Gaming Heute.
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Nach “Gute Demos, schlechte Demos” und den “Gedanken zur Wii 2” gibt es jetzt die dritte Gamgea-Fragestunde. Eure Meinungen und Gedanken sind also wieder gefragt – heute zum Thema Lösungsbücher. Klaus und ich diskutieren darüber schon über ein Jahr (kein Scherz jetzt) und kommen irgendwie auf keinen grünen Zweig. Vor allem mir erschließt sich der Sinn von Lösungsbüchern im Zeitalter des Internets kaum.

Bis Mitte der 90er-Jahre kam es hin und wieder vor, dass ich in einen Zeitschriftenladen ging, um mir aus einem Magazin mal schnell ein paar Hinweise zum Spiel XYZ zu holen. Komplettlösungen gehörten damals noch zum guten Ton. Inzwischen benötige ich eigentlich nie mehr Hilfe (sind die Spiele einfacher geworden?) und falls doch, dann weiß Google bescheid. Noch einfacher ist es, gleich das entsprechende Walkthrough-Video auf YouTube aufzurufen.

In Zeiten wie diesen frage ich mich also ernsthaft, weshalb ich noch zusätzlich Geld für ein Lösungsbuch, aka Staubfänger, ausgeben sollte?

Ich habe mich mal auf Amazon zum Thema umgesehen und zumindest für mich erstaunliches gefunden. Aktuelle Lösungsbücher kosten 20 Euro und mehr; das zur Collector’s Edition von Fallout 3 gar 150 Euro (gebraucht!) oder 250 Euro neuwertig. Wie es auch schon bei den Games selbst oft der Fall ist, gibt es auch manchmal mehrere Versionen von Lösungsbüchern. Das normale Lösungsbuch zu Resident Evil 5 ist nur was für Schattenparker, “richtige” Gamer vertrauen natürlich auf die Limited Edition!

Nebenbei passieren auch bei Lösungsbüchern Schlampigkeiten Fehler. So fehlt bei Fallout New Vegas, welches Frundsberger liebevoll “2 – 3 cm dicke Broschüre” nennt, die Karte zum Spiel. Und das, obwohl diese laut Lösungsbuchbeschreibung dabei sein sollte. Immerhin gibt es einen Patch in Form eines herunterladbaren PDFs…

Was ich persönlich generell an der Thematik nicht mag ist, dass Komplettlösungen (in welcher Form auch immer) Spielerlebnisse zerstören können. Anstatt weiter zu probieren und/oder sein Gehirn anzustrengen, sieht man eben einfach mal schnell nach. Der innere Schweinehund kennt da kein Pardon!

Ihr seht schon, mir erschließt sich nicht, weshalb man heutzutage noch Lösungsbücher braucht. Zockerfan “von Redfield” sieht das schon ganz anders und schreibt:

“Ich kaufe, wenn vorhanden, zu jedem Spiel das Lösungsbuch, aber nicht wegen der Lösungen, sondern, weil ich es einfach toll finde es auch zu lesen.”

Habt ihr daheim auch schon einen Stapel Lösungsbücher liegen? Oder seid ihr noch gar nie auf die Idee gekommen, euch ein Lösungsbuch zu besorgen? Erleuchtet uns!

(Bild via LetsBuyIt)

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{ 17 comments… read them below or add one }

gamgeaKlaus Dezember 14, 2010 um 11:24

Ich glaube ich habe in meinem Leben noch nie ein einziges Lösungsbuch gekauft. Allerdings kann es gerade bei wettbewerbslastigen Spielen wie Starcraft oder Pro Evolution Soccer von Nutzen sein. Aber bei linearen Spielen reicht Google & Co. ja wohl aus. Ich denke im Internetzeitalter haben die Lösungsbücher mehr einen ideelen wert. wer fan des spiels ist, hat so was im regal stehen. nicht aufgrund von spielfortschrittsproblemen, sondern einfach als ausdruck der eigenne Fan-Attitüde. Und wenn die Macher einen Mittelweg zwischen Lösungsbuch und Art Book gehen würden, umso besser. Gerade bei Spielen wie Okami, wo ich das umwerfende Art Book besitze, würde ich wohl bei einer schicken Aufmachung mehr als schwach werden.

Lösungsbücher müssen heutzutage mehr sein als Lösungsbücher um noch eine Daseinsberechtigung zu haben. Finde ich.

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Alex Dezember 14, 2010 um 11:27

Wenn es von einem Spiel ein Lösungsbuch gibt, dann kaufe ich es meistens dazu, einfach nur um es zu haben (haben ist besser als brauchen). Es macht Spass einfach mal darin zu stöbern, auch wenn man alles online findet. Das ist aber eine philosophische Frage ala "Buch oder E-Book". Einige (ich) bevorzugen nunmal das Buch.

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gamgeaThorben Dezember 14, 2010 um 12:07

Ich gestehe, ich frage schon mal Herrn Google, wenn ich absolut nicht mehr weiter weiss oder einfach keinen Bock mehr habe. Um einfach mal eine blöde Stelle zu überwinden. Lösungsbücher habe ich mir noch nie gekauft. Zu 64er Zeiten gab es eh noch die Cheats und heutzutage hilft das Internet.

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techngames Dezember 14, 2010 um 12:09

Lösungsbücher sind heutzutage teilweise überholt. Meist ist es os, dass die Games relativ einfach durchgezockt werden können, da dies für die Kunden und damit auch für den Hersteller besser ist. Bleibt man doch mal hängen probiert man es ein paar mal oder holt sich, wie oben erwähnt, Hilfe via Google etc.

Doch es gibt auch heute noch Rollenspiele deren Welten riesig sind und in denen man Kleinigkeiten übersehen kann. Dann, bzw. auch wenn man ein Spiel unbedingt zu 100% durch haben möchte, ist eine Lösungsbuch eine gute Sache, da man so besser planen und agieren kann.

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gamgeaKlaus Dezember 14, 2010 um 12:14

Und wenn man an die vielen InGame-Hilfen denkt, die gerade in Adventures zur Mode geworden sind, dann sind Lösungsbücher wirklich langsam überholt.

Aber ich erinnere mich noch mit guten Gefühlen an A Link To A Past, wo mein Bruder und ich gemäß des Lösungsbuches die letzten Herzteilte suchten.

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techngames Dezember 14, 2010 um 16:45

Gerade Rollenspiele, wie z.B. "Fallout 3" oder "The Witcher" haben ja ein wahres Lexikon an Einträgen zu Waffen, Gegnern, Aufgaben und Gebieten.

Wie bereits gesagt und von dir fortgeführt: Zum 100%igen durchspielen sind Lösungsbücher immer noch ideal!

Stefan Dezember 14, 2010 um 12:18

Verwende wenn dann auch die Lösungsangebote im Internet. Die sind immer sehr ausführlich, allerdings nicht seeehr übersichtlich aufbereitet. Dafür kann ich mittels Computer darin Worte suchen, was ein großer Vorteil ist.

Aber Lösungsbücher hin oder her, was ist eigentlich aus den Cheat-Codes geworden? Es gibt schon einige Spiele, die ich gerne spielte, aber einfach nicht sooo viel Zeit investieren will in eine Spielmechanik, die mir eigentlich nicht zusagt. Devil May Cry 3 habe ich bspw. am PC mit Trainer gespielt, weil ich die Spielmechanik eigentlich nicht so prickelnd finde, das Spiel aber gerne sehen wollte. Jetzt liegt bei mir Dantes Inferno rum, wo ich das gleiche Problem habe, aber keine Cheatcodes. Und ernsthaft setze ich mich dann doch lieber mit anderen Spielen auseinander…

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Gerhard Dezember 14, 2010 um 12:47

IDKFA :)

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David Dezember 14, 2010 um 12:40

Früher gab es so Sammelbände für Club Nintendo-Mitglieder gratis und ich habe ein Lsösungsbuch zu Ocarina of Time und eins zu Majora's Mask, das war's dann aber auch schon. Die Google-Suche nutze ich aber recht häufig, wenn ich nicht weiterkomme, da findet man meist auch tolle Videos und so. Keine Ahnung, warum Menschen sich freiwillig so viel Arbeit machen aber gut, mir hilft es.

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techngames Dezember 14, 2010 um 16:47

Club Nintendo war damals echt eine tolle Sache. Die Zeitschrift war gut gemacht, die Sonderausgaben mit Comics hätte ich sogar bezahlt (!) und die Prämien für das Abonnement (musste man nicht, war aber ganz praktisch) sind heute beliebte Sammlerstücke.
Schade, dass es das in der Form nicht mehr gibt.

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Stefan Dezember 14, 2010 um 19:01

Bei den Preisen für Nintendo-Spiele (ich musste schon mal 1.300 Schilling löhnen, das sind 100 Euro!!!) und wesentlich geringeren Entwicklungskosten konnte man sich eine gratis Kundenzeitschrift schon leisten. Ich zahle liebe viel viel weniger für meine Spiele und kauf mir die Fanartikel dann so, wenn ich denn welche wollte (: .

Nathaniel Dezember 14, 2010 um 12:52

lösungsbücher bieten sich (wie cheats) nicht bei allen spielen an.

ich habe das lösungsbuch von Final Fantasy 9 und 10, ich hab es aber gekauft NACHDEM ich das spiel bereits einmal beendet habe. die Bücher sind schön gemacht und man spielt das spiel beim zweiten mal auf eine andere weise. es ist dann ein bisschen wie "hinter die kulissen" schauen. weil man alle Werte der Gegner sieht, die Gegenstände, alle versteckten Sachen, also alles was so in das Spiel programmiert wurde. Also ist nicht direkt ein Läsungsbuch für mich, sondern eine Art MakingOf, ein Offenlegen was hinter dem Spiel steckt.

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Albert Dezember 14, 2010 um 22:47

Ich finde Lösungsbücher sehen meistens schöner aus als eine Internetseite, sind übersichtlicher, man kann sie bequem in der nähe beim Spielen positionieren, und sie lesen sich wesentlich angenehmer für die Augen und sind unterhaltsamer als nackte Lösungshilfen im Netz. Natürlich lohnen sie sich eher bei längeren Spielen mit hohem wiederspielwert als bei kürzeren Spielen mit geringem wiederspielwert.

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Nathaniel Dezember 15, 2010 um 00:47

ein bisschen wie Reviews im Internet lesen und Zeitschriften dazu kaufen. Beides hat was. Beides wird genutzt!

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Gerhard Dezember 15, 2010 um 07:16

Warst Du schon mal bei Subotron in Wien (Im Museumsquartier)? Ist einen Besuch wert! :-)

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Stefan Dezember 15, 2010 um 11:19

Gesehen, aber viel kleiner, als ich es mir vorgestellt hatte. Zum Schwärmen (und Protzen mit Wissen) hat es aber gereicht (:

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Gerhard Dezember 15, 2010 um 11:24

Klein, aber oho! Sie bieten auch öfters mal kostenlose Vorträge an – darüber sollte ich auch einmal berichten…

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