Mrz 052011
 

David Cages Keynote auf der GDC hat mir die Augen geöffnet. Er hat deutlich zu verstehen gegeben, dass er Spielmechanik für ein Spiel hinderlich hält und der komplette Schwerpunkt auf Story liegen muss, damit die Spiele sich weiterentwickeln können. Er schlägt vor Autoren und Künstler zu Spielentwicklern zu machen und nicht Ingeneure (Programmierer, designer etc.) wie es bisher der Fall war. Seine Meinung: Game mechanics are evil

Und das Schlimmste ist: alle anwesenden Entwickler haben geklatscht, so als würden sie sich über ihren Untergang freuen.

Da die Spielmechanik ein Spiel zu dem macht was es ist, und Ingeneure diejenigen sind, die Spiele zu dem gemacht haben was sie sind, hätte dies zur Folge, dass Spiele ihrer Identität zugunsten von Künstlerischen Visionen beraubt werden, und damit bald mit dem Theater um die größte gesellschaftliche Irrelevanz konkurrieren würden. Spiele ihrer Identität zu berauben ist das genaue Gegenteil von „Weiterentwicklung“. Es würde das gesamte Medium zu etwas machen was es nicht ist, und damit würde das Medium „Spiel“ aufhören zu existieren. Wir sollten auch nicht vergessen, dass diese Vorschläge von einem Menschen kommen der in seiner gesamten Karriere nichts weiter gemacht hat, als glorifizierte Spielbücher. Sie lehnen sich hier eindeutig zu weit aus dem Fenster, Monsieur Cage!

Damit sind David Cage und Quantic Dreams ziemlich gefährlich für das gesamte Medium geworden, und es bleibt mir nichts anderes übrig, als sie zu Feinden der Elektronischen Spiele, und damit auch zu meinen Erzfeinden zu erklären. Viva la Revolution!  Oder was denkt ihr?

Quelle: g4tv, Kotaku