Nov 252010
 

Nanu, schon wieder ein Review zu Divinity II? Ihr wundert euch zu Recht, denn Focus Home Interactive hat sich zu einem seltsamen Schritt entschlossen. Ursprünglich als DLC-Erweiterung angekündigt, erscheint Flames of Vengeance nun im Bundle mit dem Hauptspiel und separat überhaupt nicht (Xbox 360).

Das ist für Käufer der ursprünglichen Version von Divinity II natürlich ein echtes Ärgernis. Denn zum einen erzählt die Erweiterung die Story zu Ende, zum anderen wurden in der Neuauflage Technik und Optik verbessert. Um aber in den Genuss des Quasi-DLCs zu kommen, muss das Komplettpaket inklusive das nahezu unveränderte Hauptspiel noch einmal zum vollen Preis käuflich erworben werden.

Unser Fazit: Wenn man von dem obigen Punkt einmal absieht, gibt es aber insgesamt sehr wenig zu meckern. Jeder Freund von Action-Rollenspielen, der bisher noch nicht in die Welt Rivellon abgetaucht ist, sollte sich schleunigst dieses Paket besorgen. Schon die erste Inkarnation von Divinity II schrammte nur knapp an der Neun vorbei, diese Wertung hat sich die Neuauflage mit all ihren Neuerungen nun redlich verdient.

9/10 - Großartig (Eine 9 ist eine hervorragende Errungenschaft. Es gibt kleinere Ungereimtheiten, die aber vernachlässigbar sind und das Gesamtbild nicht erschüttern können.)

Wir bedanken uns bei dtp Entertainment für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsmusters.

Divinity II: The Dragon Knight Saga (PC, Xbox 360 [getestet])
Entwickler: Larian Studios
Publisher: Focus Home Interactive

Wir haben vor einem Jahr bereits einen Test zu Divinity II veröffentlicht, dort findet ihr alle nötigen Information zum Spiel, die weiterhin Bestand haben. Auf die Story der Erweiterung gehen wir hier aus verständlichen Gründen nicht ein. Was euch erwartet, gibt die Pressemeldung sehr gut wieder:

Divinity II – Flames of Vengeance knüpft als Add-On nahtlos an die Ereignisse des Hauptspiels an. Diesmal erleben Rollenspieler die just befreite Stadt Aleroth, wie sie einer erneuten Bedrohung ausgesetzt ist. Dabei stellen sie fest, dass viele der Charaktere, die sie im Hauptspiel trafen, nicht das sind, was sie vorgaben: Das Add-On Divinity II – Flames of Vengeance setzt die Geschichte des Rollenspielreiches dort fort, wo Divinity II – Ego Draconis aufhörte. „Allerdings“, so erläutert Creative Director und CEO des Entwicklers Larian Studios Swen Vincke, „erfährt der Spieler nun, welche Absichten Rivellonsche Legenden wie Belegar, Zandalor und Damian, der Herr des Chaos, tatsächlich verfolgen. Divinity II – Flames of Vengeance führt die Geschichte um den Drachenritter fort. Zudem haben wir die Gelegenheit genutzt und die Engine des Spiels überarbeitet. So bietet das Add On optimierte Grafik und Performance.“ Divinity II – Flames of Vengeance bietet als Add-On in ca. 30 Questen ca. 15 Stunden Spielspaß.

Spoilerfreier und knapper hätte man es nicht formulieren können. Schnelle Spieler oder solche, die nicht jede Quest erfüllen, werden sicher erheblich weniger als die angegebenen Stunden benötigen, es wird aber dennoch eine ordentliche Portion neuer Inhalte geboten. Leider ist das Add-On im Vergleich zum Original sehr eingeengt. Es steht lediglich eine Stadt zum Erkunden bereit und die Verwandlung zum Drachen ist nur ganz am Schluss für den Endkampf möglich. Das ist ein wenig enttäuschend, aber aufgrund des vollgepackten Hauptspiels noch zu verschmerzen.

Was wir mochten:

Divinity II 2.0 - Ja, das Update hat sich wirklich gelohnt. Warum nicht gleich so? Nahezu alle gravierenden Negativpunkte wurden ausgemerzt. Die Engine wurde überarbeitet, was sich bei schöneren Texturen bemerkbar macht, die teilweise sogar komplett ersetzt wurden. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Renderszenen ruckelten, die Hauptfigur über den Boden zu schweben schien und die Kamera Schwindelgefühle hervorrief. Durch die beiden letztgenannten Änderungen fühlt sich die Steuerung erheblich griffiger an und die Reise durch Rivellon gestaltet sich wesentlich angenehmer. Die Benutzeroberfläche wurde zwar nur leicht angepasst, ist nun aber deutlich übersichtlicher und augenfreundlicher. Zu guter Letzt klappt das Vergleichen der Ausrüstung nun richtig gut und schont somit die Nerven. Weitere Verbesserungen, die unter Haube vorgenommen wurden, findet ihr bei Amazon aufgelistet.

Hauptspiel und Erweiterung getrennt - Ihr wollt nur die Flammen der Rache spielen, weil ihr das Hauptspiel bereits beendet habt? Einfach den Menüpunkt auswählen, einen Level 35 Charakter erstellen und schon kann’s losgehen. Wenn ihr zuvor das Hauptspiel auf der gleichen Disc durchspielen möchtet, könnt ihr diesen Charakter später natürlich auch weiterbenutzen (= Import).

Nicht gefallen hat uns:

Warum nicht zusätzlich als DLC und Update? - Auf der Dreisechzig gibt es strikte Richtlinien, wie große Updates sein dürfen. Eventuell liegt hier der Grund begraben, wieso die Verbesserungen an der Engine nicht für Erstkäufer zugänglich gemacht wurden. Dass die Erweiterung aber nicht auch zusätzlich zum neuen Paket für die erste Version herausgebracht wurde, ist eine Unverschämtheit den bestehenden Kunden gegenüber.

Kein Import möglich - Wer bereits das Hauptspiel nach etlichen Stunden beendet hat, wird sicher über die fehlende Import-Option aus dem ersten Divinity II einen Troll freuen. Entweder ihr beginnt von vorne oder erstellt, wie oben beschrieben, einen komplett neuen Charakter. In letzterem Fall bleibt freilich der Großteil der Erfolge auf der Strecke.

LOADING DIVINITY II - Wowzer, die Ladezeiten von DVD haben es wirklich in sich, speziell wenn in eine größere Umgebung gewechselt wird. Selbst die Installation auf Festplatte bringt leider nicht allzu viel. Verbesserte Engine hin oder her, die Wartezeiten sind eindeutig zu lang!

Jörg's Meinung:
Nachdem der Ärger verflogen war, dass ich meinen liebgewonnenen Recken nicht einfach übernehmen konnte, und ich die ersten Schritten durch das verbesserte Rivellon wagte, bekam ich direkt wieder Lust, noch einmal ganz von vorne zu beginnen. Es würde sich sicher lohnen, denn bereits meinen ersten Besuch hatte ich sehr genossen. Die momentane Flut an Rezensionsmustern und die verdammt lange Spielzeit machen mir jedoch vorerst einen Strich durch die Rechnung. Aber immerhin verspüre ich hier diesen Drang, ganz im Gegenteil zu einem Dragon Age – Origins auf Konsole.

  5 Antworten zu “Divinity II: The Dragon Knight Saga Review / Test”

  1. ich stimme voll zu -> Divinity 2 hat mich deutlich stärker motiviert als Dragon Age Origins. Der Wiederspielwert ist deutlich höher und auch die Spielewelt ist massiv größer und deutlich schöner geworden (Beispiel: Probiert mal bei Dragon Age durch eine Pfütze zu laufen – geht nicht wegen unsichtbarer Barriere !!!!! – hat man sich wohl die Wasseranimation gespart !!) – Das ist bei Divinity 2 richtig schön hier kann man planschen nach Herzenslust. Auch die Landschaften sind eine Augenweide, wenn auch nicht mit dem letzten graphischen Feinschliff, aber wenn sörts ?! -> Der Schwierigkeitsgrad ist allerdings teilweise richtig knackig – aber machbar ! Insgesamt ein SUUUUPER RPG – solltet Ihr nicht verpassen !!!

  2. Schön zu sehen, dass Divinity II endlich das hält was es verspricht. Von mir gäbe es aber Punkteabzug allein für die Tatsache, dass zuerst die verbuggte Beta Version (Ego Draconis) zum Vollpreis rausgebracht wurde, und nicht diese.

  3. Ich spiele schon~5Stunden die Demo (X360) und bin schwer begeistert. Sehr schöne Welt,zugängliche Steuerung. Ist für mich jetzt Pflichtkauf (sobald der Preis runterfällt…) !

  4. Naja, ich spiele eben die Story der Demo durch und es nimmt einfach kein Ende?! Ich bin selbst überrascht dass die Demo so lange ist. Eine positive Ausnahme in der heutigen Zeit!

    Hmmm…werde ich schon so stark überwacht dass manche Mitleser wissen welche Konsolen ich besitze und welche nicht? ;-) Habe seit letzten Montag die X360 und bin restlos begeistert. Vor allem die Auswahl der Rollenspiele überzeugt mich (bisher) 100%tig und die Demo zu Civilization hat mich quasi zum Kauf gezwungen. Die X360 ist wirklich sehr viel besser als ich früher dachte und auch meine Frau ist bischer nicht enttäuscht *lach*

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