Apr 052011
 

Anonymous startete schon vor einiger Zeit die Operation Payback und schaltete damals unter anderem die Websites von Mastercard und Visa ab. Diese hatten nämlich die Konten der Whistleblower-Website Wikileaks eingefroren. Jetzt ist Sony an der Reihe.

Sony ist nämlich massiv gegen die Hacker GeoHot und Graf_Chokolo vorgegangen, welche Anleitungen zum Umgehen des Kopierschutzes der PlayStation 3 ins Netz gestellt haben. Für alle von euch, die sich umfassend dazu informieren wollen: Auf Golem.de finden sich zum Thema „GeoHot“ inzwischen schon 29 Artikel.

Jedenfalls zieht vor allem der Prozess von Sony gegen GeoHot (Georg Hotz) großes mediales Interesse nach sich. Sony erwirkte unter anderem eine Hausdurchsuchung, die Offenlegung seines Paypal-Kontos und sämtliche Konsolen von GeoHot wurden beschlagnahmt. Die Account-Daten von George Hotz‘ YouTube- und Twitter-Konto sowie die Providerdaten seiner Website durfte Sony nach richterlichem Beschluss ebenfalls einsehen.

Anonymous rächt sich deshalb im Rahmen der Operation Payback an Sony mit der sogenannten #OpSony. Mit den Worten:

„Euer korruptes Geschäftsgebaren ist ein Anzeichen für eine Unternehmenskultur, die dem Kunden das Recht verweigert, seine bezahlten Produkte so einzusetzen, wie er möchte“

kündigt Anonymous die Aktion an. DDoS-Attacken werden die Folge sein.

Konkrete Ausfälle von Sony-Webseiten sind noch keine bekannt. Scheinbar war oder ist das PSN in Amerika bereits von den Attacken betroffen. Die Twitter-Page des amerikanischen PlayStation-Supports meldete nämlich:

„PSN currently undergoing sporadic maintenance. Access to the PSN may be interrupted throughout the day. We apologize for any inconvenience.“

Anonymous hat auch eine Botschaft für Sony auf YouTube veröffentlicht:

Was denkt ihr, sind die Aktionen von Anonymous gerechtfertigt?

(via Gamasutra, derStandard)