Aug 092011
 

Ich schreibe den jetztigen Artikel bei der Arbeit. Deshalb entschuldigt die Knappheit des Umfangs und die unbedachten Worte und Sätze. Oder gelingen unter Druck die besten Artikel? Jedenfalls habe ich Angsts, dass mein Bildschirm gleich an die Leinwand vorne projiziert wird und ich meines arbeitsungemäßen Fehltrittes überführt werde. Warum ich so darauf herumreite? Einfach weil ich wahrscheinlich ziemlich einfallslos bin. Denn meine Kollegen pflegen diese Arbeitsweise schon seit langem. Schließlich arbeite ich das erste Mal in meinem Leben und ich bin noch durchtränkt von Gewissensbissen und einem Arbeitsethos, der sich immer dann unnötigerweise einstellt, wenn man das erste mal in einem Arbeitsvertrag gezwängt wurde. Doch genug der Einleitungsworte. Heute eine Indie-Game-Empfehlung, die sich gewaschen hat: Dungeons of Dredmor!

Ihr könnt Dungeon-Crawler nicht leiden? Sich durch monotone, verwinkelte, immer identisch aussehende dunkle Verliese schlagen? Ohne Story-Beigeschmack und Zwischensequenzen? Ohne Drumherum? Das hört sich attraktiv an! Dann ist Dungeons of Dredmor das Spiel für Euch. Denn genau darum geht es: Sich durch verrückt aussehende Gegner metzeln, Gegenstände und Tränke sammeln, Schatztruhen bergen und viele Tode sterben. All das ist einer herrlichen Retro-Grafik, die natürlich, so will es dieser Stil, viel Charme und Charisma versprüht – wie soll es auch anders sein? Und wie soll man sonst den Hang zur Nostalgie rechtfertigen? Ein alter VW-Käfer lässt uns auch eher sabbern als ein Porsche XY (ich bin so autouninteressiert, dass mir alle Porsche-Modelle unbekannt sind). Jedenfalls ist das bei mir so.

Das Game gibts bei Steam für gerade mal 5€. Und besonders gut gefällt mir der Humor. Es gibt eine „Göttin der Nutzlosen Nebenmissionen“ und einen namenlosen Laugenfisch-Gott. Daneben ist das Monster-Design am besten mit den Adjektiven „abgedreht“ und „verrückt“ zu bezeichnen. Außerdem ist es bockschwer und kein Zuckerschlecken.