Heutiger Kandidat: Sakura Wars: So long, my Love
Erscheinungstermin: 15. März
Noch nie von Sakura Wars gehört? Keine Bange. Ich bis zum Aufrufen dieses fantastischen Foren-Threads auch nicht. Die seit 1996 ausschließlich in Japan lancierte und einige Erfolge verbuchende Serie wird erstmalig in westliche Gefilde hinüber gerettet (bei So Long, My Love handelt es sich genauer gesagt um Sakura Wars 5, das aber eigenständig genug sein soll, um uns europäische Neueinsteiger nicht in hoffnungslose Verwirrung zu versetzen). Es handelt sich um ein Strategie-RPG, das sich aus zwei primären Komponenten zusammensetzt. Laut wikipedia.com gehört Sakura Wars zu den ersten Spielen, die Strategie-Elemente mit Dating-Sim-Anleihen vermischt (also ähnlich wie bei Persona 3).
Im Adventure-Modus darf der Spieler in der Stadt bzw. einem Theater herumlaufen und Gespräche mit Charakteren anknüpfen. Und hier ruht der springende Punkt: Der Spieler muss sich Vertrauenspunkte in der Konversation “erarbeiten”, damit die Kombattanten ihm Vertrauen entgegenbringen und sich dementsprechend in ihren kämpferischen Fähigkeiten verbessern. Eine überaus innovative und originelle Mechanik, die den Stufenaufstieg nicht an Erfolge in den Kämpfen koppelt (wie das sonst üblich ist), sondern anhand von “sozialen Errungenschaften”. Die Schwierigkeit für eine freundschaftliche Vertrauensbasis hängt auch vom Charakter der Person ab, die mal mehr mal weniger zugänglich ist. Um dem Ganzen einen Schuss Brisanz und Realitätsnähe zu verpassen, sind die Gespräche an ein Zeitfenster gebunden, das dem Spieler nur einige Sekunden Raum für die jeweiligen Antworten einräumt, an deren Qualitäten sich dann der Erfolg des Gesprächs bemisst.
Im rundenbasierten Battle-Mode schließlich kämpfen wir dann im dampfbetriebenen Mech-Anzug sowohl am Boden als auch in der Luft. Das Gameplay-Gerüst erinnert zum Teil an Valkyria Chronicles: Für jede Aktion, für jede Handlung (sei es nur das Umherlaufen) werden Aktionspunkte abgezogen, die sich ab einem gewissen Punkte erschöpfen. So muss der Spieler seine Aktionen taktisch geschickt und überlegt einfädeln und versuchen, unter dem gegebenen Limit das Maximum an Feldvorteilen abzuschöpfen.
Das Spiel-Szenario spielt sich in der Taisho-Periode in Japan ab (Anfang des 20. Jahrhunderts), die technologisch ganz auf die Technik von Dampfmaschinen getrimmt ist. Im so genannten “The Kouma War” haben sich im Jahre 1918 Dämonen zum bösartigen Angriff auf Tokyo formiert, denen dank einer Elite-Angriffstruppe Einhalt geboten werden konnte. Um zukünftige Invasionen zu vereiteln, hat sich eine “Imperial Assault Force” gebildet, die als Untergrundbasis ein Theater erkoren hat (deshalb rennen wir wahrscheinlich auch abschnittsweise in Theatern umher – offenbar handelt es sich bei der theatralischen Nebenbeschäftigung um eine ideale Aktivität, um sich für die anfallenden Auseinandersetzungen zu wappnen – wiird!). Zweigstellen dieser Verteidigungsgruppe gibt es auch in Paris und New York (Big Apple ist in diesem Serien-Vertreter auch der Schauplatz des Abenteuers). Im Spiel schlüpfen wir in die Rolle eines Kapitäns, der seine wohl ausschließlich weiblichen Mitstreiter befehligen darf (schöne Aussichten, was?).
Interessante Fakten in der Übersicht:
- Nummer 1 der „Most Wanted“-Charts bei RPGgamer.com
- Verschiedene Enden mit hohem Wiederspielwert (so steht es jedenfalls auf dem Papier)
- Story-Verlauf nach episodischem Zuschnitt (jede Episode dauert ungefährt 4-5 Stunden)
- Die Famitsu gab dem Spiele eine beachtenswerte Punktezahl von 37/40 (10, 10, 9, 8)
Zwei weniger als das gescheiterte Final Fantasy XIII
Warum es das Spiel in unsere Wiired-Serie schaffte:
Das Spiel vereint zwei Spielkomponenten: Eine Dating-Simulation geht eine Verbindung mit einem strategisch geprägten Rundenkampf ein. Diese Kombination ging schon in der populären Persona-Reihe voll auf. Außerdem handelt es sich um das erste Sakura Wars-Spiel, das es nach Europa schafft. Ich bin bezüglich dieser japanischen Spiele-Franchise auch unkundig, aber schon die Genre-Mixtur weckt gewisse Gelüste. Außerdem ist es ein auf der Wii unterrepräsentiertes Genre. Und wer schon keine PS3 besitzt, und damit das fantastische Valkyria Chronicles verpasst, sollte zumindest einige Alternativen geboten bekommen.
Zum besseren Verständnis noch ein schicker Trailer, in dem eine euphorische Frauenstimme die positiven Seiten des Spiels lautstark hervorbrüllt:
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Ich freue mich schon auf Deine weiteren Wiird-Artikel. Super Idee!
Jup, ich bin auch schon auf deine Tipps aus dem underground gespannt. Gefällt mir sehr :-)
PS: ich warte immer noch darauf, dass Fron Mission für die WII kommt. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt :-(
Danke für den positiven Zuspruch. :-)
Jetzt werde ich unerwarteterweise wohl doch weiter machen müssen – ich habe mit einer klassichen Totgeburt geliebäugelt. Mist.
Wie: todgeburt? Neee, neee, wird mal Zeit, dass hier auch ernsthafte Titel der Wii besprochen werden! ;-)
PS: ist eigentlich auch was für WiiWare geplannt oder seid ihr Jungs schon eh überlastet?
Ich könnte auf die faule Ausrede zurückgreifen, wir seien überlastet oder es herrsche akuter Personalmangel. Vielleicht stimmt einiges davon.
Klartext: Im Moment ist nichts geplant was WiiWare betrifft. Anscheinend scheint bei euch Interesse danach zu bestehen. Aber im Moment sieht es nicht wirklich gut aus. Ich muss auch gestehen, dass ich WiiWare völlig aus dem Blick verloren habe. Was schade ist…aber XBLA hat zur Zeit eben weit mehr zu bieten (okay da hält sich unsere berichterstattung auch in grenzen *grins*)
Wir sind eben eine ganz ganz kleine “redaktion”…
War so klar: erst wird eine top-seriöse Seite mit hervorragender Berichterstattung und toller Kundenanbindung geschaffen und dann heißt es „Sorry jungs aber wir können unseren genialen Kundendienst nicht aufrecht erhalten, da wir unterbesetzt sind“. Also echt!
Nee, im Ernst: hatte ich mir fast schon gedacht, dass ihr besseres zu tun habt, als die Randgruppe WiiWare zu „bedienen“, wobei ich mich immer noch frage, zu welchem Verlag/Zeitung ihr eigentlich gehört und wer euch die Berichte schreibt?
PS: wie wäre es mit ein paar jungen Praktikantinnen? Die sind bekanntlich immer sehr gut, was die Handarbeit…ähm…das Schreiben angeht ;-)
Wir gehören zu GAR KEINEM Verlag, keiner Zeitung und überhaupt keiner Organisation an. Wir spielen einfach nur gerne und schreiben über unser Hobby. Und ja – wir sind ein klitzekleiner Haufen.
Praktikanten sind gerne willkommen – allerdings solltest Du da mal mit Jörg (unserem Medizinmann) Kontakt aufnehmen. Ich hau ihn mal an.
Ha, wusste ich`s doch: ein privater Haufen spielefreudiger, unbezahlter und fanatischer Verfechter der multimedialen Unterhaltung und keine vollausgebildeten, Harvard absorbierende Professoren mit Schwerpunkt Publizistik. Dilettanten, alles nur Dilettanten hier !?! ;-)
Ich meinte eigentlich Praktikantinnen, ich selbst bin männlicher Natur, also passe ich ja gar nicht in das von mir erstelle Raster ;-)
Aber wer weiß…vielleicht würde es mir sogar Spaß machen, das Eine oder Andere zu schreiben und eure vernichtenden Kommentare zu erhalten *grins*
@Malkavianer
Bravo. Wortfreudiger hätte man das nicht formulieren können! :-)
Das Abfassen von vernichtenden Kommentaren überlassen wir unseren Lesern, die, sobald sie das Stammleser-Prädikat erhalten haben, halbautomatisch von uns zu Autoren umfunktioniert werden.
Vielleicht erklärt sich ja ein treuer Leser dazu bereit, Artikel über WiiWare zu schreiben? Wer weiß? Vielleicht kriegen wir auch selbst den Hintern hoch. Ist aber eher unwahrscheinlich…(wie gesagt, wer weiß…)
Aber für Rechtschreibfehler meinerseits hatte es dennoch gelangt: absorbierende = absolvierte
Aber jetzt mal Ernst: meine Mailadresse habt ihr ja (bitte nicht öffentlich hinterlegen, Datenschutz und so…), wenn ihr wollt, kann ich mich ja als Hobbyautor versuchen. Wenn schon dilettantisch, dann richtig *grins*
Und den einen oder anderen WII/WiiWare/PC-Titel besizte ich auch, über welchen mab berichten könnte…oder auch nicht ;-)