Aug 262011
 

„What do you know about the game?“ ist meist die erste Frage der Entwickler bei der Präsentation ihres Spiels, nach dem Shake-Hands und dem Austausch der Nettigkeiten. Im Falle von Burnout Crash fielen meinen ersten Worte nicht sehr positiv aus. Ich sagte Dinge wie: „Ich habe Screenshots gesehen, die aber ziemlich langweilig aussahen.“ oder „Vorhin lief ich schon an den Demo-Konsolen hier vorbei, doch auch da sah das Spiel nicht sonderlich interessant aus.“

Wenn sich mir ein ziemlich gut aufgelegter Entwickler von Criterion (Name unbekannt, da KEINE Visitenkarte dabei!) nicht aufgedrängt und einen sehr ausführlichen Crashkurs ins Ohr gebrüllt hätte, dann wären diese Zeilen womöglich nie zustande gekommen. Ihr wisst ja wie das ist, bei einer derart mannigfaltigen Auswahl beschäftigt man sich mit Dingen, die einen nur leidlich interessieren, kaum länger als fünf Minuten.

Das Fazit zu Burnout Crash gibt’s direkt zu Anfang und fällt positiver aus, als gedacht. Das Game macht tatsächlich erheblich mehr Spaß, als man anhand der Bilder vermuten würde. Jedoch stellt sich mir die Frage nach der Langzeitmotivation, da lediglich eine einzige Spielmechanik existiert: explodieren. Am besten vergesst ihr zunächst einmal alles, was ihr mit dem Namen Burnout in Verbindung bringt. Denn selbst im Vergleich zum Crashmodus der „großen“ Versionen, spielt sich Crash – trotz einiger Ähnlichkeiten – ganz eigenständig.

Da wäre zunächst die Perspektive, die sich nie ändert. Das geschehen wird stets aus der Vogelperspektive präsentiert. Nach der Wahl des Modus und des Wagens geht es los. Man fährt in bekannter Manier auf eine befahrene Kreuzung zu und muss einen Unfall verursachen. Danach ist die eigene Karre schrott und lässt sich fahrenderweise nicht mehr fortbewegen. Stattdessen füllt sich nun eine Anzeige, die Auskunft darüber gibt, wann das vorhin gesteuerte Vehikel in die Luft gejagt werden kann. Per Knopfdruck sprengen wir die Karre also in die Luft, dürfen für einige wenige Sekunden behäbig steuern und müssen mit den physikalischen Auswirkungen auf die Umgebung zurechtkommen (Wrackteile die suboptimal landen usw.). Die Explosion lässt sich beliebig oft wiederholen, lediglich die automatische Aufladung braucht eine gewisse Zeit.

Doch was ist nun eigentlich das Ziel? Je nach gewähltem Modus ist dies unterschiedlich: einmal darf kein Auto ungeschrottet die Kreuzung verlassen, ein anderes Mal muss eine einmal gestartete Explosion fortwährend am Laufen gehalten werden. Die oberste Direktive lautet jedoch immer, so viele Punkte wie möglich zu ergattern. Dies gelingt z.B. durch Combos, durch zerstören besonders großer Fahrzeuge oder der Gebäude die in der Gegend herumstehen. Im Prinzip also: zerstören, zerstören und nochmal zerstören. Nach und nach schaltet ihr verschiedene Kreuzungen frei, die jeweils in allen drei Modi gespielt werden können.

Der Fokus der Entwickler ist deutlich zu spüren. Bereits nach wenigen Sekunden hat man das Spielprinzip begriffen, aber einen Highscore für die Ewigkeit zu landen, ist nicht so einfach. Obwohl zufällige Kettenreaktionen das Bild bestimmen und für viele Punkte unerlässlich sind, wird sich nur derjenige an der Spitze der Bestenliste festsetzen, der die besonders lohnenden „Skillshots“ meistert. Mir wurde versichert, dass sich Zufall und Können sehr gut die Waage halten. Zum Einsatz kommt übrigens wieder das aus Need for Speed: Hot Pursuit bekannte Autolog-Feature, wodurch ein möglichst heißer und komfortabler Kampf mit der Freundesliste um die höchsten Punktzahlen entbrennen sollte.

Ich muss gestehen, auf allen Videos die zu Burnout Crash im Internet existieren, sieht das Spiel wirklich langweilig und doof aus. Deshalb bette ich auch keines in diesen Beitrag ein. Ihr müsst mir einfach vertrauen, wenn ich euch sage, dass sich das Game viel besser beim Spielen anfühlt. Schaut euch einfach die Demo am Tag der Veröffentlichung an und lasst die Videos links liegen. Und erwartet kein vollwertiges Burnout, ebenfalls ganz wichtig!