Zu Beginn gibt es wieder eine kleine Geschichtsstunde mit dem Onkel Jörg (*gähn*). Vor vielen vielen Jahren stolperte dieser nämlich über ein wundervolles Projekt mit dem Namen Grand Theftendo und konnte dessen Veröffentlichung kaum erwarten. Bei diesem unglaublichen Unterfangen handelte es sich um eine Homebrew-Version (man könnte auch Demake dazu sagen) des populären Vorbilds, welches auf echter NES-Hardware lauffähig war. Eine fulminante Leistung, wenn man sich die Limitationen der Hardware anschaut. Doch so lange der gute Onkel Jörg auch wartete, das Projekt erblickte leider nie das Licht der Welt und er war sehr sehr traurig darüber.

Doch das Schicksal meinte es gut mit ihm und vor geraumer Zeit, vor einem oder zwei Jahren, stolperte er über ein Spiel mit dem Namen Retro city Rampage, welches sich nach genauerer Recherche als Weiterentwicklung von Grand Theftendo herausstellen sollte. Was für ein glücklicher Tag das für unseren sympathischen Glatzkopf war, muss wohl nicht extra erwähnt werden.

Und jetzt geht es ans Eingemachte. Oben seht ihr, wie sich das Game optisch entwickelt hat. Wobei nur die linke Version die ursprüngliche für das NES zeigt. Durch die vielen Beschränkungen der Hardware, entschied sich Brian Provinciano (der Entwickler) erstmal dazu, das Projekt auf den PC zu verlagern. Immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, es später wieder für das NES zurückzuportieren. Dann kam ihm die Idee, die offene Welt, die an sich wenig Spaß bot, mit Komponenten seiner Lieblingsspiele anzureichern. Angefangen mit einem Gebäude aus Leisure Suit Larry und der SCUMM-Bar aus Monkey Island, was dazu führte, dass er Missionen für Charaktere aus anderen Spielen entwarf.

Als er sah, wie viel Freude ihm das Entwerfen dieser Szenarien brachte, entschied er sich, das Projekt zu seinem Vollzeitjob zu machen. Er warf das GTA-Konzept komplett über Bord und brachte mehr seiner eigenen Idee in das Spiel mit ein. Als er Sprung-Code ausprobierte, kam ihm die Idee, den Spieler auf den Kopf anderer Charaktere springen zu lassen. Durch diese Ergänzung verschob sich die Entwicklung in Richtung Comdey-Spiel und Retro City Rampage war geboren. Mehr Hintergrundinfos aus einer Präsentation auf der GDC findet ihr bei NintendoWorldReport zusammengefasst.

Jetzt schauen wir uns zunächst einmal an, wie die Urversion von Grand Theftendo aussieht:

Technisch beeindruckend, ohne Frage, aber spielerisch total öde.

Bevor wir zum Gameplay-Video von RCR kommen, müssen wir nochmal kurz über die Einflüsse der achtziger Jahre sprechen. Die Huldigungen erstrecken sich quer durch alle Medien: Spiele, Filme, TV-Serien und Popkultur. Eine einzelne Person wird es schwer haben, jede einzelne Anspielung zu entdecken bzw. zu verstehen. Hier mal ein paar Beispiele, die für Gamgea-Leser kein Problem darstellen:

Vier einfache Beispiele, zum warm werden.
Vier einfache Beispiele, zum warm werden.

Doch wie sieht es mit den anderen Bildern aus? Schaut doch mal rein.

Zum Schluss eine zehnminütige Mischung von Szenen direkt aus dem Spiel und Soundtrack-Demonstration, die einen recht guten Eindruck vermitteln. Im Internet gibt es mittlerweile mehr Hands On-Berichte, Features und Gameplay-Videos, als wir verlinken können. Und jeder, der bisher Hand an Retro City Rampage gelegt hat, kann meinen positiven, lediglich auf dem Zuschauen beruhenden, positiven Eindruck mehr als bestätigen. Und weniger denn je kann ich es erwarten, endlich die von mir jahrelang sehnsüchtig erwartete NES-Portierung von GTA, nun endlich zu verschlingen.

Retro City Rampage erscheint noch dieses Jahr (2011) für WiiWare und Xbox Live Arcade.

(via gta.wikia, retrocityrampage)

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{ 1 Kommentar… lese ihn unten oderschreibe selbst einen }

Echtzeit Juni 28, 2011 um 14:39

Bisher sind erst WiiWare und XBLA bestätigt. Vielleicht kommt da ja noch was später, wer weiß?

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