Mai 172011
 

Gestern ist die Raumfähre Endeavour auf ihre letzte Reise gegangen. Am 07. Mai 1992 ist dieses Shuttle zum ersten Mal in All geflogen, also vor knapp 19 Jahren. 1992, als viele von Euch noch nicht auf der Welt waren, brachte eine Firma namens Nintendo das SNES in Europa heraus, ein 16Bit-System mit Spielen wie “Super Mario World”, “Donkey Kong Country” oder auch “Zelda – A link tot he past”. Das System war mit 3,58 MHz getaktet, die Spiele kamen noch auf Modul in das Gerät und der Speicher war mit 128KB Ram üppig ausgestattet.

1992 hat auch ein ehemaliger Pepsi-Manager namens John Scully den Apple Newton vorgestellt, den ersten PDA der Welt. Der Newton hat einen 20Mhz Prozessor, 4MB ROM und 640KB RAM. Das Display immerhin eine Auflösung von 336 x 320 Punkten. Microsoft stellte 1992 Windows 3.1 vor und Intel präsentierte den 486DX2-Prozessor.

2 Jahre später erst stieg Sony in den Spielemarkt ein- mit der Playstation. Ein revolutionäres High-End Spielzeug mit CD-Laufwerk, 32-Bit RISC-Prozessor mit 33MHz, 2MB RAM, und einer 1MB Grafikkarte.

Von Ataris Pong über den C64, Nintendo, Sega, Sony und auch Microsoft – die junge Geschichte der Computerspiele ist für jeden Spieler eine faszinierende Reise in die Vergangenheit. Für die einen (Mittdreißiger wie mich) voller Nostalgie und für die jüngeren ein Trip in die Computer-Steinzeit.

Das Computerspiele-Museum in Berlin macht diese Geschichte seit Anfang des Jahres nun greifbar:

„Über 300 Exponate, darunter rare Originale, spielbare Klassiker und Kunstwerke aus den Bereichen GameArt und Interaction Performance ermöglichen selbst zum “Homo Ludens Digitalis” zu werden und sich einen eigenen Begriff vom spielenden Menschen im 21. Jahrhundert zu machen. Die Besucher erleben eine historische Zeitreise mit Highlights für alle Generationen, für Familien und Schulklassen, für Gamer und Spezialisten wie für allgemein Interessierte.“

In der „Wall of Hardware“ stehen fünfzig Spielemaschinen, die Computerspielegeschichte geschrieben haben. Und viele Geräte sind funktionsfähig und können vor Ort ausprobiert werden. Da sollte für jeden was dabei sein.

Und als Höhepunkt gibt es die “Pain-Station”. Gespielt wird mit dem Klassiker „Pong“. Sobald der Spieler einen Ball verpasst wird er mit körperlichen Strafen malträtiert (Hitze, Strom, Peitsche). Und sobald ein Spieler die Hand vom Joystick nimmt, hat er verloren. Na dann – viel Spaß.

Das Computerspielemuseum gibt es auch im Internet: http://www.computerspielemuseum.de.

  11 Antworten zu “Computerspielegeschichte live erleben”

  1. Welcher Gamgea Leser war denn 1992 noch nicht auf der Welt? Das dürfen meine Mit-Kommentatoren jetzt als Kompliment verstehen, aber mir scheint der Altersdurchschnitt hier im Gegensatz zu den meisten anderen Gamingseiten deutlich über 20 Jahren zu liegen.

  2. und ich dachte eigentlich, dass ich als 87er Jahrgang einer der jüngsten Leser von Gamgea bin ;)

    Aber es ist echt beeindruckend: Entweder habt ihr einen perfekten Spamfilter vor eurem Kommentarsystem am Laufen, oder die Leserschaft von Gamgea besteht (ich wollte es nie anzweifeln ;) ) nur aus niveauvollen und intelligenten Menschen!

    HURRA GAMGEA!!

 Antworten

(required)

(required)

Du kannst diese HTML Tags und Attribute benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>