genres Spiel, sondern eine Weiterentwicklung einiger Sub-Genres. Adventures allen voran, aber auch Spiele wie “Uncharted 2″ oder “MGS4″ bedienen sich immer mehr den bewährten Mitteln des Films und verbinden sie mehr oder weniger nahtlos in das Spielerlebnis. Oder nehmen wir “Gods of War”, welches durch geschickte festgelegte Kameraführung eine wahnsinns Filmdynamik entwickeln kann. Oder die Final Fantasy-Serie, welche seit dem Sprung in 3D mit Zwischensequenzen in Filmqualität das meiste ihrer Atmosphäre aufbaut.

“Heavy Rain” verspricht nun, die Qualitäten des Films mit einem interaktiven Spiel zu verschmelzen. Es ist ein Adventure, welche von der Erzählweise schon immer am dichtesten und damit am nächsten am Buch/Film waren. Ein wahrhaft interaktiver Film als Spiel ist für das Adventure-Genre keine Beschneidung, sondern eine Annäherung an das, was es eigentlich schon immer wollte: Eine Geschichte nicht nur zu konsumieren, sondern so intensiv wie möglich zu erleben und dabei zu beeinflussen.

Die Behauptung, “Heavy Rain” habe Filmqualität, bedeutet also im Prinzip, “Heavy Rain” verbindet die einzigartigen Qualitäten des Film mit der Dynamik des Spiels. Und das ist ein für mich faszinierendes Versprechen.

11 Gerhard 1. Februar 2010 um 18:11

Wow – danke – genau so ist es meiner Meinung nach! :-)

12 Malkavianer 5. Februar 2010 um 08:27

@ NachtPoet: ich wusste es doch: man muss nur ein bischen provozieren und schon findet sich jemand, der nicht nur mit Wörtern hantiert, als hätte er nie was anderes geacht. Dieser jemand findet auch noch die Wörter,welche mir fehlten um das zu sagen, was du geschrieben hast!

PS: noch früh am morgen. Irgendwie bekomme ich keinen klaren Satzbau hib aber als abschließendes Fazit: NachtPoet, du hast den Nagel auf den Kopf getroffen! :-)

13 Nathaniel 1. Februar 2010 um 16:04

ach komm, angriff ist die beste verteidigung. wer nicht provokant nachfragt der kann auch nichts neues lernen. woher dieses harmonieverlangen? =)

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14 Malkavianer 1. Februar 2010 um 16:13

Das “Harmonieverlangen” kommt aus der simplen Tatsache dessen, dass ich wirklich sehr gerne diese Seite besuche und mir die hier angebotenen Informationen sowie die Fülle der geistigen Beiträge sehr gefallen und ich nicht einsehe, warum ich hier meine Meinung wie in einer Schlacht verteidigen muss. Ich habe meine Meinung geschrieben, du hast deine Kundgetan: alles klar, zur Kenntnis genommen, abgehackt.

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15 Klaus Schneider 5. Februar 2010 um 00:10

Bin auch für einträchtige Harmonie! Schluss mit den Anfeindungen! :-)

16 Gerhard 1. Februar 2010 um 16:20

Man kann doch festhalten, dass die Grenzen zwischen Spiel und Film mehr und mehr verschwimmen und ineinander übergehen. Bei einigen Spielen weniger, bei anderen mehr – Heavy Rain gehört mit Sicherheit zur letzteren Kategorie. Deshalb sind auch “Vergleiche” – oder sagen wir besser das Verwenden von Begrifflichkeiten – angebracht bzw. nichts verwerfliches. Schließlich werden in beiden Medien teilweise die gleichen Technologien und Arbeitsweisen verwendet – z.B. MotionCapturing, Storyboard etc.

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17 Malkavianer 1. Februar 2010 um 17:12

Da stimme ich dir wiederum zu :-)

18 XfrogX 1. Februar 2010 um 16:17

finde schon das spiel ohne geschichte geht.

Guck dir doch pong oder pac man an, oder neuer counterstrike. alles hat keine wirkliche geschichte die es zu erzählen dennoch waren alles geniale spiele, und von vielen spielen ist die story mehr lässtig. Meistens nervts nach ner zeit einfach. Gibt aber auch spiele die nicht ohne geschichte funktionieren wie mgs da ist die geschichte das interessante und das spielen nur beiwerk.

Eigentlich ists ja auch einfach beim buch zählt nur die geschichte der rest macht dein kopf, beim film wird die geschichte schon gerne mal den bilder untergeordnet. wie oft gibts im film sachen nur weils halt optisch was her macht. und beim spiel ists dann meistens so das die geschichte nicht relevant ist es geht nur noch um das was man sieht und was man erreicht.

Natürlich sind diese grenzen sehr schwankend es gibt bücher die dir bis zum extrem versuchen ein bild in deinen kopf zu malen, und filme wo es mehr andeutung als sichtbare szenen gibt. und darin ist halt bei spielen das meiste möglich vom optischen meisterwerk ohne wichtige geschichte bis zur super geschichte wo die optik und das spielen kaum noch wichtig ist.

Wenn heavy rain wenigstens einen part top macht, also entweder spaß am spielen oder top geschicht dann lohnt sich das spiel doch schon, verbindet es beides na dann wirds ein meisterwerk, aber sollte die geschichte nicht ut sein und das spielen eher öde, na dann ist das spiel müll, egal wie gut es technisch gemacht ist.

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19 Gerhard 1. Februar 2010 um 16:21

Word!

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20 Nathaniel 1. Februar 2010 um 16:46

ich stimme dir zu. ein spiel braucht keine geschichte. aber inhalt und geschichte sind ja auch verschiedene paar schuhe. einen inhalt braucht ein spiel immer.

auch ist das wort “videospiel” viel breiter als das wort “spielfilm”. ein sportspiel oder ein jumpandrun kommen sehr gut ohne viele worte aus. trotzdem haben sie ja einen inhalt, der sich nicht auf das drücken von knöpfen im richtigen moment (also die interaktion) reduzieren lässt.

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21 Gerhard 3. Februar 2010 um 15:16

Wil Wheaton (Wesley aus Star Trek TNG) hat einen schönen Beitrag zum Thema “video games v. movies” geschrieben (http://wilwheaton.typepad.com/wwdnbackup/2010/01/regarding-the-matter-of-video-games-v-movies.html)

Am Ende schreibt er: “Narrative video games aren’t going to replace television and movies any more than television and movies replaced books, but as technology continues to advance, and games become even more cinematic and interactive, the battle won’t be only for the consumer; it will also be for the creator. People who went to school 20 years ago to learn how to make movies are now going to school to learn how to use the same narrative storytelling techniques to make video games.

It’s going to be a fierce battle, and even though I think it will likely be fought to a draw, we’re going to get some incredible entertainment out of it. As creators and consumers, we’re going to experience things that we can only imagine right now, and I can’t wait.”

Recht hat er!

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22 Klaus Schneider 5. Februar 2010 um 00:16

Vielleicht habe ich bei dem Attribut “brillant” in Zusammenhang mit Sterlings Artikel zu hoch gegriffen. In der Rückschau kommt mir das Lagerdenken auch teilweise kindisch vor, aber in abgedämpfter Stoßrichtung behält der Artikel zum Teil finde ich seine Richtigkeit.

Videospiele werden von etablierten Medien(vertretern) wohl nicht immer wirklich ernst genommen. Das erklärt ja schon die miesen Umsetzungen, denen oftmals ohne Fingerspitzengefühl nachgegangen wird. Gegenteiliger Respekt ist hier wichtig. Solange Videospiele von Filmproduzenten nur als hingeschluderte Verlängerung ihrer pekuniären Verwertungskette betrachtet werden, kann hier nur schwer eine furchtbringende Symbiose entstehen.

@Nathaniel
Mit “Inhalt” habe ich mich eigentlich mehr auf der Schwelle von “Geschichte” bewegt. Hier hätte ich mich klarer ausdrücken können. Aber die anderen Diskussionsteilnehmer haben haben das ja schon sehr gut ausgeführt.

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23 Nathaniel 5. Februar 2010 um 15:26

wenn man sich den neuen avatar im kino anschaut wird dieser lustigerweise mit den kriterien eines videospiels bewertet. die geschichte ist nämlich unterste schublade, das kann niemand abstreiten.

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24 Gerhard 7. Februar 2010 um 08:23

Absolut korrekt – Avatar ist eine nette 3D-Technik-Demo – mehr nicht.

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25 Malkavianer 8. Februar 2010 um 14:10

Aber eine echt geile 3D-Demo!

Viel cooler, als der unbestittene Grafik-Demo-König “Doom 3″…

26 Shay 6. Februar 2010 um 22:49

Ich kann es kaum erwarten bis Heavy Rain endlich verkauft wird. Inzwischen habe ich mir das Spiel schon vorbestellt über Amazon. Da gibt es aktuell noch einen DLC extra kostenlos mit dazu. Demo müsste auch die nächsten Tage erscheinen wenn ich mich nicht irre. Ich könnte mir vorstellen das, dass Spiel wenn es so gut ist wie man aktuell überall liest den ein oder anderen davon überzeugt eine PS3 zu kaufen.

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27 Klaus 7. Februar 2010 um 14:06

Mein Bruder hat die Demo angespielt – er ist begeistert und angetan. Wäre wirklich fantastisch, wenn Heavy Rain so wird, wie erhofft.

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28 Daxter666 21. Februar 2010 um 04:21

Ich freue mich schon riesig auf das Spiel. Ich habe mir extra wegen dem Spiel eine PS3 zugelegt. Ich fand den Vorgänger Fahrenheit schon absolut fantastisch. Bis auf den unrealistischen Teil zum Ende hin, hat mich das Spiel echt von Hocker gehauen. Ich liebe Spiele mit einer tiefen Story und großer Entscheidungsfreiheit. Den Vergleich eines “Medialen Seitensprunges” finde ich vollkommen unangebracht. Heavy Rain ist mehr ein Film als ein Videospiel oder besser gesagt eine Verschmelzung von beidem. Die Entwickler haben auch nie entwas anderes behauptet oder gewollt.
Auch die Aussage das “Geschichten nur ein nettes Beiwerk” sind finde ich ziemlich kurz gedacht. Rollenspiele und Adventures (die Rollenspiele, die es mit am längsten gibt) leben doch gerade von der Story und auch Shooter oder andere Spiele glänzen mehr und mehr mit einer gut erzählten Geschichte. Für mich z.B. ist die Story fast das wichtigste am ganzen Game. Ein Spiel mit einer miesen oder gar keinen Story muss in anderen Bereichen echt schon was leisten damit ich es spiele. Ich hoffe wirklich das Heavy Rain hier neue Maßstäbe setzt.
Ich für meinen Teil freue mich sehr auf das Game und darauf das noch viele weitere folgen werden.

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