Sämtliche PlayStation Network-Nutzerdaten (bei den Kreditkartendaten ist man sich allerdings noch nicht so sicher) gelangten in die Hände von Kriminellen. Für Sony ein Super-GAU und generell einer der größten Datendiebstähle aller Zeiten.
Die Wogen gehen – verständlicherweise – entsprechend hoch. Was ist Momentan Stand der Dinge und was hat man als PSN-Kunde zu befürchten?
Stand der Dinge
Über 70 Millionen Datensätze (Namen, Anschriften, E-Mail-Adressen, Logins, Passwörter) sind in fremde Hände gelangt, und wurden wahrscheinlich auch schon längst wieder weiterverkauft. Laut Spiegel dürften Sony-Mitarbeiter selbst Opfer von Phishing-Angriffen geworden sein. Dadurch verschufen sich die Hacker Zugriff auf das PSN. Anonymous steht höchstwahrscheinlich nicht hinter den Angriffen, da dieser profitorientiert war. Allein mit den E-Mail-Adressen könnten Millionen eingenommen worden sein. Mit diesen weiterverkauften E-Mail-Adressen dürften bald auch erste Phishing-Mails nach dem Schema “Klicke auf diesen Link XYZ, den Dein Freund empfohlen hat” an PSN-User erfolgen (Ähnliches erlebt man ja gerade in Facebook). Wachsam sein und nicht überall ohne groß Nachzudenken draufklicken lautet also das Gebot der Stunde.
Inwieweit auch Kreditkartendaten in falsche Hände gelangt sind, ist noch vollkommen unklar. Sony schreibt nur, dies könnte passiert sein. Manche Seiten, wie beispielsweise die Futurezone, melden, dass die Kreditkartendaten im Klartext gespeichert wurden. Dies verneint Sony allerdings. So sagte Patrick Seybold:
“The entire credit card table was encrypted and we have no evidence that credit card data was taken.”
Wie auch immer, sollten die Daten tatsächlich kopiert worden sein, so könnte es in Zukunft zu diversen Abbuchungen von der Kreditkarte kommen. Der Spiegel meint dazu, dass Kreditkartenbetrüger aber in der Regel erst mal abwarten, bis sich die Wogen geglättet haben, und erst dann ans Werk gehen. Man sollte also seine Kreditkartenabbuchungen in Zukunft im Auge behalten. Dank Konsumentenschutz kann im Endeffekt aber nicht viel passieren. Sollte es tatsächlich mal zu einer unbefugten Abbuchung kommen, muss man das seiner Bank sofort melden.
“Karteninhaber, die unschuldig Opfer von Betrugsfällen werden, erhalten ihr Geld zurück – abhängig von den Bestimmungen der kartenausgebenden Bank”,
so eine Visa-Sprecherin.
Wer sich tiefergehend informieren möchte, dem empfehle ich dieses “Special” vom Spiegel: “Was Sony-Kunden jetzt wissen müssen – Antworten auf die wichtigsten Fragen.” Auch heise online spendiert einen eigenen Artikel zum Thema.

Sony, Sony, Sony…
Für Sony ist die Kacke wahrlich am Dampfen. Neben Image- und Vertrauensverlust drohen auch Klagen und Strafen. Erste Sammelklagen von Nutzern laufen bereits und auch von offizieller Seite dürfte Sony einiges aufgetischt bekommen. Denn eines ist klar: Selbst wenn von Patrick Seybold beteuert wird, man habe sich an diverse Standards gehalten und die Daten seien sicher gewesen – ein derartiger Datenklau kann nur durch mangelndes Sicherheitsbewusstsein entstanden sein. Sascha Pfeiffer, Sicherheitsberater beim Softwareanbieter Sophos meint zu Recht:
“Dass ein Datendiebstahl in diesem Ausmaß bei Sony möglich war, ist ein Zeichen großer Nachlässigkeit. So etwas kann nur passieren, wenn jemand schlampt.”
Auch die Informationspolitik von Sony wird kritisiert. Erst nach einer Woche wurde die Öffentlichkeit auf den Super-GAU hingewiesen. Sony behauptet zwar, dass man selber so lange gebraucht habe, um das Ausmaß der Katastrophe zu begreifen (aufgrund von zeitaufwändigen “forensischen Analysen”), ob diese Aussage jedoch für jeden glaubhaft ist, oder nicht, steht auf einem anderen Blatt.
Sony ist gerade dabei, das PSN komplett umzukrempeln und neue SDKs für Entwickler zu schnüren. Wie lange das PSN noch offline ist, kann im Moment wahrscheinlich nichteinmal Sony selbst sagen. Experten meinen übrigens, die Kosten für Sony könnten bis zu 24 Milliarden (!) US-Dollar ausmachen.
Die finanziellen Kosten wiegen sicher schwer, viel schlimmer dürfte allerdings der Imageschaden und Vertrauensverlust für Sony sein. Auf YouTube machen diverse User ihrem Ärger bereits Luft:
Eines muss man sich immer vor Augen halten: 100 prozentige Sicherheit wird es nie geben. Man sollte deshalb als Kunde immer wachsam sein, sichere Passwörter verwenden und nicht blind auf Links klicken und Daten bekanntgeben.
Sony aktualisiert die Seite zum Ausfall des PSN laufend; Fragen & Antworten stehen ebenfalls bereit.
(via VG247, 4Players, derStandard, Bild via Technabob)
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PSN ist zwar kostenlos, aber für sowas müsste Sony schon was den Kunden anbieten, damit der Imageverlust nicht so hoch ausfällt…
Und du denkst dass wenn SONY jetzt jedem PNS-Benutzer ein gratisspiel anbietet, ist alles wieder im Lot?!?!
Oh mann, da fehlen mir echt die Worte. Hast du überhaupt das Außmas des Schadens für SONY begriffen? Verstehst du überhaupt, WIE tief die Jungs im Moment im Dreck stecken? Man sieht vermutlich gerade mal die Haarspitzen, SO schlimm hats die erwischt und erzählst etwas von wiedergutmachung durch ein paar simple Geschenke?!?!?
Ich habe nichts von Geschenken erwähnt und dass sowas alles wieder gutmacht hab ich auch nicht gesagt.
Ich meinte nur, dass Sony nach solch einem Desaster irgendwie wieder versuchen muss, besseren Kontakt mit dessen Kunden zu bekommen. Sony hat zweifellos geschlampt bei den Sicherheitsvorkehrungen, ohne wenn und aber.
@Malkavianer:
Wetten, dass in zwei Monaten sowieso wieder alles vergessen ist?
Diesmal wird’s länger dauern und die anderen großen werden definitiv was aus der Affäre gelernt haben. Und auch viele Konsumenten werden SONY ganz sicher strafen. Ich z.B. habe SONY-Music die Rootkit Affäre vor Jahren nicht verziehen und das war damals ausschlaggebend um SONY für IMMER und in ALLEN Bereichen den Rücken zu kehren. Und auch diesmal werden einige stutzig und kehren SONY ggf. den Rücken.
Sicher hat Gerhard Recht und 100%tige Sicherheit wird es nie geben aber diesmal wird SONY weitaus länger die Wunden lecken müssen, denn die wahrscheinlich bisher größte Datendiebstahlpanne weltweit wird man nicht so leicht vergessen. Das ist kein freudscher Versprecher während eines Interviews, das ist kein schlechtes oder beleidigendes Marketingvideo, oh nein. DIESER Vorfall ist weitaus schlimmer und SONY wird noch lange an dem Vorfall leiden.
Ja – Sony wird länger darunter leiden. Man kann nur hoffen, dass dadurch die Sicherheit bei Sony und generell erhöht wird.
Ach die meisten Wollen doch nur wieder Zocken. Wenn sony nun ein paar verbesserungen mit bringt werden die meisten ganz schnell wieder zur normalität übergehen. Vorallem wenn keine Kreditkarten probleme im großen auftretten.
Verstehe auch nicht mehr warum diese ganzen Daten immer noch soviel Wert sein sollen. Ich wette das man bestimmt von 80% der PSN nutzer das meiste der Daten eh schon im internet findet und wenn ein paar Foren oder chats nun mit einem bekannt gewordenen Passwort betretten werden können dann ist das doch nun auch ich Geld mässig interessant.
Es gibt sicher sehr viele User, die eine Mail + Standardpasswort für viele Seiten nutzen. Dann noch die Kreditkartendaten – Happy Shopping! ;-)
So ohne ist das jedenfalls nicht.
PSN-Hack: Werden Kreditkartendaten verkauft? http://winfuture.de/news,62916.html
- Der Sicherheitsexperte Kevin Stevens aus dem Hause Trend Micro schrieb via Twitter, dass in einschlägigen Foren eine Datenbank zum Kauf angeboten wird, die rund 2,2 Millionen Kreditkartedaten enthalten soll.
- Neben Vor- und Nachname handelt es sich dabei um die vollständige Adresse der angeblichen Sony-Kunden sowie E-Mail-Adresse, Passwort und vollständige Kreditkartendaten. Damit könnten problemlos Einkäufe im Namen der Bestohlenen durchgeführt werden. Die ersten Fälle von betroffenen PSN-Nutzern werden bereits im Internet diskutiert.
- Unterdessen hat Sony zugegeben, dass ein Großteil der gestohlenen Daten nicht verschlüsselt war. Die personenbezogenen Daten sollen lediglich durch ein Sicherheitssystem geschützt gewesen sein. Nur die Kreditkartendaten hat Sony nach eigenen Angaben verschlüsselt abgelegt, heißt es in einem neuen Blog-Eintrag, in dem weitere Fragen zu dem Zwischenfall beantwortet werden.
@Malkavianer
Übel wenn es wirklich die Daten aus dem Hack sind. Sony hätte sicher einen Klaps auf den Hinterkopf verdient aber wenn Nutzer dabei leiden müssen kann man dem Hack auch nichts Gutes mehr abgewinnen :(
Alles wie gehabt: der Kunde ist der, der leidet :-(
Zu Trophäen und Savegames: http://blog.de.playstation.com/2011/04/29/playsta…
PSN-Skandal: Die Polizei fahndet nach einem Verdächtigen
Wie ihr wisst hat ein Unbekannter die Daten von über 77 Millionen Playstation-Nutzern entwendet. Darunter sind Namen, Anschriften, Paßwörter und womöglich sogar Kreditkartendaten.
Die Suche der Polizei konzentriert sich nun auf einen laut Augenzeugenberichten kleingewachsenen, dicklichen Klempner mit dunklem Schnauzbart, vermutlich italienischer Herkunft. Trotz seiner Statur wird der Mann als flink und sprunggewaltig beschrieben.
Auf seiner Flucht soll er darüber hinaus zahlreiche Münzen und Pilze eingesammelt haben. Trotz mehrerer heißer Spuren bestritt Sony-Konkurrent Nintendo bisher jegliche Verbindung zum Verdächtigen
YOU MADE MY DAY !!! :-)
Sorry, dann habe ich deine Aussage falsch verstanden…
Ich hab gelesen das ein sony mitarbeiter ausgeplaudert hat das beim neustart des Psn auch gleich ein Cross-game-chat eingebaut wird.
Damit wäre es zwar nicht getan, aber es wäre eine gute Ergänzung für`s PSN, falls es je wieder online geht.
Ich frage mich eigentlich nur noch: Was sagt die Konkurrenz ?
es wird auf jedenfall wieder online gehen
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