Mrz 112010
 

So, jetzt ist es also offiziell: der Playstation Bewegungscontroller hört auf den Namen Move und soll im Herbst auf den Markt kommen. Sony verspricht den Spielern ein abwechslungsreiches Launch-Lineup – von Casual- bis hin zu Core-Titeln soll alles vertreten sein. Am Beginn der Präsentation hatte man lobende Worte für Nintendo parat, die mit ihrer Wiimote eine Vorreiterrolle einnahmen. Sonys Move sei allerdings eine Weiterentwicklung und deshalb entsprechend präziser etc.

Folgende Titel wurden bereits angekündigt und auf der GDC gezeigt: Sports Champions, Move Party (beides Arbeitstitel), TV Superstars sowie Dukes (ein Boxspiel), welche ich allesamt als Casual-Titel bezeichnen würde. Weiters wurde Slider gezeigt, welches Kung-Fu-Action auf einem Bürostuhl verspricht, sowie der Rail Shooter The Shoot. Darüberhinaus war auch eine Move-Version von SOCOM 4 spielbar. Andere PS3-Games, wie beispielsweise LittleBigPlanet und EyePet erhalten ein Update, damit sie ebenfalls von der Bewegungssteuerung gebrauch machen können.

Nach dem Klick auf weiterlesen gibts jetzt noch einige weitere Informationen, Screenshots und Videos.

Sony verspricht noch für 2010 satte 20 First-Party-Titel und hat 36 Dritthersteller mit an Bord, welche ebenfalls an entsprechenden Games arbeiten. So wurde bereits von EA Tiger Woods und Sports Active 2.0 sowie das ursprünglich Wii-exklusive Aragorn’s Quest von Warner Bros. für Move bestätigt. Ob Sony von 20 Neuentwicklungen spricht wage ich zu bezweifeln. Bei einigen Games wird es sich um per Update move-fähige Titel handeln. So steht auf dem PlayStation Blog diesbezüglich:

“Viele unserer existierenden Serien, wie zum Beispiel SOCOM, werden ebenfalls mit der PlayStation Move spielbar sein – Wegen des geringen Einflusses, den Move auf die Performance der PS3 hat, können wir dieses Feature zu unseren bereits existierenden Games hinzufügen ohne Abstriche bei Grafik oder Gameplay machen zu müssen.”

PlayStation Move und der Subcontroller.
PlayStation Move und der Subcontroller.

Der Controller

Neben dem bereits auf der E3 vorgestellten Controller wurde auch der sogenannte Subcontroller (ähnlich dem Nunchuk) präsentiert. Dieser verfügt anscheindend jedoch über keine Bewegungssensoren; bei Boxspielen werden einfach zwei Hauptcontroller verwendet. Apropos Hauptcontroller, in dessen “Lichtkugel” befinden sich 3 LEDs, sodass jede mögliche Farbe dargestellt werden kann. Das ist auch notwendig, da die PlayStation Eye Kamera den Controller erfassen muss und dieser deshalb immer die Farbe ändert, um für die Kamera den bestmöglichen Kontrast zu liefern.

Beide Controller sind um einiges leichter als Nintendos Variante und verzichten auf Batterien. Stattdessen besitzen sie einen eingebauten Akku und können gleich wie der DualShock 3-Controller via USB aufgeladen werden. Weiters verzichtet die Sony-Variante auf Kabel zwischen den beiden Controllern, eine feine Sache.

Insgesamt soll Sonys Variante präziser sein und in der finalen Version Verzögerungsfrei arbeiten, bei einigen der vorgeführten Games waren jedoch Lags bemerkbar. Erscheinen wird der Controller zusammen mit der PlayStation Eye Kamera inklusive einer Game und Demodisc, seperat für diejenigen, die die Kamera bereits besitzen und natürlich auch im Bundle mit einer neuen PS3. Preislich soll sich der Controller inkl. Kamera unter 100 US-Dollar bewegen.

Die Games

Bei Sports Games handelt es sich um eine Sportspielsammlung, welche einige Genres enthält. Vom Gladiatorenkampf über Tischtennis bis hin zum Bogenschießen ist einiges mit dabei. Das Partyspiel Move Party erinnert ein wenig an Eye Toy und bindet den Spieler direkt ins Geschehen ein – Face- und Headtracking inklusive. So kann man damit beispielsweise kleine Tierchen frisieren etc. In TV Superstars muss man in fünf TV-Spielshows beweisen, dass man der größte Star ist; das Boxspiel Dukes ist sozusagen die fortgeschrittene Variante von Wii Sports Boxing. Abgefahren hört sich Slider an, bei dem es sich um ein Kung-Fu-Game handelt, man allerdings dabei auf seinem Bürostuhl unterwegs sein wird. Im Rail Shooter The Shoot muss man seinen Regisseur beeindrucken, kann während des Spiels auch nach links und rechts ausweichen und diverse Spezialmanöver durchführen.

Fazit

Sony hat also die Katze aus dem Sack gelassen und wandelt auf Nintendos Spuren. Bei vielen der Games handelte es sich noch um frühe Versionen, weswegen man beim Spielen eine leichte Verzögerung wahrnehmen konnte. Bis zum Launch sollten diese Probleme aus der Welt geschafft sein. Die Ähnlichkeiten mit Nintendos Wii-Steuerung sind nicht von der Hand zu weisen, obwohl sich Sonys Variante in einigen kleinen Details unterscheidet. Auch was die präsentierten Games angeht, fühle ich mich an Nintendo-Games erinnert. Andererseits: was hätte Sony auch schon großartig anderes präsentieren können?

Alles in allem vielversprechend, da Sonys Variante im Gegensatz zu Nintendos Version die technisch fortschrittlichere Variante darstellt und dank Kamera sicher so manch neues Spielerlebnis ermöglicht – Stichwort Head- und Facetracking. Darüberhinaus klingt die Möglichkeit, bereits erhältliche Games motion-tauglich zu machen, verlockend. So könnte sich Resident Evil 5 dann endlich blendend steuern. Somit könnte Sonys PlayStation Move auch ein Gewinn für Core-Gamer sein, eine Revolution ist der Controller allerdings mit Sicherheit nicht. Aber Evolution ist doch auch was feines, oder?

Aja, Detail am Rande: nach der Ankündigung legte die Sony-Aktie um 1,9 Prozent zu.

 

 

SOCOM 4

 

Dukes

(via PlayStation Blog, Kotaku, VG247, Kotaku, VG247, Kotaku, Engadget, derStandard

  6 Antworten zu “Sonys Motion-Controller vorgestellt”

  1. Ganz schon frech.. aber war ja schon immer so!

    What Nintendo create, we take! – Sony

    Ich hoffe für die Playstation Jünger, dass Sony ein bessers Qualitätmanagement hat als Nintendo und nicht alle Software durchwinken..

  2. [...] Playstation Move, so heißt er also, der Motion-Controller aus dem Hause Sony. Was bei der Präsentation sofort ins Auge stach, war die Ähnlichkeit zur Wiimote bzw. zum Nunchuk. Auch die Werbesuits zu den unterschiedlichen Systemen könnten ähnlicher nicht sein. [...]

  3. Sah wie ich fand doch besser aus als bei der Wii von damals allerdings seh ich wirklich kein unterschied zu der Wii von heute wo sie ja auch Motion+ hat ich selber hab Motion+ noch nicht ausprobiert wird sich aber mit Red Steel 2 hoffentlich ändern ^^.

    Fand auch diesen Gladiatoren Titel ganz nett von den bewegungen her weil die wirklich gut übernommen wurden hoffe das waren nicht nur "spezielle" Gesten sondern die wirklichen bewegungen mit dem Kontroller.

  4. Also eigentlich baut doch nur sony die wii mote nach die cam ist doch interessanter zu nutzen finde ich. und beim boxspiel zwei hauptcontroller,naja muss man auch erstmal kaufen udn wenn mans dann zu zweit spielen will braucht man vier, nicht gerade billig.

  5. [...] hatten wir ja einige Tage Zeit, um Sonys GDC-Präsentation von PlayStation Move zu verdauen. Sonys Technologie unterscheidet sich ja – mal mehr, mal weniger – von der [...]

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