Aug 212011
 

Erinnert ihr euch noch an die Studenten, die das Freeware-Spiel de Blob für PC entwickelten, welches dann von THQ für Konsolen umgesetzt wurde? Das sind übrigens die selben Leute, dich schon das großartige Swords and Soldiers (HD) auf die Menschheit losgelassen haben. Die Niederländer gründeten ihr eigenes Studio Ronimo Games und mit Awesomenauts steht nun bereits der zweite (Download-)Titel in den Startlöchern. Wenn ich es nicht auf der gamescom von deren Marketing-Mensch Jasper Koning erklärt bekommen hätte, wäre es wohl lange Zeit nicht auf meinem Radar erschienen.

Doch nach einem umfassenden Tutorial und einer heißen Schlacht mit anderen Pressevertretern kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass hier ein echter Mehrspieler-Knaller auf uns zukommt.

Ich hätte mir nie vorstellen können, dass Echtzeitstrategie auch in 2D funktionieren kann, doch Swords and Soldiers HD hat mich eines Besseren belehrt. Ähnlich verhält es sich mit Awesomenauts. Wenn ich klassenbasiert und Multiplayer nur höre, ist mir nicht mehr als ein Nasenrümpfen zu entlocken. Mag sein, dass eine Dimension weniger einfach eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf mich ausübt und mir deshalb Gameplay und Optik so gut gefallen. Doch auch unabhängig davon muss man die Spielmechanik von Awesomenauts als überaus gelungen bezeichnen.

Das Spiel steuert sich auf der niedrigsten Ebene wie ein handelsüblicher 2D-Platformer. Das Konzept erinnert ein wenig an Monday Night Combat: die eigene Basis verteidigen, die andere zerstören, Geld verdienen, Upgrades kaufen. Doch fangen wir von vorne an. Es stehen sich immer zwei Teams à drei Spielern gegenüber (lokal oder online im Split-Screen ist möglich). Sind nicht genügend Menschen vorhanden, übernehmen Bots die leeren Plätze. Jeder Spieler wählt einen Charakter aus einer Auswahl von sechs ziemlich durchgedrehten Zeitgenossen. Weitere drei werden per DLC nachgereicht (möglicherweise kostenlos). Das Geld liegt hier wortwörtlich auf der Straße, die „Solar“ genannte Währung wird durch einfaches drüberlaufen eingesammelt, doch genauso bringen Treffer und Abschüsse des feindlichen Teams Moneten.

Was tun mit der Kohle? Nun, vor jedem Match sucht man sich Upgrades in vier Kategorien aus. Drei davon sind aktivierte Fähigkeiten, eine ist passiv und somit immer aktiv. Das Ganze wird in vier Reihen dargestellt und aus jeder Reihe dürfen genau drei Symbole aktiviert werden. Wenn ihr das Spiel zum ersten Mal startet, gibt es hier nicht viel zu wählen. Erst nach einigen gespielten Partien schaltet ihr neue Verbesserungen frei. Doch dieser Schirm legt lediglich die zur Wahl stehende Bewaffnung für das bevorstehende Scharmützel fest. Gekauft werden muss jedes einzelne Upgrade erst unter Einsatz harter Währung.

Das hört sich vielleicht alles wenig innovativ an, doch wenn man zusammen mit anderen Spielern kooperiert, dann kommt ruckzuck richtig Fahrt und Spaß in die Geschichte. Die von der Seite dargestellten Arenen bleiben stets übersichtlich und ihr seht zu jeder Zeit, wo gerade die Action abgeht. Alle Aspekte von Awesomenauts sind super aufeinander abgestimmt und auch der Humor kommt nicht zu kurz. So hetzt der Cowboy bspw. einen riesigen Ochsen auf das gegnerische Team. Noch dieses Jahr steht die Veröffentlichung auf XBLA und PSN bevor. Alle Infos findet ihr auf der Homepage der Awesomenauts.