Jan 012012
 

In der weiten Welt der Videospiele gibt es nur wenige Momente die so banal sind, dass man diesen Augenblick wohl für immer in seinen Gehirnwindungen verankern wird. Bei Ironing Maiden von Nuance und Genesis Project handelt es sich um ein Spiel in dem eine Aufgabe praktiziert werden muss, bei denen die meisten schnell und diskret das Weite suchen. Kurz auf den Punkt gebracht: Es geht um das Begradigen von Kleidungsstücken, manche nennen es auch dezent bügeln. So etwas überlässt der moderne Mann doch eher Mutti oder einer anderen vertrauten Person, solange das Bügeleisen nicht selbst in der Hand gehalten werden muss.

Ironing Maiden bietet nun die einzigartige Möglichkeit ohne Bügeleisen, sondern mit dem Einsatz der Wiimote, virtuell T-Shirts zu bearbeiten. Verweilt man zu lange an einer Stelle, beginnt das T-Shirt zu brennen und das Spiel ist vorbei, Wasserdampf sorgt für glatteres Bügeln aber auch das Zeitlimit sollte im Blickfeld bleiben.

Die designtechnische Gestaltung der kompletten Produktion glänzt mit liebevollen Details. Das Adlerauge findet im Hintergrund des Bügeltisches einen Aschenbecher mit ausgedrückten Kippen und es liegt sogar Flaschenbier einer bestimmten Münchner Biermarke lose am Tisch. Bei diesem Anblick könnte man fast von einem männlichen Single-Haushalt ausgehen – ob dies nun mit einem der involvierten Entwickler zu tun hat, darüber kann natürlich nur gemutmaßt werden. Herausragend ist auch der Heavy Metal lastige Soundtrack.

Wer bei seiner nächsten Party für einen Brüller sorgen möchte, der möge bitte seine homebrewfähige Wii in die Hände nehmen und die erforderlichen Schritte durchführen. So macht bügeln richtig Spaß!