Mrz 082010
 
Leider nur ein fiktives Königreich - CING hat Probleme
Leider nur ein fiktives Königreich - CING hat Probleme

Die Produktlinie liest sich famos: Little King’s Story, Hotel Dusk: Room 215, Another Code. Das sind nicht die einzigen qualitativ überzeugenden Spiele aus dem japanischen Hause von CING, das sich in letzter Zeit vermehrt aufgemacht hat, die Konsolen von Nintendo mit außergewöhnlichen Produkten zu verwöhnen. Das Traurige in dieser Welt ist aber, dass sich Qualität nicht immer auszahlt. Nach wenig Mut machenden Meldungen zufolge musste das talentierte Studio zum 1. März 2010 Insolvenz anmelden, da sich bis zu 2.5 Millionen US Dollar Verbindlichkeiten aufgetürmt haben.

Wie es jetzt weitergeht? Keine Ahnung. Ich mag die Spiele von CING und bin über deren Probleme leicht erzürnt. Vor allem wenn wir bedenken, dass The Last Window (der Nachfolger zum fantastischen Hotel Dusk) erst kürzlich in Japan erschienen ist und für den westlichen Markt noch lokalisiert werden muss. Vielleicht werden die Entwickler nicht von der Bildfläche verschwinden, aber wer sich heutzutage auf dem Massenmarkt nicht positionieren kann, der gerät finanziell oft in Nöte. Wir hoffen nicht nur inbrünstig, dass es The Last Window noch nach Europa schafft, sondern auch, dass sich das mit kreativen Überschüssen gesegnete Studio doch wieder aufrappelt.

CING ist eines der wenigen Studios, welche ihren eigenen Schöpfungen noch einen charakteristischen Stempel aufdrücken. Die genannten Spiele zeichnen sich allesamt durch einen persönlichen Stil aus und verströmen einen unnachahmlichen Charme. Wer einmal das Intro von Little King’s Story gesehen hat, weiß wovon ich rede. Und Hotel Dusk ist sowieso das unangefochtene Referenz-Adventure für den Nintendo DS. Allein für das Spiel sollte das Studio unerschöpfliche Fördergelder bekommen! Aber wir von Gamgea sitzen leider nicht am Goldtopf. Wir können nur unsere Daumen blau drücken.

(via NeoGaf.com, Destructoid.com)