Mrz 302011
 

Mehr oder weniger aus einer Laune heraus und aus Neugier habe ich mir Angry Birds für die PlayStation 3 heruntergeladen (zu finden bei den PlayStation Minis). Das Spiel hat sich für iOS-Plattformen schon weit über 10 Millionen mal verkauft, mit ihm geht ein riesen Hype einher und selbst Nichtspieler können schon etwas mit den bunten Vögeln anfangen.

Gründe genug also, um sich Angry Birds für schlappe 2,99 Euro aus dem PlayStation Store zu kaufen. Was ich von dem Spiel halte nun kurz in meinem ersten Pseudo-Review (bisher eine Domäne von Klaus).

Das Spielprinzip ist denkbar einfach. Mit Hilfe einer Steinschleuder schießt man seine Vögel auf Schweine, die sich allerdings hinter diversen Bauwerken verschanzt haben. Die Bauwerke bestehen aus unterschiedlichen Elementen wie Holz, Glas und Stein und sind entsprechend unterschiedlich widerstandsfähig. Außerdem gibt es 4 verschiedene Arten von Schweinen, von denen das „Helmet Pig“ (Helmschwein) am schwersten zu zerstören ist, da es einen schützenden Helm trägt.

Zum Glück dürfen wir als Spieler auf mehrere unterschiedliche Arten von Vögeln zurückgreifen, die alle spezielle Fähigkeiten aufweisen. So gibt es gelbe Vögel, die durch drücken der X-Taste Geschwindigkeit aufnehmen und Holz locker durchschlagen. Schwarze Vögel sind gleichzeitig fliegende Bomben, die nach dem Tastendruck sogar Steine durchschlagen. Blaue Vögel verdreifachen sich, wenn man X drückt etc. Insgesamt gibt es 8 unterschiedliche Vogeltypen, mit denen jedes Level schaffbar sein sollte.

So einfach ist es allerdings nicht, da die Anzahl der Vögel und deren Typ bei jedem Level vorgegeben wird. Sind die ersten paar Level noch recht einfach, wird es nach und nach schwieriger, sämtliche Schweine zu erwischen. Oft scheint man vor schier unlösbaren Aufgaben zu stehen und muss sich eine kleine Strategie zurecht legen, um zum Ziel zu kommen. Hier kommt nämlich die gute Physik von Angry Birds zum Tragen. Je nachdem welche Stelle der Bauwerke man mit welchem Vogel wie trifft entsteht Schaden, der unter Umständen eine Kettenreaktion auslöst. Mit einem einzigen Schuss kann man so schon mal ganze Gebäude zum Einsturz bringen. Dabei jubeln dann nicht nur die Vögel.

Alles in allem kann ich Angry Birds nur jedem ans Herz legen. Der Umfang ist riesig, die Herausforderung teilweise groß und das Spielprinzip könnte simpler nicht sein. Und gerade das macht es aus: Angry Birds motiviert, ist spaßig und spannend und lässt nie Frust aufkommen (auch wenn manche Levels erst nach mehrmaligem Probieren klappen werden). Die 2,99 Euro sind mehr als gerechtfertigt, da man mit den vielen zur Verfügung stehenden Levels sehr lange beschäftigt sein wird. Tatsächlich gibt es einige Vollpreistitel, mit denen man weniger Zeit und Spaß verbringt.

Angry Birds ist mittlerweile für Android, iOS, PC, PSP das Nokia N900, HP webOS, Symbian und PlayStation 3 erhältlich. Nintendo DS und Windows Phone 7 sollen noch folgen. Nun noch ein Trailer und ein Video, in dem die Angry Birds Ben Ali, Mubarak, Gaddafi & Co. niedermachen.